Kategorie: Coaching-Blogs

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Neurobiologie im Coaching – Was Coaches, Personaler und Führungskräfte wissen müssen

head-663997_640„Menschen lernen am besten unter Druck“. Diese Aussage hört man oft, vor allem von Menschen in führenden Positionen über das Lernverhalten ihrer Mitarbeiter. Dass es sich hierbei um ein hartnäckiges Vorurteil handelt und das Gehirn unter Stress und Druck in den meisten Fällen lediglich automatisch auf bewährte Denkmuster zurückgreift, wissen die wenigsten.

Neurobiologie: Über unser Hirn und seine Belohnungssysteme

Neuronen, Milliarden von Nervenzellen, vernetzen sich zu komplexen Strukturen und Verbindungen in unserem Gehirn, die die unterschiedlichsten Aufgaben haben. Die Netze verändern sich in Abhängigkeit von den Aufgaben und Anforderungen, die unser Gehirn tagtäglich zu lösen hat. Letztendlich bilden sie unsere Erfahrungen, Emotionen, Erlebnisse und unser Wissen ab.

Über Botenstoffe kommunizieren miteinander verbundene Neuronen, abhängig von Art und Menge des Botenstoffs, werden Botenstoffe übertragen, die Reaktionen auslösen. Eindrücke von außen beurteilt unser Gehirn durch den Vergleich mit bereits gemachten Erfahrungen und Erlebnissen und den dabei erzielten Ergebnissen. Unser Gehirn ist so programmiert, dass es mit seinen Entscheidungen die Erhaltung und Entwicklung unserer Spezies sichert. Als besonders hilfreich und förderlich hat sich hierbei aus der Perspektive unseres Gehirns soziale Resonanz, also das Miteinander von Menschen und gemeinsames Vorgehen erwiesen. Daher ist unser Motivations- und Belohnunssystem genau darauf ausgerichtet.

Dopamin, Oxytozin und die Opioiden gelten als entscheidende Botenstoffe innerhalb unseres Belohnungssystems.  Opioide haben einen positiven Einfluss auf die Lebensfreude und stärken das Immunsystem. Dopamin ist ein Botenstoff, der Wohlbefinden, Konzentration und Handlungsbereitschaft bewirkt. Der „Zusammengehörigkeitsbotenstoff“ Oxytozin fördert soziale Bindungen, er bewirkt Wohlgefühl, sorgt für Entspannung, senkt den Blutdruck, dämpft Ängste und Stress.

Unser Gehirn erinnert sich übrigens sehr gut an Ereignisse und Personen, die unser Oxytozin-Level gesteigert und damit für gute Gefühle gesorgt haben: Aus diesen Erinnerungen erwächst dann unser Vertrauen. Die Botenstoffe, die uns motivieren, werden von unserem Gehirn dann ausgeschüttet, wenn wir Ziele erreichen, die ihm lohnenswert erscheinen. Das sind in erster Linie die Ziele, die mit Zuneigung, Wertschätzung, Anerkennung und Liebe in Verbindung stehen. Statussymbole, beruflicher Erfolg, finanziell erreichte Ziele oder besonders teure Anschaffungen haben aus der Sicht unseres Gehirn letzten Endes nur den Sinn, dadurch Anerkennung und Zuwendung zu erhalten. Die positiven Gefühle, mit denen unser Hirn die Erreichung materialler Ziele belohnt, sind eher kurzlebig und oberflächlich.

Was bedeutet das nun für die Mitmenschen und Kollegen?

hand-1311786_640Zurück in den Alltag: Menschen streben privat, aber auch in ihrer Funktion in einem Unternehmen nach guten Beziehungen sowie Anerkennung und erwarten das Gleiche von anderen Menschen.

Dabei entsteht wechselseitige Resonanz zwischen Menschen grundsätzlich in fünf Stufen:

  • Emotionale Resonanz: Menschen „schwingen“ sich aufeinander ein, z.B. über gemeinsame Gesprächsthemen.
  • Gemeinsames Handeln: Menschen handeln miteinander und verfolgen gemeinsame Ziele.
  • Verstehen von Motiven und Absichten: Menschen verstehen, was in anderen vorgeht.
  • Sehen und Gesehen werden: Menschen wollen wahrgenommen werden.
  • Gemeinsame Aufmerksamkeit: Menschen richten ihre Aufmerksamkeit auf ein gemeinsames Objekt.

Erreichen Menschen eines dieser Ergebnisse, so führt das automatisch zu innerlichen Glücksgefühlen, besserer mentaler und körperlicher Gesundheit und erhöhter Leistungsbereitschaft.

