IX. Provokatives Coaching

5. Die unterschiedlichen Rollen des Coachs

In der Provokativen Veränderungsarbeit wird sehr häufig das schauspielerische Talent des Coachs gefordert. Die Einnahme verschiedener gefühlvoller Rollen hat sich sehr häufig als sinnvoll und zielführend erwiesen.
Je weniger berechenbar und unerwartet die Reaktion des Beraters ist, umso besser. Der Coachee lernt hier auf diese verschiedenartigen Muster zu reagieren, und ist in der Folge in ähnlichen Situationen in seinem Alltag nicht mehr unsicher, sondern hierauf vorbereitet, dass Menschen nicht berechenbar und scheinbar ungerecht oder unangemessen reagieren. Die Kommunikationskategorien nach Virginia Satir bieten sich als mögliche Interventionsmuster an:

Ankläger (Blamer): ärgerlich: "So geben Sie doch endlich zu, dass Sie an der ganzen Misere schuld sind. Mit diesen Genen kann ja nichts aus Ihnen werden."

Beschwichtiger (Placator): etwas geknickt und mit weinerlicher Stimme: "Tja, jetzt habe ich alles versucht. Ich wollte Ihnen doch nur helfen und jetzt schauen Sie so unzufrieden. Ich habe wirklich alles versucht, was ich in meiner Coachingausbildung gelernt habe in solchen Fällen."

Rationalisierer (Computer): ernst: "Wussten Sie eigentlich, dass in 20 % der Fälle keine Besserung zu erwarten ist. In Großbritannien hat man übrigens festgestellt, dass jedes 5. Kind nicht von dem Mann ist, zu dem es Papi sagt." "Sie haben also bereits fünf Mal vergeblich versucht etwas zu verändern, das ist eine Versagensrate von 100 %. Ich denke, damit ist hinlänglich bewiesen, dass es nicht geht."

Ablenker (irrelevant): zerstreut: "Oh, Entschuldigung, was sagten Sie gerade? Ich war wohl mit meinen Gedanken gerade woanders." "Haben Sie vielleicht eine Nagelfeile dabei?" "Fangen Sie doch schon mal an, ich komme gleich."

Auch die Übernahme von Geschlechterrollen als flirtender Liebhaber/Geliebte oder fürsorglicher Vater/Mutter können eingenommen werden: Liebhaber (verwirrt) "Oh, bei diesen großen Augen kann ich mich gar nicht konzentrieren. Und diese Stimme, Wahnsinn. Ist Ihr Vorgesetzter auch immer so verwirrt?" Mutter (fürsorglich)

"So sind sie, die da draußen in der großen, bösen Welt. Ungerecht und gemein. So jetzt putzen Sie sich mal die Nase und erzählen mir in Ruhe wer gemein zu Ihnen war. Und als nächstes entwerfen wir einen Schlachtplan. Wen schlachten wir als erstes?" Die Wahl der Rolle

Kontrastmuster: In der Rolle sollte jeweils das vom Klienten am wenigsten erwartete Muster gewählt werden. Der Klient erhofft sich z.B. mitfühlende Emotionen, und der Coach versachlicht das Problem mit einer Statistik oder der Klient ist kühl und sachlich und der Coach flirtet, ist gefühlsbetont und schwärmerisch.

Spiegelmuster: Die andere Möglichkeit besteht darin, das vom Coachee gezeigte Muster zu übernehmen und wieder zu spiegeln. Der Klient ist hilflos und sitzt auf einmal einem hilflosen Coach gegenüber. Der Klient, der nicht auf den Punkt kommt, ist konfrontiert mit einem ebenso zerstreuten Coach, der auch nicht weiß, was er tun soll.

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