NLP-Bibliothek: 4.2 Texte zu den Verarbeitungsprozessen

4.2 Texte zu den Verarbeitungsprozessen


Anhand pointierter Absätze werden die drei Verarbeitungsprozesse Tilgung, Generalisierung und Verzerrung dargestellt und erläutert.

Tilgung


Ich bin eine Tilgung. Ich möchte die meisten Informationen für mich behalten. Quasi das schwarze Loch des Universums in der Sprache. Und jeder füllt das Loch auf seine Weise. Ich lasse am liebsten alles weg, weil es sowieso zuviel ist. Kurz und knapp ist die Devise.

Das ist für meinen Menschen von großer Wichtigkeit, da er sowieso nicht für alle Geschehnisse der Umgebung Kapazitäten hat. Oder ist es lebenswichtig zu wissen, wie viel Pflanzen in diesem Raum sind oder was das Nervensystem alles sendet, wenn diesen wichtigen Ausführungen gelauscht wird? die ganze Information würde ihn hemmungslos überfordern. Er braucht Klarheit und Kürze.

Mein liebster Stil ist der Telegrammstil, ist ja auch billiger und reicht aus. Da kann ich ohne Ende tilgen. Stellt euch vor, ich sagte anstatt des bequemen "es geht mir gut" "heute morgen habe ich schöne Musik gehört und bin dann hinaus gegangen, um mich sportlich zu betätigen und mit lieben Menschen zu treffen, habe dann gute Gespräche geführt und bin deswegen ziemlich zufrieden"! Da langweilen sich ja alle. Prägnanz ist angesagt! Der Vorgang ist uninteressant, das Ergebnis zählt. Na ja, ich kann meinen Menschen aber auch schon mal zur Verzweiflung bringen, nämlich dann, wenn ich in seiner Gegenwart gebraucht werde und meinem Menschen doch Verständnis wichtig ist. Wenn ihm Schlagworte wie Respekt, Strenge oder das Wesentliche um die Ohren gehauen werden und er sich seinen Teil denken muss. Dann verflucht er mich. Aber es gibt ja Gott sei Dank die Meta-Modell-Fragen.

Generalisierung


Ich bin eine Generalisierung. Ich bin entweder schwarz oder weiß, immer oder nie, alle oder keiner, zwischendrin gibt es nichts bei mir. Wozu auch? Es ist doch letzten Endes sowieso immer das gleiche. Man muss sich an die Regeln halten und dann kann nichts schief gehen.

Für meinen Menschen bin ich lebenswichtig. Denn es reicht ewig als Erfahrung, wenn er einmal auf die heiße Herdplatte gefasst hat. Er wird es nie wieder tun. Mit meiner Hilfe wird er alle Regeln brav einhalten weil er lernt, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Denn Regen kommt immer von oben, und das Leben muss organisiert werden. Ihr müsst mich auch unbedingt gebrauchen, ja ihr könnt gar nicht anders.

Aber wie bei schwarz und weiß bin ich für meinen Menschen auch nicht immer eine Erleichterung ... Wenn seine Mitmenschen sich durch seine unverrückbaren immer gültigen Lebensweisheiten genervt und gemaßregelt fühlen. Wenn er mit meiner Hilfe von Regeln und Meinungen überzeugt ist, die ihn immer nur das Schlechteste von sich glauben lassen, oder die ihn nichts Neues sehen lassen, weil es eben nicht sein darf. Wer bestimmt übrigens überhaupt, was sein darf und was nicht? Auf jeden Fall helfen ihm hier Meta-Modell-Fragen.

Verzerrung


Ich bin eine Verzerrung. Ich bin die rosa Brille der Verliebten, die dunkle Wolke, durch die die Schlechtgelaunten in die Welt blicken und ich bin ein individueller Spiegel Eures Spiegelkabinetts, durch das ihr Menschen die Umgebung und auch euch selbst betrachtet ...

Und ich bin wichtig, weil ich weiß, warum etwas so und nicht anders ist. Das hilft meinem Menschen sehr, wenn er sich orientieren will, wenn er Erklärungen für Geschehnisse sucht. Damit kann er vortrefflich Verantwortung abgeben und sich entlasten, also das arme Opfer sein oder aber er kann das Kindermädchen für andere werden....

Und ich bin die Meinung, die mein Mensch von sich aus über etwas hat, die aber nicht explizit ausgesprochen wird. Dabei sollte doch bekannt sein, dass das Schwierigkeiten geben kann. Ich tue so, als ob ich weiß, was andere denken. Und Euch macht das Metamodell Spaß, oder? Denn Ihr seid schlau genug, den Nutzen daraus zu ziehen und es anzuwenden. Denn das ist die richtige Art, zu lernen und sich zu entwickeln. Und dazu gibt es unendlich viele Wege. Unter anderem die Meta-Modell-Fragen.




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