Am vergangenen Samstag, den 07.06.2014, fand zum vierten Mal unser kleiner Kongress in unseren Räumlichkeiten in Hamburg statt. Diesmal gab es sechs Sprecher, denen ca. 40 Zuhörer aufmerksam lauschten. Da ich selbst allen Vorträgen lauschen durfte, habe ich für Euch eine etwas ausführlichere Zusammenfassung erstellt. Viel Vergnügen damit!

Nimm Dein Leben in die Hand – Werteorientierung statt Frustration
Clemens Groß in HamburgClemens Groß, unser Institutsleiter in Hamburg, eröffnete um 9:30 Uhr den Kongress, begrüßte die anwesenden Teilnehmer und gab einen Überblick über den Tag. In seinem Vortrag ging es um das Thema Werte und Selbstdisziplin. Clemens begann mit der Geschichte des Frosches, der von einem Skorpion gefragt wird, ob er ihn auf die andere Seite eines Flusses bringen kann. Mitten auf dem Fluß sticht der Skorpion den Frosch, obwohl er dabei selbst ertrinkt. Aber es ist seine Natur, der der Frosch folgt. Tiere reflektieren eben nicht in dem Maße wie die Menschen es tun könnten.
Dann ging es um das Eisbergmodell, NLP-Grundannahmen und vieles mehr.
Clemens fragte die Teilnehmer: Worüber hast Du Dich das letzte Mal geärgert? Und lud sie dann ein, zu ergründen, welche Werte dahinter stehen. Denn wenn uns nichts daran wichtig wäre, dann würden wir uns ja nicht ärgern. Oft haben wir den Glaubenssatz, dass wir immer alles beim ersten Mal richtig machen müssen und wir keine Fehler machen dürfen. Das hat mich ins Nachdenken gebracht. Ich glaube, wir dürfen und sollten auch ganz viele Fehler machen, um dann daraus zu lernen.
Clemens stellte später den Marshmallow-Test vor und sprach über dessen Aussage für den späteren Berufserfolg. Beim Marshmallow-Test bekommen Kinder eine Süßigkeit vorgesetzt, die sie sofort essen dürfen. Wenn sie es aber schaffen zu warten bis nach ca. 15 Minuten der Versuchsleiter zurückkommt, dann bekommen sie sogar zwei Süßigkeiten. Nur wenige Kinder schaffen das und können die sofortige Bedürfnisbefriedigung zurückstellen. Aber gerade das ist entscheidend für den späteren Lebenserfolg – nach dem Motto: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“
Selbstdisziplin ist sehr wichtig für den Lebenserfolg und hierzu gab Clemens viele Tipps, wie man mehr davon aufbauen kann. Wenn man beispielsweise weiß, was einen von wichtigen Aufgaben ablenkt, dann wäre es gut, das aus dem Gesichtsfeld heraus zu nehmen. Wer gerne mehr über ein bestimmtes Thema lesen möchte, der sollte immer ein Buch zu diesem Thema auf dem Tisch sichtbar liegen lassen.
Am Ende ging es darum, was uns erfüllt. Dies sind die vielen kleinen Dinge, für die wir uns im Leben Zeit nehmen sollten – und wenn es nur eine Minute ist, in der wir einen Kaffee auch wirklich genießen. Wer viele Stunden arbeitet, ist Burn-Out gefährdet – außer er ist selbständig. Für die Selbständigen gilt die Regel nicht. Wenn wir das Gefühl haben, etwas Sinnvolles zu tun, dann spielt die Arbeitszeit keine Rolle.
Ganz wichtig ist der Generalkonsenz: Sich selbst die Erlaubnis zu geben, sein Leben so zu leben, wie man das möchte.