Wenn unser Belohnungssystem erkennt, dass keine Möglichkeit auf soziale Zuneigung und Anerkennung besteht, dann schaltet es automatisch ab, verliert an Antrieb oder hört im schlimmsten Fall komplett auf zu funktionieren. Wer Menschen motivieren will, muss die Rahmenbedingungen und die Möglichkeit, für Kooperation, Beziehungen, Zuwendung und Anerkennung, zu schaffen.

Wie konzipiert man ein Coaching gehirngerecht?

Wenn ein Seminar die Teilnehmer einladen und ermutigen soll, neue Erfahrungen zu machen, dann gelingt das vor allem, wenn in der Seminargestaltung folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Unsere innere Landkarte ist nicht die Realität, denn jeder Mensch hat seine eigene individuelle Landkarte.
  • Das Lernniveau sollte alle Teilnehmer ansprechen und so gewählt sein, dass alle miteinander agieren können.
  • Verbundenheit innerhalb der Teilnehmergruppe ermöglicht es, eine sichere, vertraute und offene Atmosphäre zu schaffen. Hierbei eignet sich kein Frontalunterricht des Trainers, sondern kurze erlebnisaktivierende Einheiten, in denen die Teilnehmer das Erarbeitete miteinander austauschen.

Coaching – die Königsdisziplin am Beispiel eines Flugangst Coachings

Von Ingrid Huttary, NLP-Lehrtrainerin am Landsiedelstandort Berlin und NLP-Master-Coach .

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Als ich vor über 15 Jahren auf meinem ersten Infoabend über Trainer- und Coachausbildungen war, kannte ich noch nicht einmal den Unterschied zwischen Training und Coaching. Seither ist viel Wasser den Rhein runtergeflossen (ich komme ursprünglich aus der Gegend von Köln).

Seit gut 10 Jahren lebe ich davon, zu trainieren und zu coachen. Wenn ich Trainings gebe, dann heißt das, dass ich meinen Teilnehmern Wissen vermittle. Bei genügend Zeit, sprich bei ausreichend langen Trainings, begleite ich sie dann noch dabei, aus diesem Wissen ein erstes Können zu machen, indem sie unter meiner Anleitung üben und wir uns über ihre Erfahrungen austauschen.

Coaching eröffnet den Zugang zur eigenen Lösung

Coaching ist für mich im Vergleich zum Training die Königsdisziplin. Beim Coaching vermittle ich kein Wissen, sondern ich wende mein Können an, um die Menschen, die sich mir anvertrauen, dabei zu begleiten, den Zugang zu ihrer Lösung zu finden.

Die Grundlage dieser Arbeit bilden mein Erfahrungsschatz und meine Fähigkeit, die Inhalte und die Strukturen der Herausforderungen, mit denen Menschen zu mir kommen, zu trennen. Und der feste Glaube an die NLP-Vorannahme: Jeder Mensch hat bereits alle Ressourcen, die er zur Lösung seines Problems braucht, in sich. Meine Aufgabe ist es, diese Ressourcen zu aktivieren und in der dem Problem angemessenen Art und Weise und Reihenfolge nutzbar zu machen.

Die Struktur der Flugangst

Gerade vor ein paar Wochen hatte ich erst ein Flugangstcoaching. Wer unter Flugangst leidet, hat zunächst mitnichten das Gefühl, die notwendigen Ressourcen zur Bewältigung des Problems in sich zu tragen. Die meisten Menschen, die unter Flugangst leiden, wissen, dass ihre Angst irrational ist. Aber da liegt eben die Krux – Wissen hat noch nie Einfluss auf irrationale Reaktionen gehabt. Es nützt dem Betroffenen herzlich wenig, wenn ich ihm erzähle, dass rein statistisch gesehen, Flugzeuge die sichersten Verkehrsmittel der Welt sind. Und doch liegt die Lösung im Klienten – nur eben nicht im kognitiven Bereich.

Die Frau mit der ich gearbeitet habe, litt seit Jahren unter zunehmender Flugangst. Sie fühlte sich dieser Angst hilflos ausgeliefert – kein besonders ressourcevoller Zustand. Und doch ist es uns gelungen, das Problem in weniger als 30 Minuten in den Griff zu bekommen – mit der so genannten V-K-Dissoziation. Dabei habe ich die Klientin angeleitet, den inneren Film, der zur Angst führte und das Gefühl – die Angst – zu trennen. Ich habe sie mithilfe einer Kinometapher eingeladen, aus sicherer Distanz den Film zu betrachten, der ihrer Angst zugrunde lag und diesen dann immer schneller rückwärts laufen zu lassen. Eine kleine Intervention mit erfahrungsgemäß großer Wirkung.

