NLP-Bibliothek: 10.4 Grundphasen des Modeling (aus Dilts: Modeling mit NLP)

10.4 Grundphasen des Modeling (aus Dilts: Modeling mit NLP)

Die folgenden Grundphasen des typischen NLP-Modeling-Prozesses spiegeln den Weg vom impliziten zum explizitem Modeling, das im Keim in Grinders ursprnglichem Vorschlag an Bandler angelegt war:

Vorbereitung

Zur Vorbereitung des Modeling gehrt (1) die Auswahl einer Person, die die Fhigkeit hat, die man modellieren will,
und (2) folgendes festzulegen:

  • den Kontext, in dem das Modelling stattfinden soll
  • wo und wann man Zugang zu der zu modellierenden Person haben mchte
  • welche Beziehung man mit der zu modellierenden Person haben mchte
  • in welchem Zustand man beim Modelling sein wird

Auch gehrt dazu, die entsprechenden Bedingungen, Anker und "Rettungsleinen" einzurichten, die einem erlauben werden, sich dem Projekt voll zu widmen.

Phase 1: Unbewusster Einstieg

Involviere in der ersten Phase des Modeling-Prozesses die Person, die modelliert werden soll, innerhalb eines entsprechenden Kontextes in ein Beispiel der gewnschten Leistung oder Fhigkeit. Beginne das "Modeling", indem Du in die zweite Position gehst, um intuitiv ein Gefhl fr die Fertigkeiten zu bekommen, welche die Person zeigt. Dies geschieht, ohne dass nach irgendwelchen speziellen Mustern geschaut wird. Vielmehr nehme einfach die Haltung und Physiologie des Modells ein und versuche, Dich innerlich mit ihm oder ihr zu identifizieren.

Manchmal ist es besser, die Mikro-Muskelbewegungen des Betreffenden zu bernehmen statt die offensichtlichen Aktionen der Person zu spiegeln. Das offensichtliche Verhalten des Modells ist die Oberflchenstruktur. Mikro-Muskelbewegungen und nderungen in der zweiten Position werden es Dir ermglichen, zu der darunter liegenden Tiefenstruktur vorzudringen. (Auerdem kann offensichtliches Spiegeln den Menschen, den man modellieren mchte, manchmal ablenken.)

Dies ist die Phase des "unbewussten Einstiegs". Versuche (noch) nicht, bewusst zu verstehen, was das Modell tut. Filter aufzubauen kann dazu fhren, dass Du wichtige Informationen verlierst. Du weit noch nicht, was wichtig ist und was nicht. In dieser Phase ist es oftmals ntzlich, von einem Zustand des "noch-nicht-Wissens" auszugehen. Dies ist ein Zustand, in dem alle bisherigen mentalen Landkarten und Vorannahmen im Bezug zum eigenen aktuellen Erleben beiseite gelegt werden. Wenn jemand sich in einen Zustand des "Nicht-Wissens" versetzt, versucht er oder sie, alle bisherigen Vorannahmen fallen zu lassen und sich eine frische und unvoreingenommene Meinung von einer bestimmten Situation oder Erfahrung zu bilden.

Wenn Du merkst, dass Du in der zweiten Position ein gutes intuitives Gespr fr die Person, die Du modellierst, entwickelt hast, bringe Dich in einen Kontext, in dem Du die untersuchte Fertigkeit anwenden kannst. Beginne die Fertigkeit innerhalb dieses Kontextes auszuprobieren, "als ob" Du die Person wrst, die Du modelliert hast. Versuche anschlieend, dieselben Ergebnisse zu erreichen, indem Du "Du selbst" bist.

Dies wird Dir eine sogenannte doppelte Beschreibung der betreffenden Fertigkeit vermitteln, die Du modellierst. Wenn Du in etwa dieselben Reaktionen hervorrufst wie das Modell, ist die erste Modeling-Phase abgeschlossen.



10.4 Phase 1 Unbewusster Einstieg

10.4.1 Phase 2 Subtraktionsprozess / Phase 3 Entwurf



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