Fit ins neue Jahr starten

Gute Vorsätze einhalten – und das auf Dauer!

Die Sache mit den guten Vorsätzen

Gute Vorsätze zum neuen Jahr gehören ebenso zu Sylvester wie das Bleigießen. Immer wieder und überall höre ich sie, diese Worte, diese Sätze:

rock-1573068_1280Ich müsste  … mehr Sport machen, aber was?
Ich sollte… abnehmen, aber wie?
Ich könnte… häufiger entspannen, aber wann?

Hast Du Dir für das nächste Jahr auch vorgenommen, Dich mehr zu bewegen, gesünder zu ernähren und Stress zu reduzieren?

Mit diesen guten Vorsätzen bist Du nicht allein. Aber, nur 7 % der gefaßten Vorsätzen überdauern den Januar. Die häufigste Ausrede der Sportvermeider ist der innere Schweinehund, ich nenne ihn Michi. Er steht fast jedem zweiten im Weg, lockt zum Sofa und zur Fernbedienung statt in die Turnschuhe.

Doch es gibt einen Trick, den ständigen Kampf mit dem inneren Schweinhund zu beenden. Statt ihn zu bekämpfen, müssen wir ihn mit ins Boot holen. Michi muss mit Deinen Zielen einverstanden sein. Meistens treffen wir Vorsätze aufgrund unseres rationalen Verstandes. Der reagiert auf ZDF (Zahlen, Daten, Fakten). Er sagt uns, dass wir uns mehr bewegen sollten, ein paar Kilo abspecken und weniger Stress haben sollen.

belly-2354_1920Diese rationalen Vorsätze klappen entweder gar nicht oder nur für kurze Zeit, weil es sooo anstrengend ist, sie zu verfolgen, weil sie zu rational, zu wenig emotional sind.
Wir brauchen klare Bilder und gute Gefühle, um unsere Ziele umzusetzen. Antonio Damasio hat in Untersuchungen herausgefunden, das Gefühle wesentlicher Bestandteil emotionaler Entscheidungsprozesse sind.

Es gibt KEINE Entscheidung ohne Gefühle!

Michi will Spaß haben und mit guten Gefühlen, klaren Bildern gelockt und belohnt werden wie z.B. die Couch nach dem Sport.

Ein Beispiel: Stell Dir sich vor, Du sitzt beim Arzt und der Arzt sagt: „ Frau Meier, Ihre Werte sind sehr bescheiden, Sie müssen sich dringendst mehr bewegen und auch abnehmen!“

Weißt Du, was in diesem Moment in Deinem Inneren abgeht? Deine Vernunft, stimmt dem zu, aber Michi gleicht diese Informationen innerhalb von Millisekunden mit alten Erfahrungen ab und „antwortet“ (innerlich und mit Körperreaktionen):
“Auweia, das wird anstrengend, da schwitzt Du ja so und kommst vielleicht auch noch aus der Puste“ und diese Informationen wird er anhand von Körpersignalen weiter leiten inklusive der Information: „Nein, danke, laß mal!“

Wähle Ziele, die Du liebst

Es gibt keine Pauschalrezepte für den Weg zu DEINEM Ziel. Der wichtigste Schritt ist immer herauszufinden, was ich brauche, damit es mir gut geht. Die meisten wissen sehr gut, was sie nicht wollen, was genau sie aber wollen, ist ihnen oft unklar!

Nicht zu viel auf einmal

Möchte ich mehr Bewegung in meinen Alltag bringen oder brauche ich eher Entspannung? Möchte ich meine Ernährung verändern oder wünsche ich mir mehr Zeit für mein Hobby? Oftmals nehmen wir uns viel zu viele Ziele auf einmal vor. Am liebsten wollen wir dann alles auf einmal und das bitte ab sofort. Teile Deine Ziele also in kleine umsetzbare und erreichbare Schritte auf.

Bleibe realistisch

Muß es immer das Fitness-Studio sein, um fit zu werden? Ein Beispiel aus meinem Berufsalltag:
Eine 45-jähirge Patienten, vollzeitarbeitend, alleinerziehend mit 8-jähriger Tochter kommt mit einem Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule und der Option der Operation zu mir. Voller Angst sich zu bewegen, voller Angst, operiert werden zu müssen. Depressiv verstimmt, ohne Hoffnung. Unser erstes Ziel: Schmerzfreiheit.

Im Laufe der Behandlung kehrt so langsam ihr Lebensmut wieder. Dann kommt die Frage auf, wie es weiter gehen soll, sie weiß, sie muß und will etwas tun, aber Fitness-Studio geht nicht. Wir haben ihr ein passendes Programm zusammengestellt, welches sie in ihren Tag einbaut, und seitdem regelmäßig durchführt.

Genieße Dein Leben

Ziele sind gut und schön, doch der Weg dahin sollte keine Qual sein, sondern Spaß machen. Melde Dich also nicht aus Vernunftgründen im Fitnessstudio an, wenn Du viel lieber draußen spazieren gehst. Suche Dir eine Bewegungsform, die Dir Spaß macht, denn mit Spaß ist Michi immer einverstanden.

Wenn Du nur drei Monate konsequent Dein Ziel verfolgst, wird diese Gewohnheit automatisiert wie das tägliche Zähneputzen. Bewegst Du Dich dann plötzlich eine Weile nicht mehr, dann fehlt Dir was! Wenn man das geschafft hat, kann man seine Ziele sogar mit Genuss verfolgen. Und aus Work-Life-Balance wird Life-Work-Balance und es entstehen ganz neue Kreationen wie Gesund-Genuß-Balance oder Sport-Bequem-Balance

brucks-connyCornelia Brucks, Physiotherapeutin,
Heilpraktikerin & Coach

Im Laufe meines Berufs Weges als Physiotherapeutin habe ich festgestellt, dass Physiotherapie nur dann helfen kann, wenn der Patient mitmacht. Viele Beschwerden und Krankheitsbilder hätten schon im Vorfeld durch eine Lebensstiländerung vermieden werden können. Gerade die Prävention lässt sich im Zusammenspiel aus sportlicher Anleitung, psychologischer Beratung und motivierendem Coaching am besten umsetzen.vitalcoaching

www.vitalcoaching-frankfurt.de

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