Klartext – welche Lebensmotive steuern unser Verhalten
Matthias LämmerMatthias A. Lämmer war der zweite Redner. Er sprach über das Reiss Profile und stellte die 16 verschiedenen Lebensmotive vor, die anhand von 128 Fragen ermittelt werden können. Der Mediator, Vertriebstrainer und Business-Coach stellte gleich zu Beginn die Frage: „Was treibt uns an?“
Unsere Antriebe sind sehr persönlich, d.h. was den einen antreibt, kann den anderen nicht mal hinterm Ofen hervorlocken. Was ist uns wichtig im Leben? Was empfinden wir als Belohnung? Die Motive im Reiss Profile sind Macht, Unabhängigkeit, Neugier, Anerkennung, Ordnung, Sparen/Sammeln, Ehre, Idealismus, Beziehungen, Familie, Status, Rache/Kampf, Eros, Essen, Körperliche Aktivität, Emotionale Ruhe. Diese Motive sind bei jedem unterschiedlich ausgeprägt.
Das Modell wird z.B. für die Personalauswahl oder die Teamzusammenstellung genutzt. Auch im Vorfeld einer Ehe könnte es sinnvoll sein, die Werte des Partners im Vorfeld zu ergründen.
„Die Werteausprägung ist genetisch bedingt. Ein Mann hat mit 20 die gleichen Ausprägungen wie mit 50, nur im Eros-Bereich ändert sich etwas“, sagte Matthias Lämmer. Diese Aussage wurde natürlich von den NLPlern im Raum heiß diskutiert. Denn im NLP gehen wir ganz klar davon, dass wir Werte verändern können. Mit dem Graves-Modell haben wir sogar ein Modell, in dem die Entwicklung der Werte in Abfolgen beobachtet und definiert wurden. Aber für die breite Allgemeinheit ist es sicher eher die Ausnahme, dass Werte nach Belieben innerhalb von kürzeren Zeitabständen geändert werden. Der Rest der Vortrags wurde dann von den spannenden Fragen der Teilnehmer ganz eingenommen, was eine willkommene Abwechslung war.

Beziehungen an denen wir wachsen
Isa-Bianka und Julian MackIsa-Bianka und Julian Mack sprachen gemeinsam über das Thema Beziehungen, an denen wir wachsen können. Die beiden trainieren ja bei uns in Hamburg und führen hier die NLP-Practitioner-Ausbildung als Wochenendausbildung durch. Während der NLP-Trainer-Ausbildung haben sie sich kennen und lieben gelernt.
Sie stellten zu Beginn die Fragen:
Welche Menschen haben Dich in Deinem Leben sehr herausgefordert? Was hat Dich dabei besonders beeindruckt? Wofür bist Du diesen Menschen dankbar?
Dabei kann es um Partner gehen oder Berufskollegen. Um zu wachsen, brauchen wir Erfahrungen, die wir machen können. Ohne Herausforderungen können wir unser Potenzial nicht entfalten. Das Leben stellt uns genau so große Herausforderungen, wie wir gerade noch in der Lage sind, zu bewältigen.
Erkenne Dich selbst. Beziehungen sind oft der Spiegel, in dem wir uns selbst sehen können. Indem wir mit anderen in Beziehung gehen, erleben wir uns durch unser Gegenüber.
Isa-Bianka stellte dann die Spiegelgesetze vor:
1. Spiegelgesetz: Alles, was mich am anderen stört, ärgert, aufregt oder in Wut geraten lässt und ich an ihm anders haben will, habe ich als Aspekt auch in mir selbst. Alles, was ich am Anderen kritisiere oder sogar bekämpfe und an ihm verändern will, kritisiere, bekämpfe und unterdrücke ich in Wahrheit in mir selbst und hätte es auch in mir gerne anders.
2. Spiegelgesetz: Alles, was der Andere an mir kritisiert, bekämpft und an mir verändern will, und mich deswegen verletzt, betrifft mich ebenso. Dann ist dies in mir noch nicht richtig erlöst, meine gegenwärtige Persönlichkeit fühlt sich beleidigt, mein Ego ist noch sehr stark, meine Selbsterkenntnis noch schwach.
3. Spiegelgesetz: Alles, was der Andere an mir kritisiert und mir vorwirft oder anders haben will und bekämpft, mich dies aber nicht berührt, sind sein eigenes Bild, sein eigener Charakter, seine eigenen Unzulänglichkeiten, die er auf mich projiziert.
