NLP Bibliothek: II. Ebene der Diamond Technik

9.2 II. Ebene der Diamond Technik

Die Möglichkeiten der Diamond Technik erhöhen sich um ein Vielfaches, wenn noch folgende zwei Fragen dazugenommen werden:

  • Was wird dadurch ermöglicht?
  • Was wird dadurch verhindert (ent-möglicht)?

Die Frage nach der Ermöglichung ist von der Core Transformation her bekannt. Dort fragt man sinngemäß: Wofür ist X gut? Denn viele Dinge - vor allem negative - machen erst in ihrer Funktion einen Sinn. Daher ist es wichtig, sich zu fragen, wofür das Problem gut ist.

Die Frage nach den Verhinderungen - den "Ent-möglichungen", wenn man so will - ist im NLP vom sogenannten Ökologie-Check her vertraut. Wenn dort ein wohlgeformtes Ziel erarbeitet wurde, dann wird auch standardmäßig danach gefragt, ob es irgendwelche negativen Auswirkungen der Veränderung gibt.

Diese beiden Fragen der zweiten Ebene können an jedem der vier Punkte des Diamond gestellt werden.

Verhindern ermöglichen

Zusammenfassung

Beginne mit einem Problem:


  1. Bestimme das zugehörige Ziel (Wohlgeformtheit!)
  2. Was haben Problem und Ziel gemeinsam?
  3. Was ist jenseits von Problem und Ziel?
  4. Bestimme für alle vier Punkte jeweils die Ermöglichung und die Verhinderung.
  5. Anschließend wendet man sich erneut dem ursprünglichen Problem und dem angestrebten Ziel zu.

Oftmals wird es so sein, dass sowohl das Problem als auch das Ziel jetzt völlig neu beurteilt werden. Dann ist es bisweilen sinnvoll, noch einmal einen Basis-Diamond mit der neuen Sicht des Problems und dem entsprechenden Ziel zu beginnen. In vielen Fällen ist das aber nicht mehr notwendig. Denn oft wird eine Problem-Auflösung eingetreten sein. Typische Kennzeichen sind:

  • neue Sichtweisen und Perspektiven in bezug auf das ursprüngliche Problem
  • ein sehr viel freundlicherer Umgang mit den eigenen Problemen
  • eine deutlich gesteigerte Flexibilität und Souveränität im Umgang mit den Problemen
  • das Problem wird überhaupt nicht mehr als Problem empfunden (sondern vielmehr als Chance, als Herausforderung oder sogar als eine Ressource)

Übungsvorschläge:


  1. Wähle ein Theorem für Deine Arbeit und gehe damit den Diamond durch.
  2. Nimm ein Ziel von Dir und gehe damit den Diamond durch. Bilde mehrere Diamonds.
  3. Schicke Dein Mission-Statement durch den Diamond. Lass Deine Kreativität sich entfalten.
  4. Wähle eine NLP-Vorannahme und gehe damit den Diamond durch. Bilde mehrere Gegensätze und entwickle so einen Diamond-Fächer. Wie geht es Dir im Anschluss in bezug auf die NLP-Vorannahme?
  5. Wähle ein Problem und gehe damit den Diamond durch. Bilde mehrere Diamonds in einem Netzwerk.