Dieses Interview mit Carlos Salgado bietet die Gelegenheit unseren NLP-Trainer in Wiesentheid
näher kennen zu lernen. Viel Vergnügen beim Lesen!
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Wie bist Du auf NLP gekommen?
Wie die Jungfrau zum Kind :-), Ein sehr guter Freund von mir war auf einer NLP-Infoveranstaltung -
das war im Januar 1993. Er erzählte mir, dass man mit NLP lernt, besser zu kommunizieren und man auch
seine Menschenkenntnis verbessern kann. Ich war sehr skeptisch und dachte, weil er so begeistert war:
"Hoffentlich ist das keine Sekte". Drei Wochen später war ich auf der Infoveranstaltung mit dem gleichen
Trainer, Martin Betschart aus der Schweiz. Ich war sehr begeistert von der Lockerheit und gleichzeitiger
Souveränität des Trainers. Ich dachte mir, wenn nur die Hälfte von dem, was NLP angeblich leisten soll, stimmt,
dann ist es allemal das Geld und die Zeit wert. Ich meldete mich für den Basiskurs an. Noch im gleichen Jahr
schloss ich erfolgreich meine NLP-Practitioner-Ausbildung ab. |
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Was bedeutet NLP für Dich?
NLP ist in meiner Welt die Grundausbildung in Kommunikation. Für mich ist es etwas Essentielles. Es sollte
Grundlage in der Grundausbildung aller Menschen sein. Ich habe mit meiner ersten NLP-Practitioner-Ausbildungsgruppe,
die ich in 1995 ausgebildet habe, bereits ein Konzept entwickelt, wie die Inhalte aus der NLP-Practitioner-Ausbildung
vom Kindergarten über die Grundschule bis zum Abitur integriert werden können. Damit meine ich nicht, dass NLP die
einzige Methode ist, die in die Schulen soll. Als Experte für NLP bin ich natürlich auch ein Vertreter dieser
Methodensammlung, und kann beurteilen das NLP für Kinder und Heranwachsende eine sehr gute Unterstützung sein
kann. Außerdem habe ich 4 Kinder, zwei leibliche Töchter mit 11 Jahren und 23 Jahren und zwei angeheiratete Jugendliche,
eine 17 jährige Tochter und einen 15 jährigen Sohn. Sie alle haben ganz neben bei viel über NLP gelernt und ich habe den
Eindruck, es hat sie unterstützt sehr selbstständige Persönlichkeiten mit einer hohen sozialen Kompetenz zu werden. Für mich
ganz persönlich sind es mir die liebsten Seminare/Trainings von allen, die ich gebe. Eben weil sie die Grundlage bilden für
erfolgreiche Kommunikation und Entwicklung.
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In welchen Bereichen wendest Du selbst NLP am häufigsten an? (Business, Therapie u.ä.)
In meiner Beziehung und mit meiner Familie finden Ideen und Konzepte aus dem NLP die häufigste Anwendung. In meinen Seminaren
im Rahmen von z.B. Führungskräfteentwicklungsprogrammen in Unternehmen arbeite ich oft mit den Neurologischen Ebenen oder mit
der Disney-Strategie. Wenn ich Kommunikation in den Unternehmen trainiere, dann nutze ich natürlich Rapport als NLP-Format und oft auch die Meta-Programme. Als Coach nutze ich viele NLP-Tools für die Auftragsklärung und für die Zielfindung. Bei
Strategieentwicklungen nutze ich auch gern SOAR und SCORE als Modelle für eine klare Ausrichtung.
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Welches ist Dein NLP-Lieblingsformat?
Oje, welche Qual der Wahl… in der Anwendung ist es das Kalibrieren, es hilft mir zu wissen was mein Gesprächspartner will,
noch bevor er es mir verbal mitteilt. Im Training sind es die Meta-Programme, weil sie in der Regel zu schnellen Erkenntnissen
führen. In der Ausbildung ist es das Milton-Modell und die Submodalitäten. Letztere haben mir persönlich in der Practitioner-Ausbildung
zu einem "aha" Erlebnis geführt, das bis heute in meinem Leben nachwirkt. |
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Was ist Dir bei Deinen Trainings wichtig?
Das meine Teilnehmer ihre inneren Grenzen sprengen mit dem Ziel der eigenen Identität und damit mit mehr Authentizität ins Leben zu gehen. |
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Wer sind Deine Lieblingstrainer aus der NLP-Szene?
Bernd Isert (Kreativität), Ray Wilkens (Herz), Dorothea Ziesenhenne-Haar (Wertschätzung), Stephan Landsiedel (Genauigkeit), Jenison Thomkins (Kontaktfreude)
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Welches ist Dein liebstes NLP Buch?
Power-Prinzip von Tony Robbins, es war mein erstes :-) es hat mir den Zugang u NLP ermöglicht.
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Wenn Du NLP nicht kennengelernt hättest, was glaubst Du, würde Dir in Deinem Leben fehlen?
Viele Erkenntnisse wieso Menschen so sind wie sie sind. Viele schöne Stunden mit sehr intensiven Gesprächen zum Thema Werte oder Sinn des Lebens.
