Wie kann ich Menschen bei ihrer Zielfindung unterstützen?

Lisa Lakeit„Wir sind nur dadurch erfolgreich, dass wir uns im Leben oder im Krieg oder wo auch immer ein einzelnes beherrschendes Ziel setzen, und diesem Ziel alle anderen Überlegungen unterordnen.“
(Dwight D. Eisenhower)

Zum Thema „Ziele“ wurde von mir bereits ein Blog-Beitrag verfasst, in dem es aber mehr darum ging, welche Ziele ein Coaching haben kann. Hier geht es nun um die Ziele eines Coaches und darum, wie er seinem Klienten helfen kann, dessen eigene Ziele zu finden und auch zu erreichen.

Wenn man sich kein klar formuliertes Ziel vor Augen führt, so ist es schwierig, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Denn ohne zu wissen, wie der Weg zum Ziel aussieht, bringen alle Landkarten auf Erden nichts.

Wenn Sie mit einem Klienten ein Ziel-Coaching durchführen, so sind einige Dinge zu beachten.

Zunächst eine kleine Übung für Sie als Coach:

-          Was motiviert Sie, ein Coach zu sein?

-          Was motiviert Sie, Ihre Klienten zu coachen?

-          Was ist Ihnen als Coach wichtig?

Haben Sie auf all diese Fragen sofort eine Antwort parat, so sind die nötigen Bedingungen für ein anschließend erfolgreiches Coaching gegeben.

Nun geht es darum, wie Sie dem Coachee helfen können. Wie können Sie ihn auf seinem Weg zum Ziel begleiten und unterstützen? Es gibt einfache Kriterien, die ein wohlgeformtes Ziel erfüllen muss:

1. Das Ziel ist positiv formuliert.
(Bsp.: „Was tun Sie, wenn Sie nicht mehr X (= negative Eigenschaft) machen?“ – „Was werden Sie haben, was Sie vorher nicht hatten?“)

2. Das Ziel ist spezifiziert,

  • a. sinnesspezifisch (Bsp.: „Woran werden Sie bemerken, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben?“)
  • b. kontextualisiert (Bsp.: „Wann, wo und mit wem wollen Sie Ihr Ziel erreicht haben?“)

3. Das Ziel ist für den Coachee selbst erreichbar.
(Bsp.: „Was wollen Sie tun, um Ihr Ziel zu erreichen?“ – Hier ist es wichtig, dass der Coach die Größe des Ziels erkennt und mit dem Coachee entscheidet, ob das Ziel so groß ist, dass man es vielleicht geschickter in mehrere kleinere Ziele einteilt.)

4. Das Ziel ist ökologisch.
(Bsp.: „Bringt Ihr Ziel Risiken mit sich?“, „Stimmt Ihr Ziel mit Ihren restlichen Wertevorstellungen und Ihrem Selbstverständnis überein?“)

5. Das Ziel ist motivierend.
(Bsp.: „Was ist das Beste an Ihrem Ziel?“, „In welcher Hinsicht bringt Sie die Erreichung Ihres Ziels voran?“)

Ein kleiner Tipp für jeden Coach:
Wenn Ihr Klient Probleme damit hat, sich in sein Ziel so konkret hineinzudenken, dann hilft es oftmals, den „So-als-ob-Rahmen“ mit ins Coaching zu bringen: „Angenommen Sie hätten ein Teil Ihres Zieles schon erreicht, wie wäre das?“

Als Coach arbeiten Sie mit Ihrem Kunden all diese Fragen ab. Kann er die Frage mit einem „Ja“ beantworten, so können Sie sich schon an das nächste Wohlgeformtheiskriterium machen, beantwortet er allerdings eine Frage mit „Nein“, so müssen Sie bei Frage 1 ansetzen.

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