Das NLP-Coaching-Strukturmodell

Stephan Landsiedel In diesem Beitrag möchte ich das Coaching-Struktur-Modell aus dem NLP vorstellen. Dies ist ein ganz hervorragendes Modell für den Ablauf eines Coachings – darüber hinaus ist es leicht zu merken. In fünf einfach und logisch aufeinander aufbauenden Schritten beschreibt es, wie im NLP ein klassisches Coaching abläuft.

Der erste Schritt ist die Herstellung eines Rapports zum Coachee, um eine positive Beziehung zueinander und ein Klima gegenseitiger Wertschätzung herzustellen. Ziel ist es, den Coachee dort abzuholen, wo er sich zu Beginn des Coachingprozesses befindet. Hier ist genaues Kalibrieren wichtig – das Beobachten der Physiologie, die Körpersprache des anderen in sich aufzunehmen und einen starken Rapport zu ihm aufzubauen; kurz: sein Vertrauen gewinnen. Dafür gibt es im NLP eine ganze Reihe von expliziten Techniken, wie beispielsweise das Spiegeln oder Matching von Meta-Programmen etc. Bei aller Technik sollte dabei aber nicht vergessen, dass Rapport auch von unserer Haltung als Coach der Welt gegenüber abhängt. Betrachten wir den Coachee und seine Bedürfnisse liebevoll durch unsere berufliche Brille oder sehen wir in ihm eine weitere Person, die uns Geld bringt. Genaue Ausführungen zu diesem Punkt folgen ein anderes Mal.

Im zweiten Schritt geht es um die Auftragsklärung. Was ist das Ziel, das der Coachee erreichen möchte? Oder anders: Was ist das Problem, das er loswerden möchte? In diesem Schritt helfen die Fragetechniken aus dem NLP-Meta-Modell sehr gut. Sie bringen Klarheit ins Coaching und so mancher Coachee war auch nach diesem Schritt bereits zufrieden, weil er jetzt mit der neugewonnenen Klarheit sein Ziel auch alleine erreichen kann. War das Coaching dennoch wertvoll? Aber sicher! In dieser Phase sind auch die wohlgeformten Zielkriterien wie z.B. Pabsbragör oder SMART hilfreich.

Im dritten Schritt folgt dann die eigentliche Intervention. Hier kann eines der zahlreichen NLP-Formate durchgeführt werden, z.B. Anker verschmelzen, 6-Step-Reframing, Swish oder TimeLine-ReImprint. In nahezu jedem NLP-Format geht es darum, dass Ressourcen aktiviert und dem Problemkontext zugeführt werden, so dass der Coachee sich nun in der Lage fühlt, die vor ihm liegenden Situationen zu meistern.

Das neue Verhalten wird dann mittels eines Öko-Checks kritisch auf seine Nachhaltigkeit und Kompatibilität mit der Umwelt geprüft. Eventuell auftretende Einwände müssen eine ihnen angemessene Berücksichtigung erfahren, Risiken eingeplant und die Kosten der Veränderung kalkuliert werden.

Im letzten Schritt folgt der sogenannte Future-Pace. Dabei wird das Vorhaben und die Strategie, mit der es durchgeführt wird, terminiert: der Coachee wird auf einen realistischen Zeitplan eingeschworen, nach dem er die einzelnen Handlungsschritte ordnen und vollziehen kann. Gleichzeitig vollzieht er im Geiste die Durchführung und stellt sicher, dass er in den wichtigen Kontexten das neue Verhalten zur Verfügung hat.

Viel Vergnügen bei der Anwendung!
Stephan

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