NLP Bibliothek: Ziele Ericksons

6.6 Ziele Ericksons

Darstellung der Ziele, die Erickson mit seinem Hypnosestil verfolgt:

  • Eingehen auf das Niveau des Patienten:
    Der Therapeut begibt sich stets auf das vom Patienten vorgegebene verbale und nichtverbale Niveau des Denkens und Handelns. Ingenieuren erklärte Erickson anhand von Technikbeispielen, Gärtnern anhand von Pflanzen. Auf diese Weise kann er dem Patienten am besten begegnen und so eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen (Rapport). Er geht vollkommen in das Modell des Klienten hinein, statt ein objektiver Berater zu sein. Erickson selbst begriff sich als Ursache und verantwortlich für die Veränderung beim Klienten, wenn kein Erfolg kam, dann hatte er versagt, nicht der Klient.
  • Übernahme des Patientensystems:
    Durch das starke Eingehen auf den Patienten wird der Therapeut Teil seines Denk- und Vorstellungssystems. Auf diese Weise kann der Therapeut etwas ganz Unerwartetes tun und dadurch eine Verunsicherung hervorrufen, sowie die Einstellung labilisieren. Dies bildet die Grundlage, um die Handlungsweisen des Patienten modifizieren zu können.
  • Nutzbarmachung (Utilisation):
    Die Gesamtsituation wird nun so strukturiert, dass die dann eintretenden Veränderungen in der gewünschten Weise und Richtung so nutzbar gemacht werden, dass sie mit den Wünschen und Intentionen des Patienten kongruent sind. Auch Glaubenssysteme und Werte, alles, was der Klient mitbringt, wird genutzt. Sogar Widerstände werden utilisiert.
  • Schutz:
    "Grundbestandteil jeder Therapie ist es, den Patienten zu schützen und ihm innerhalb der Behandlung Sicherheit zu geben." (Kossak, 1989, S.132).