Lebenswerte – Ralph Schlieper-Damrichs Coachingtool zur Persönlichkeitsentwicklung und Lebensweggestaltung Teil 1

Lisa LakeitMit diesem Tool lernen Sie Ihr aktuelles Wertesystem umfassend zu analysieren. Sie werden Wissen zur Reflexion von individuell-historischer Wertentwicklung erwerben und auch für sich selbst überprüfen können, wie groß der Anteil der von Außenstehenden übernommenen Wertvorstellungen ist. Außerdem werden Sie lernen, wie man nützliche Korrekturen bei Wertekonflikten herbeiführt.
Fragen wie „Wozu ist mein Handeln gut“, „Wer bin ich eigentlich genau“, „Was verbindet mich mit meinen Mitmenschen“ bieten ein gutes Fundament, um an Lebenswerten zu arbeiten. Des Weiteren gibt dieses Werkzeug in vielen weiteren Bereichen Hilfestellung, beispielsweise bei der Analyse des eigenen Wertesystems, der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, der Gestaltung des Lebensweges, sowie bei der Beschäftigung und Überwindung von Wertekonflikten und Krisensituationen.
Ebenso kann man dieses Werte-Tool einsetzen, wenn man die eigenen Werte und die des Partners vergleichend gegenüber stellen möchte, um seine eigensinnige Besonderheit herauszuarbeiten. Es gibt Karten, die beispielweise eingesetzt werden können, wenn Erwachsene mit Jugendlichen über bestimmte Werte oder Werte allgemein reden möchten. Eine einfache Übung dazu: man zieht morgens eine Karte aus einer Box und versucht, dieser Karte den Tag über mit dem eigenen Verhalten getreu zu werden. Am Abend lässt man den Tag Revue passieren und schaut, ob man nach den eigenen Werten gehandelt hat.
Das Ziel, dass dieses Coachingtool beabsichtigt, ist sich über die eigenen Richtlinien der Werte klar zu werden. Außerdem diese gewonnene Klarheit mit Einstellungen und Verhalten zu verbinden und so die Wertekommunikation anderer besser zu verstehen und sich besser einzufühlen. Man hat sofort das Gefühl, eine bessere Orientierung zu bekommen und fühlt sich gut mit der Empfindung, dass Werterichtlinien und Handeln aufeinander abgestimmt sind. Man kann dieses Werkzeug auch als „Lebenswegbegleiter“ bezeichnen. Egal wie oft man davon Gebrauch macht, es nutzt sich nicht ab, es hilft bei der Gestaltung ganz individueller Lebensabschnitte.

Der Ablauf in Phasen:

1. Phase: AUSWAHL

Die gewöhnliche Anwendungsart sieht so aus, dass der Coachee erst eine Übersicht von Wertbegriffen vorgelegt bekommt, aus der er dann diejenigen heraussucht, die seiner Meinung nach wichtig für den entsprechenden Lebensabschnitt sind. Bei dieser Phase ist zu beachten: je genauer das Coach-Anliegen, die Frage oder die Problemsituation formuliert ist, desto detaillierter werden die dazu in Bezug stehenden Wertebegriffe ausgesucht. Daher gilt, dass dieses Coachingtool erst dann eingesetzt werden sollte, wenn der Anlass zum Coaching, klar definiert ist.
Es gibt auch noch die Variante, dieses Tool auf den Lebensabschnitt bezogen anzuwenden. Der Coachee schreibt eine kurze Biografie, die als Grundlage zur Auswahl der Wertebegriffe dient, dabei wird jedem Lebensabschnitt ein Wertebegriff zugeordnet. So werden Veränderungen im Wertesystem schneller erkennbar und deren Ursache kann leichter bestimmt werden. Ein Beispiel dafür ist das erste Mal Vater zu werden: bei vielen der männlichen Coachees spielen ab diesem Zeitpunkt Werte wie Verlässlichkeit, Konzentration, Gewissenhaftigkeit und Toleranz eine größere Rolle.

2. Phase: SORTIEREN

Variante A: Nach der ersten Phase, dem Auswählen, kann der Benutzer die ausgesuchten Wertebegriffe in eine bestimmte Richtung sortieren:

- Ob der genannte Wert in Wirklichkeit versetzt werden kann
- Ob das Ganze nur beschränkt oder
- Unmöglich ist bzw. war.

Wenn man diese so einsortiert, dann ist eine Bewertung der Abstufungen unumgänglich.

Variante B: Der Benutzer kann hier eine Revue passieren lassen:

- Ob die Werterichtlinien aus der eigenen Weiterentwicklung entspringen oder
- Ob es ein „abgebildeter“ Wert ist, der aus der Vergangenheit stammt, wie beispielsweise aus der Kindheit

Solch eine Einteilung eignet sich vor allem im Bereich der „Selbst-“ und „Fremdbestimmung“.

Variante C: Der Coachee kann seine Werte auch in eine der drei von Viktor Frankl eingeführten Klassen einordnen:

- In die ideenreichen Werte des „homo fabers“, die sich um große Themen wie „Arbeit“, „Struktur“ und „Wissen“ drehen,
- In die „Erlebniswerte“ des „homo amans“, die von Themen wie „Natur“, „Kultur“ und „Zusammensein“ handeln, und
- In die „Einstellungswerte“ des „homo spiritualis“, die sich um große Themen wie „Transzendenz“, „Weisheit“ und den Umgang mit leidvollen Erlebnissen kümmern.

Diese Art von Betrachtung dient vor allem dazu, um bestimmte Lebensabschnitte zu reflektieren, vor allem bei älteren Menschen und der Frage nach dem Gleichgewicht bei Werten. Es gibt Situationen, in denen Menschen ihre bisherigen „ideenreichen“ Werte („Erfolg im Beruf“) zugunsten einer Erhaltung von ihren individuellen Erlebniswerten („Gemütsruhe“) ändern.
Es ist im Weiteren auch sinnvoll, das Coachingtool als eine Art Hausaufgabe weiterzuführen.

In den nächsten Tagen folgt der 2. Teil dieses Artikels, in dem Sie die weiteren Phasen kennenlernen werden.

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