IX. Provokatives Coaching

7. Wie interveniere ich als Coach provokativ?

Dein Klient kommt zur Tür herein, was ist dein erster Eindruck, dein erster Gedanke oder dein erstes Gefühl, wenn Du siehst wie er läuft, sich setzt und ihn sprechen hörst? Welches noch so abgedroschene Klischee fällt Dir ad hoc ein?
Für den Anfang reicht das völlig. Mache noch ein paar Anleihen bei Weisheiten über Männer und Frauen, Tabu-Gedanken über die Themen Aggressivität und Sex und ein bisschen Psycho-Know-How, damit lassen sich hervorragend trancefördernde und provokative Interventionen kreieren.

"Ein sprachlich fein zelebrierter Tabubruch ergibt eine Metapher die in V, A, K, O, G-Gegenden führt, die nie zuvor ein Mensch betreten hat." (M. Schmidt-Tanger)

Erlaube Dir pathetisches Mitleid, Begeisterung für die Symptomatik, Gähne vor Langeweile oder zeige die totale Hilf- und Ausweglosigkeit. Unterschwellig denkt dein Klient vielleicht auch so (gut gepaced) oder er erkennt eine völlig neue Sichtweise (gut reframed).

Vertraue deinem Unbewussten, und lasse Dich auf die eigene Improvisationskunst und den Dir eigenen Humor ein. Nutze Ericksons Idee, an jedem Klienten auch zu wachsen und etwas Neues zu lernen. Trau Dir zu; einmal so richtig "reinzusauen", etwas zu riskieren.

Wann lasse ich es?

Grundvoraussetzung für jede inhaltliche, provokative Intervention ist die Beherrschung einer zurückhaltenden Prozessorientierung sowie eine sehr gute Wahrnehmungsfähigkeit. Der Coach darf nicht bestimmte Lösungen bevorzugen, d.h. er darf sich nicht emotional im Inhalt befinden. Alle Entscheidungen, die der Klient trifft, müssen dem Coach gleichgültig sein, im Sinne von, alle sind "gleich"-"gültig".

Der Coach darf keinen Zwang zur Provokation fühlen. Das bedeutet auch, das Bedürfnis provokativ zu arbeiten selbstkritisch zu hinterfragen. Die provokative Veränderungsarbeit muss getragen sein von einem liebevollen Gefühl für den Coachee. Der Coach ist auf der Seite des Klienten und zusammen betrachten wir uns einmal den Quatsch, den er da so macht.

Die provokative Gesprächsführung im Coaching

Das Neurolinguistische Programmieren als ein System der Prozess-Intervention kennt den Umgang mit dem Inhalt nur in Form des Milton-Modells, in der Arbeit mit Metaphern oder im Reframing. Um nicht wertend in den Inhalt einzugreifen, ist es notwendig, den Landkartengedanken vollständig zu akzeptieren, und man braucht die Fähigkeit, eine Position einzunehmen, ohne eine Wertung abzugeben.

Als Coach darf ich im Inhalt keine eigenen "Karten im Spiel" haben, da ich ansonsten nicht mehr inhaltsfrei arbeiten kann. Eine große Herausforderung an den provokativen Coach ist die kontinuierliche innere Reframingarbeit, kunstvoll: "Inhaltsfrei arbeiten" heißt, frei mit den Inhalten umgehen können. Wichtige Merkmale des inhaltlichen Reframings:

  • Dauer der Trance, Trancehäufigkeit und -tiefe
  • Physiologie der Versöhnung
  • Eine Zunahme der Symmetrie (insbesondere beim Reorientieren)
  • Entspannung und Lachen
  • Veränderungen von Körperhaltung und Muskeltonus, allgemeine Zunahme der Ressourcenhaftigkeit.
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