4. Spiegelgesetz: Alles, was mir am Anderen gefällt, was ich an ihm liebe, bin ich selbst, habe ich selbst in mir und liebe dies auch an anderen. Ich erkenne mich selbst im Anderen – in diesem Augenblick sind wir Eins.
Direkt daran schloss Julian die Frage an: Welches Verhalten Deines Vorbildes geht besonders in Resonanz mit Dir? (Was wünschst Du Dir anders an dem anderen? Was verletzt Dich? Was berührt Dich nicht an dem anderen? Was gefällt Dir, was liebst Du an dem anderen?)
Wir haben unterschiedliche Beziehungstöpfe. In Beziehungen erfüllen wir uns unsere Bedürfnisse in der Begegnung miteinander. Wenn unsere Bedürfnisse voll erfüllt sind, ist keine Not-Wendigkeit da, etwas zu ändern. These: Wachstum kann geschehen, wenn die jeweiligen Bedürfnisse nicht voll erfüllt sind. Daher erleben wir herausfordernde Beziehungen als anstrengend.
Wie können wir mit herausfordernden Beziehungen gut umgehen: Nimm den Anderen vorurteilsfrei wahr – trenne zwischen Wahrnehmung und Interpretation. Mache Dir Deine eigenen Muster und Projektionen bewusst – an welche alten Situationen fühlst Du Dich erinnert? Versetze Dich in die Schuhe des Anderen. Er-Wartungen sind ein gutes Rezept für Ent-Täuschungen.
Eine heiße Diskussion entstand darüber, ob Samy Molcho, der Professor der Körpersprache im Widerspruch zu NLP steht, wenn er behauptet, dass bestimmte Körperhaltungen immer eine bestimmte Bedeutung haben.
Am Ende stand die Aufforderung Neuland zu betreten, dem anderen auf einer tieferen Ebene zu begegnen, sich selbst authentisch auszutauschen, Schmerzen und Schatten zu heilen, uns selbst im Spiegel zu betrachten, Vertrauen und Zutrauen zu zentwickeln und liebevolle Beziehungen zu erleben.
Der Vortrag endete mit einem Zitat von Dschalal ad-Din Muhammad Rumi: „Jenseits von richtig und falsch, da gibt es einen Ort, dort treffen wir uns.“

Im Anschluss daran war die Mittagspause mit einem tollen Buffet und interessanten Gesprächen, zu dem alle Teilnehmer und Referenten eingeladen waren. Nach dem Mittag sprachen die drei anwesenden Diplom-Psychologen.

Wingwave und imaginative Aufstellungsarbeit
Cora Besser-SiegmundDie erste nach der Pause war Cora Besser-Siegmund mit dem Thema „Wingwave und imaginative Aufstellungsarbeit“. Zunächst erzählte sie sehr viel Spannendes über Wingwave und dann zeigte sie eine imaginative Aufstellungsarbeit. Das Motto von Wingwave ist: Erfolge bewegen, Blockaden lösen, Spitzenleistung erzielen. Das „Wing“ steht dabei für den Flügelschlag eines Schmetterlings, der auf der anderen Seite der Erde das Klima verändern kann. „Wave“ hat als englischen Namenspaten den Begriff „BrainWave“. Die Kunst im systemischen Arbeiten liegt darin, dass zu wissen, was jetzt gerade gebraucht wird und nicht alle möglichen Arten von Intervention immer wieder zu tun.
Das Wort Psyche heißt nicht nur Atem, Seele und Lebenskraft sondern es bedeutet auch Schmetterling. Im Wort Emotionen ist auch Motio = Bewegung enthalten. Je nachdem, um welche Emotion es geht, spüren wir das an bestimmten Körperstellen (Body-Scan). Bei einer positiven Verarbeitung gilt der Satz: „Die Zeit heilt alle Wunden.“ Die Menschen schlafen mal darüber und dann ist es gut. Ins Coaching kommen die Menschen, die sagen: „Ich komme nicht darüber hinweg. Es wurmt mich immer noch. Es sitzt mir in den Knochen. Ich habe es nicht überwunden.“ Wingwave nutzt Erkenntnisse aus der Schlafmedizin. Man sagt ja auch: „Schlaf eine Nacht drüber, dann sieht die Welt anders aus …“ Im Schlaf verarbeiten wir in den REM-Phasen die Erfahrungen des Tages. Dann gab es einen Crashkurs zum limbischen System in unserem Gehrirn. Ein wichtiger Bestandteil von WingWave ist EMDR (Eye Movement Resensitization and Reprocessing). Dieses wurde von Frau Shapiro entwickelt, die früher in der NLP-Gruppe war, die sich mit den Augenbewegungen beschäftigte.