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Am nächsten Tag sind wir gemeinsam geflogen und meine Klientin konnte kaum glauben, dass die kleine, kurze Intervention vom Vortag einen derartigen Effekt hatte. Ihre Angst war tatsächlich wie weggeblasen und sie konnte es zum ersten Mal so richtig genießen, während des Fluges aus dem Fenster zu schauen.

Vorhandene Ressourcen aktivieren

Die Ressourcen für die Veränderung waren alle bereits bei der Klientin vorhanden: der innere Film, das Gefühl, die Fähigkeit zur Dissoziation und damit die Fähigkeit, die inneren Abläufe Film und Gefühl voneinander zu trennen. Ich als Coach habe meine Erfahrung und mein Wissen um die Struktur des Problems eingebracht und die Frau angeleitet, ihre Ressourcen in der für das Problem angemessenen Reihenfolge zu nutzen.

Hier offenbart sich auch gleich eines der Missverständnisse, die mir in Bezug auf die Grundannahme, dass jeder Mensch alle Ressourcen bereits in sich trägt, immer mal wieder begegnet. Gerade Menschen, die selbst schon einige Ausbildungen absolviert haben, wie den Practitioner und den Master, denken oft, dass sie doch nun wirklich alle Ressourcen in sich haben und all ihre Herausforderungen ohne Hilfe selbst in den Griff bekommen müssten.

Warum ein Coaching auch für Coaches sinnvoll ist

Und ich denke auch, dass ich mir mit NLP in sehr vielen Lebenssituationen selbst helfen kann. Aber eben nicht in allen. Wenn ich einen richtigen Knoten im Hirn habe und auch noch emotional verstrickt bin mit meinem Problem, dann fehlt mir die nötige Distanz, um Inhalt und Struktur zu trennen. Dann habe ich zwar alle Ressourcen, die ich für die gewünschte Veränderung brauche in mir, brauche aber trotzdem noch jemanden, der mir hilft, diese Ressourcen auch zu aktivieren.

Und deswegen gehe auch ich, die ich seit vielen Jahren als Coach arbeite, immer mal wieder zu Kollegen – weil ich aus Erfahrung weiß, wie wertvoll es ist, sich von jemand anderem führen zu lassen auf dem Weg zur eigenen Lösung.

Ingrid Huttary, Entscheidungs- und Dranbleibcoach, schreibt jede Woche auf ihrem Blog http://geschafft.net über Themen rund um Selbstmotivation und Lebensfreude.

Gastautoren für Coaching Blog gesucht!

Gastbeiträge für Coaching-Blog Für unseren Coaching-Blog suchen wir Gastautoren, die unseren Blog interessanter, abwechslungsreicher und bunter machen. Wir denken da z.B. an praktizierende Coaches, die uns erzählen, wie sie arbeiten, welche Methoden sie einsetzen oder vielleicht sogar ein anonymisiertes Fallbeispiel bringen. Gerne können aber auch diejenigen etwas schreiben, die gecoacht wurden und nun andere an ihren Erfahrungen teilhaben lassen wollen. Es können auch diejenigen schreiben, die etwas Tolles anzubieten haben, was Coaches gebrauchen können, z.B. eine nützliche APP oder ein Coaching-Tool.

Anforderungen an unsere Gastbeiträge:

1. Der Beitrag muss etwas mit dem Thema Coaching zu tun haben.

2. Der Beitrag muss im Vergleich zu bereits vorhandenen Artikeln neue Aspekte aufzeigen. Wenn das Thema schon einmal behandelt wurde, dann ist es möglich, das Thema weiter auszubauen oder es nochmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

3. Der Beitrag muss exklusiv für uns geschrieben sein. Das heißt, der Beitrag darf nirgendwo sonst veröffentlicht werden.

4. Der Beitrag muss für den Leser Mehrwerte bieten. Ein reiner Verkaufstext ist nicht im Sinne unseres Blogs. Der Beitrag darf aber auch auf Dienstleistungen oder Artikel des Schreibers hinweisen. Auf das Verhältnis kommt es an. Wir behalten uns etwaige Änderungen am Text stets vor.

5. Der Beitrag muss gut geschrieben sein. Wir wünschen uns einen strukturierten, leicht verständlichen, logisch argumentierten Beitrag, der mit Beispielen und einer persönlichen Note des Autors versehen ist sowie möglichst keine Rechtschreibfehler enthält. Fremdwörter und komplizierte Fachbegriffe sollen vermieden werden – falls die Verwendung zwingend notwendig ist, müssen die Fremdwörter oder Fachbegriffe unbedingt kurz erläutert werden.

6. Der Beitrag muss vom Autor selbst geschrieben sein. Die Inhalte des Beitrages müssen also von dem Autor selbst kommen und dürfen nicht einfach irgendwo aus dem Internet geklaut sein.