Viele Menschen, die ich ohne NLP wahrscheinlich nie näher kennengelernt hätte, weil mir vor NLP die Flexibilität fehlte mich auf
Menschen einzulassen, die ganz anders ticken als ich. Ich wäre auch nie mit meiner Frau Tajana zusammen gekommen. Sie ist in vielen Eigenschaften
das genaue Gegenteil von mir und dadurch können wir beide uns so viel geben. Ohne NLP hätte ich Sie nicht zu wertschätzen gelernt. Wenn ich also NLP
nicht kennengelernt hätte, dann würde ich mir wünschen, etwas anderes mit dem gleichen Nutzwert wäre mir begegnet. Ich bin mir
übrigens sicher, wenn es nicht NLP gewesen wäre, dann wäre es etwas anderes gewesen. In meinem Leben war es nun mal NLP und ich bin froh, dass es so ist!
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Gibt es andere Konzepte der humanistischen Psychologie, die Du empfehlen kannst?
Ja, eine Menge. Hier diejenigen, mit denen ich mich u.a. auseinander gesetzt habe:
Transaktionsanalyse (Eric Berne)
Themenzentrierte Interaktion (Ruth Cohn)
Systemische Beratung (Virginia Satir)
Narrative Beratung (Michael Loebbert)
Provokative Therapie (Frank Farrelly)
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Wie würdest Du Deinen Trainingsstil beschreiben?
Ich denke mein Trainingsstiel ist einzigartig, nach mehr als 25 Jahren Erfahrung als Trainer kann ich sagen, dass ich in der Lage bin ganz
individuell auf die Bedürfniss meiner Gruppe einzugehen. Dabei ist meine innere Haltung immer von sehr viel Wertschätzung gegenüber den
Teilnehmern geprägt. Auch, oder gerade dann, wenn ich mit provokativen Stilmitteln arbeite. Dabei ist es mir immer wichtig, dass die
Teilnehmer und ich in Würde miteinander umgehen. Aber keine Angst, ich hole mir immer die Erlaubnis ab beim Teilnehmer, wie weit ich gehen
soll und darf. |
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Welche Teilnehmer sind Dir am liebsten?
Jeder Teilnehmer ist mir gleich lieb. Es gibt für mich keine Vorstellung eines idealen Teilnehmers. Ich freue mich über jeden neuen Menschen
in meinen Seminaren und empfinde es als Abenteuer diesen Menschen zu entdecken und diesem Menschen einzigartig zu begegnen. |
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Wie sollte Deiner Ansicht nach der Theorie-Praxis-Anteil im Practitioner sein?
30% Theorie und 70% Praxis |
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Mit welchen Elementen lockerst Du Deine Seminare auf?
Musik, Tanz, Bewegung, Interaktion der Teilnehmer, Humor, Geschichten |
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Welche Nicht-NLP-Elemente bringst Du in Deine Trainings mit ein? (z.B. Kinesiologie, EMDR,
Schamanische Reisen usw.…)
Mein Hauptthema ist die von mir 1996 entwickelte Biolance®-Methode. Hier geht es kurz gesagt um mehr Selbst- und Menschenkenntnis unter
Einbeziehung bestimmter Körpermerkmale.
Fragen die, die Teilnehmer sich im Biolance®-Training selbst beantworten:
Wer bin ich?
Was sind meine Fähigkeiten?
Wie bin ich erfolgreich?
Was ist meine Natur?
Denn nur der Mensch, der wirklich bei sich selbst angekommen ist, kann zufrieden und erfolgreich seine individuelle Lebensaufgabe erfüllen.
Das ist wie "zu Hause" sein. Ein Mensch, der nicht sein Leben lebt, erlebt sich wie in einem "fremden Haus", auf einem "fremden Weg". Das
muss nicht das gesamte Leben betreffen, sondern kann auch nur für einen Teil zutreffen, z.B. für die Partnerschaft oder den Job.
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Was ist Dein größtes Ziel als Trainer?
Den Teilnehmern Unterstützung zu sein auf Ihrem Weg! |
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Wie siehst Du die Zukunft von NLP?
Ich bin kein Hellseher und kann die Zukunft nicht sehen. Die Geschichte und die Gegenwart zeigen was die Zukunft bringen könnte.
NLP kam von den Universitäten und ist heute überall. Es gibt kaum einen Weiterbildungsanbieter der nicht NLP anbietet. 40 aller
IHK-Einrichtungen bieten NLP an. An fast allen Fachhochschulen für Pädagogik wird NLP als wichtiges Konzept der Bildung vorgestellt.
Ich selbst habe vor einigen Monaten in meinen Studium zum Betriebspädagogen an der Uni-Koblenz/Landau in einem Seminar mit dem Titel
"Entwicklung von betrieblichen Beratungskonzepten" NLP als eins von den 10 wichtigsten Beratungskonzepten vorgestellt bekommen. Die
praktische Übung zu NLP war das Ankern. Im Fazit war es für uns Studenten klar, NLP ist das praktischste Beratungskonzept und auch das
umfassendste von allen.
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Welchen Beitrag leistet NLP für die Zukunft der Menschen?
NLP leistet keinen Beitrag. NLP ist nur eine Idee, nur eine Sammlung von Konzepten. Erst der Mensch der NLP anwendet oder lehrt,
leistet einen Beitrag für die Zukunft der Menschen. Ich denke, dass jeder der NLP anwendet, einen Beitrag für eine bessere Verständigung
unter den Menschen leistet. Es sind immer die Menschen die einen Beitrag leisten, welche Konzepte dabei wirken, ist aus meiner Sicht zweitrangig.
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