NLP Bibliothek: Die Ermittlung von Merkmalen im Modelling - Prozess

10.5 Die Ermittlung von Merkmalen im Modelling - Prozess

Die wichtigsten Merkmale oder Unterscheidungen, auf die beim NLP-Modeling-Prozess geachtet wird, sind:


  1. Physiologie
    Beobachten von Körperbau, Haltungsmustern, Gesten, Symmetrie und Art der Bewegung, Augenbewegungen und andere Zugangshinweise, etwa verbale Muster wie Stimmlage und Sprechtempo (das B.A.G.E.L.-Modell).
  2. Kognitive Strategien
    Beobachten der Bevorzugung bestimmter sinnesspezifischer Repräsentationssysteme, Submodalitätenmuster und gewohnheitsmäßiger kognitiver Sequenzen (das R.O.L.E.-Modell).
  3. Meta-Programm-Muster
    Beobachten allgemeiner Organisationsmuster wie Zeitwahrnehmung und -management, Beziehungen zu Nahestehenden, Zielorientierung usw.
  4. Glaubens- und Wertesysteme
    Beobachten aller geäußerten Werte, Regeln, Einstellungen und Vorannahmen über das zu modellierende Verhalten oder die betreffende Fertigkeit.
  5. Meta-Muster
    Beobachten der Interaktion zwischen der Person, die modelliert wird, und den anderen Personen, mit denen sie in der Situation, die Sie modellieren, zu tun hat. Achte auf alle Muster in der Kommunikation und in den Beziehungen zwischen der modellierten Person und den anderen, die mit der Situation zu tun haben.

Selbstverständlich werden einige dieser Unterscheidungskriterien für das Modellieren mancher Fähigkeiten relevanter sein als andere.

Einfaches Verhaltensmodeling zum Beispiel wird am ehesten einen Schwerpunkt auf bestimmte Muster in der Physiologie legen. Andererseits wird das Modeling einfacher kognitiver Fähigkeiten im Allgemeinen einen Schwerpunkt auf Repräsentationssysteme und Submodalitäten legen. Das Modeling einer komplexen Verhaltensfähigkeit würde mehr Schwergewicht auf interaktiven Meta-Mustern verlangen und so fort.

Die folgende Liste zeigt, welche NLP-Unterscheidungskategorien sich im Allgemeinen auf die Fähigkeitsebene beziehen, die im Mittelpunkt eines bestimmten Modeling-Projekts steht:

  • einfach verhaltensspezifisch - besondere physische Hinweise und Aktionen
  • einfach kognitiv - Repräsentationssysteme und Submodalitäten
  • einfach linguistisch - Meta-Modell-Muster und Prädikate
  • komplex verhaltensspezifisch - S.C.O.R.E.-Modell-Unterscheidungen und Wahrnehmungspositionen
  • komplex kognitiv - S.O.A.R.-Modell-Unterscheidungen, Meta-Programm-Muster und logische Ebenen
  • komplex linguistisch - Kommunikations-Matrix-Unterscheidungen und Sleight of Mouth-Muster.