7. Zudem müssen wir uns rechtlich absichern: Wenn sich der Autor auf irgendwelche Studien oder sonstige Quellen bezieht, dann müssen die Quellen immer mit angegeben werden. Wenn der Autor beispielsweise eine These aufstellt, die auf eine Studie zurückzuführen ist, dann muss die Quellenangabe dieser Studie mit angefügt werden.

8. Formelle Anforderungen: Der Beitrag sollte mindestens 500 Wörter lang und durch Zwischenüberschriften und Aufzählungen übersichtlich gestaltet sein. Zu dem Thema passende Bilder dürfen gerne mit angehängt werden, allerdings nur, wenn die Rechte an diese Bilder bei dem Autor selbst liegen.

9. Am Ende des Artikels darf sich der Autor selbst kurz vorstellen. Wir wünschen daher ein Kurzprofil mit einem Bild des Autors und ein paar Informationen, die dem Leser diese Frage beantworten: Was hat der Autor mit Coaching zu tun und warum kann er kompetent über dieses Thema berichten?  An dieser Stelle setzen wir auch gerne einen Link zu der Homepage des Autors.

10. Zuletzt möchten wir Dich bitten, das Konzept Deines Beitrages vorab mit uns abzustimmen, da es immer zu Dopplungen kommen kann und wir Deinen Beitrag dann ablehnen müssten. Wenn Du einen Gastbeitrag für uns schreiben willst, dann schicke uns bitte vorab eine kurze Beschreibung Deines Beitrages. In dieser Beschreibung soll unbedingt der Titel des Beitrages enthalten sein. Zudem soll deutlich sein, worum es in Deinem Beitrag gehen soll und warum Dein Beitrag zu unserem Blog passt. Wenn Deine Kurzbeschreibung fertig ist, schicke diese bitte an coaching-blog@landsiedel-seminare.de.

Wir freuen uns auf Deinen Beitrag!

Berenfänger – Blog für lebendiges Coaching

BerenfängerHeute stelle ich euch den Blog BERENFÄNGER vor: www.berenfaenger.com/blog
Harald Berenfänger aus Bonn betreut ihn – ein Blog zum Thema Coaching, Stimme und Körpersprache, Provokatives Coaching, Neurolinguistisches Programmieren, Transaktionsanalyse, Lösungsfokussierte Kurztherapie und mehr.

Er selbst ist Systemischer Business-Coach, NLP Trainer und Inhaber von Coaching-Training-Kommunikation. Harald genoss eine umfassende Ausbildung im Einsatz von Stimme und Körpersprache bei Katja Dyckhoff und Thomas Westerhausen. Des weiteren absolvierte er Weiterbildungen in Regie und Schauspiel/Method Acting bei John Costopoulos und Gereon Nussbaum.

Im BERENFÄNGER erfährst Du die Neuigkeiten zu Haralds Arbeit, seinen Seminaren und Eindrücken zu Artikelbeiträgen rund um das Thema Coaching, Stimme und Körpersprache, aber auch Buchvorstellungen und Videoclips teilt er mit seinen Lesern.

Viel Spaß beim Entdecken!

www.systemischercoach.de

Stephan Landsiedel
Heute möchte ich Euch den Blog von Felix Beilharz vorstellen. Die Adesse ist www.systemischercoach.de. In seinem Blog berichtet Felix über seine einjährige Ausbildung (22 Präsenztage, 7800 Euro) zum systemischen Business Coach in Reutlingen.
Er hat diesen Blog während der Ausbildungszeit geführt, um Lesern, die sich für eine Coaching-Ausbildung und Coaching interessieren, einige Einblicke in den Ablauf, die Inhalte und die Dynamik dieser Ausbildung zu geben. Er schildert seine Motivation für die Ausbildung und was sich in den einzelnen Modulen getan hat. Dabei spricht er den Leser durch Videoausschnitte, Bilder und Fotos der Flip-Charts an. Zwischendurch werden immer mal wieder auch Bücher zu den Ausbildungsthemen vorgestellt und Interviews mit Coaches, Trainern und Teilnehmern geführt. Die Darstellung gefällt mir sehr gut und ich habe viele Themen unserer eigenen Coaching-Ausbildung wiedergefunden, z.B. systemische Fragen, Wunderfrage, provokatives Coaching, Wertearbeit, Lebensrad, Business-Modelle, Fallstudien, inneres Team und vieles mehr. In jedem Fall lohnt es sich mal einen näheren Blick auf die vielen Infos zu werfen, die Felix hier bereit gestellt hat. Ganz herzlichen Dank, Felix, für den Hinweis auf den Blog.

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