Ein paar Sätze, ein falscher Blick und schwupps – schon ist man in der Falle. Konflikte, die aus Missverständnissen oder nicht ausreichender Wahrnehmung des Gegenüber entstehen, begegnen uns im Alltag ständig. Doch wie kannst du präventiv dagegen vorgehen?

Trainiere deine Wahrnehmung

Die Wahrnehmung spielt im Coaching, aber auch in sämtlichen anderen Lebenslagen eine sehr große Rolle. Nur wenn wir in der Laaufmerksamkeitge sind, möglichst viele Feinheiten der Körpersprache des Gegenübers wahrzunehmen, können wir darauf eingehen und basierend auf den durch unsere Sinne gesammelten Informationen den weiteren Verlauf der Kommunikation gestalten. In diesem Sinne sind offene Sinneskanäle durch nichts zu ersetzen. Bestimmte innere Zustände korrespondieren mit bestimmten äußerlich sichtbaren Me rkmalen. Es ist nützlich diese Merkmale zu studieren, um den Prozess steuern zu können und zu wissen, wo der andere gerade steht. Durch dieses Mehr an Informationen kannst du deine Kommunikation entsprechend anpassen. So kannst du z.B. nachdem du dich gut auf dein Gegenüber eingestellt hast, anhand einer feinen Veränderung im Gesicht erkennen, ob ein Vorschlag gut ankommt oder ob vielleicht noch weitere Argumente notwendig sind.

Baue eine Beziehung auf

Ein weiterer wichtiger Bestandteil deiner Wahrnehmung sollte Rapport sein. Rapport bedeutet, Menschen auf ihrem Niveau anzusprechen und ihre Sprache zu verwenden, um sie von Gedanken zu überzeugen, die sie nicht verstanden hätten, wären sie in einer anderen Form dargestellt worden. Rapport ist die Fähigkeit, die Welt eines anderen zu betreten und zu ihm eine Brücke zu bauen. Es ist die Kunst, die Unterstützung und Mitarbeit anderer zu erhalten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Rapport ist eine Beziehung, die gekennzeichnet ist durch Zustimmung, gleiche Richtung oder Ähnlichkeit. Wenn der Rapport vorhanden ist, dann verschwindet der Widerstand. Rapport bedeutet, einen tiefen Kontakt zu dem Unbewussten des anderen aufzubauen. Manchmal sagt man auch: „wir waren auf einer Wellenlänge“, „wir hatten einen guten Draht zueinander“ oder „wir sind uns sympathisch“. Rapport ist sehr wichtig, wenn es um Vertrauen geht. Ein Arzt braucht das Vertrauen seines Klienten. Ein Verkäufer braucht das Vertrauen seines Kunden. Eine Mutter braucht das Vertrauen eines Kindes. Vieles in unseren täglichen Interaktionen dreht sich um Vertrauen. Menschen, die sich mögen und einen tiefen Kontakt zueinander haben, passen unbewusst ihr Ausdrucksverhalten einander an.
Dieses Phänomen lässt sich auch anders herum nutzen: Indem Du Dein  Ausdrucksverhalten an Deinen Gegenüber anpasst, vertiefst Du den Rapport zu ihm.

Kommuniziere erfolgreich

Nachdem man sich eine Weile dem Partner angeglichen und den Rapport hergestellt hat, kann man dazu übergehen, ihn zu führen und dadurch die Richtung der Kommunikation zu verändern. Führen heißt: jemanden auf der Basis von Rapport und im Sinne des Win-Win- Prinzips zu einem bestimmten Ziel oder Ergebnis hinzuführen. Es stellt auch eine Möglichkeit dar, um zu überprüfen, ob bereits eine vertrauensvolle Beziehung besteht. Ist dies der Fall, so wird der ateam-successndere nach kurzer Zeit unbewusst meinem Führen folgen. Wenn der andere mir noch nicht folgt, dann sollte ich wieder zum Angleichen zurückkehren. Mit dieser Methode kann ich beispielsweise jemanden aus einem schlechten Gefühlszustand heraus in einen besseren Zustand führen.  Wenn alle drei Kanäle zusammenpassen, dann spricht man auch davon, dass wir kongruent sind. Passen die Botschaften nicht zusammen, dann spricht man von Inkongruenz. In diesem Fall vertrauen wir zunächst auf die Körpersprache, dann auf die Stimme und zuletzt auf das gesprochene Wort – sicher weil wir schon oft die Erfahrung gemacht haben, dass uns jemand mit seinen Worten angelogen hat. Daher sagen manche  Körperspracheforscher: „Der Körper lügt nie.“

Versuche, in deinem Alltag deine Wahrnehmung zu schärfen, um zukünftig erfolgreicher kommunizieren zu können.