NLP Bibliothek: Trennung von Absicht und Verhalten

5.5 Trennung von Absicht und Verhalten

Dies ist ein wichtiges NLP-Prinzip. Oftmals kann eine Absicht sehr positiv und gut sein, das Verhalten, mit dem die Absicht verwirklicht werden soll, jedoch nicht. Wir können die positive Absicht würdigen und das Verhalten ersetzen.

Im Herzen des Reframings liegt die Unterscheidung zwischen Verhalten und Absicht: zwischen dem, was man tatsächlich tut und dem, was man eigentlich durch dieses Verhalten zu erreichen versucht.

Beispiele:

1. Beispiel

  • Verhalten:
    Eine Frau macht sich ständig Sorgen um die Familie.
  • Mögliche Wirkung nach außen:
    Die Familie sieht es als Nörgeln an und nimmt es ihr übel.
  • Absicht:
    Ihre Art zu zeigen, dass sie sie liebt und sich um sie kümmert.

2. Beispiel

  • Verhalten:
    Ein Mann arbeitet sehr viel.
  • Mögliche Wirkung nach außen:
    Die Familie hat den Eindruck, er kümmert sich nicht genug um sie und wünscht sich, dass er mehr Zeit mit ihnen verbringt.
  • Absicht:
    Er liebt die Familie und möchte mehr Geld für sie verdienen.

Der Weg, unerwünschtes Verhalten loszuwerden, ist nicht, mit Willenskraft zu versuchen, es zu stoppen. Dies garantiert, dass es bestehen bleibt, weil Du ihm Aufmerksamkeit und Energie gibst. Finde eine andere, bessere Möglichkeit Deine Absicht zu verwirklichen. Eine, die mehr im Einklang mit Deiner Gesamtpersönlichkeit steht. Man zerstört nicht die Gaslampen, bevor man Elektrizität installiert hat, es sei denn, man will im Dunkeln sitzen.

(aus Neurolinguistisches Programmieren: "Gelungene Kommunikation und persönliche Entfaltung" von Joseph O´Connor und John Seymour)