NLP Bibliothek: Wozu kann man das Modeling anwenden?

10.2 Wozu kann man das Modelling anwenden?


  1. Verbesserung der Meta-Kognition:
    Um etwas besser zu verstehen, damit man es z.B. lehren kann.
  2. Verbesserung einer Leistung:
    damit man etwas immer wieder wiederholen kann und es so lange verfeinert, bis es richtig gut ist, Beispiel: Sportler. Die Top-Experten werden dabei genau unter die Lupe genommen.
  3. Erreichung eines bestimmten Ergebnisses:
    z.B. Buchstabieren, Bekämpfung von Phobien oder Krankheiten. Hierbei werden die erfolgreichen Fälle oder Beispiele untersucht.
  4. Übertragung auf anderen Inhalt:
    Prozesse, die in einem Lebensbereich oder Kontext nützlich sind, können in einen anderen Bereich übertragen werden.

Drei Grundperspektiven beim Modelling

Wozu Modelling

Bei einem gelungenen Modelling wird ein bestimmtes Phänomen oder Auftreten aus mehreren Perspektiven angeschaut. Hier kommen uns die drei Wahrnehmungs-positionen aus dem NLP-Practitioner sehr zu Hilfe.

Die erste Position stellt die eigene Perspektive dar - die Situation wird voll assoziiert mit sich selbst erlebt.

Die zweite Position ist die Perspektive des anderen - man betrachtet sich und die Situation dissoziiert von sich selbst.

In der dritten Position ist man unbeteiligter Beobachter und nimmt somit eine Außenperspektive ein.

  • Modelling aus der ersten Position heißt, etwas selber ausprobieren und dem nachzugehen, auf welche Weise "Wir etwas tun. Wir sehen, hören und fühlen aus unserer eigenen Perspektive.
  • Modelling aus der zweiten Position bedeutet, "in den Schuhen"der Person zu stehen, die modelliert wird, und zu versuchen, so weit wie möglich zu denken und zu handeln wie diese andere Person. Dies kann wichtige intuitive Einsichten über bedeutsame aber unbewusste Aspekte des Denkens und Handelns der modellierten Person vermitteln.
  • Modelling aus der dritten Position würde heißen, dass man zurücktritt und als unbeteiligter Zeuge beobachtet, wie die zu modellierende Person mit anderen (einschließlich uns selbst) interagiert. In der dritten Position setzen wir unser persönliches Urteil außer Kraft und achten nur auf das, was unsere Sinne wahrnehmen, wie ein Naturwissenschaftler ein bestimmtes Phänomen durch ein Teleskop oder durch ein Mikroskop untersuchen würde.
  • Die vierte Position würde eine Art intuitiver Synthese all dieser Perspektiven meinen, um ein Gefühl für die ganze "Gestalt" zu bekommen.