2007 wurden die Teamspieler der deutschen Handballmannschaft gecoacht und konnten damit die Weltmeisterschaft gewinnen. Wingwave hilft dabei, eine hohe Leistungsfähigkeit punktgenau zur Verfügung zu haben.
Die Methodenbestandteile von wingwave-Coaching: Bilaterale Hemisphärenstimulation. NLP, Myostatik-Test. Danach erklärte Cora noch den Myostatiktest und kam dann zur Familienaufstellung. Eine wichtige Erkenntnis: Erst dann mit Affirmationen arbeiten, wenn getestet wurde, dass der Satz keinen Stress macht.
Eine Person für die Demo war ganz schnell gefunden und so konnten wir auf dramatische Art WingWave in Aktion erleben.

Es haut mich um. Ich stehe auf und gehe weiter!
Jörg-Friedrich Gampper auf dem Kongress in HH 2014Der nächste Redner an diesem Tag war Joerg-Friedrich Gampper. Bei ihm ging es um das Thema „Resilienz: Es haut mich um! Ich sehe auf und gehe weiter!“ Er startete gleich mit dem Bild eines Bambus und dann mit einem Stehaufmännchen. Wir können wir Krisen und Engpässe meistern und wieder schnell in einen ressourcevollen Zustand zu kommen. Das dritte Bild war jemand, der auf einen Drahtseils balanciert. Es geht nicht darum, die Balance immer zu haben, sondern sie immer wieder herstellen zu können. Insbesondere dann, wenn der Gitarrenspieler an einer Seite zupft, geht es darum, die Balance wieder herzustellen. Der Bambus kann sich immer wieder aufrichten.
Seit einigen Jahrzehnten ist Resilienz eines der größten Konzepte in der Psychologie. Albert Camus „Mitten im Witter habe ich schließlich gelernt, dass es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt.“
Resilience im engl. heißt Spannkraft, Elastizität. Die Lateinische Bedeutung resilere = abprallen, zurückschumpfen ist eher irreführend. Denn es ist nicht damit gemeint, ganz cool zu sein und alles an sich abprallen zu lassen.
Die Fähigkeit, sich angesichts andauernder Belastungen, Traumata, Tragödien oder andauerndem Stress anzupassen und wieder zu erholen.
Resilienz ist psychische Gesundheit trotz Risikobelastungen, es geht um Bewältigungskompetenz und Widerstandskraft.
Joerg-Friedrich stellte die Resilienzblume, die das Rad der persönlichen Widerstandskraft ins Rollen bringt. Wir kommen zu einer starken Resilienz durch Ressourcenaktivierung. Wir sollten pro-aktiv leben. Was setzt Ressourcenaktivierung voraus? Man muss erstmal welche haben und wissen, dass man sie hat. Erkennen, welche genau die meinigen sind. Den Weg hin zu ihnen kennen. Sie im Erleben für mich nutzbar machen.
Die Entwicklung der eigenen Resilienz ist ein längerer Veränderungsprozess. Die Resilienz von Kindern aus armen Schichten ist nicht sehr hoch. Ihre Verletzbarkeit ist deutlich höher. Resilienz ist der Aufbau von neuer Lebensqualität von Innen heraus und umfasst die Ganzheit des Menschen.
Zwei Modelle zur Resilienz werden erforscht:
1. Keine Resilienz ohne Krise. Menschliche Reife entsteht durch Krisen. Die Bewährungsprobe ist die Krise.
2. Resilienz ohne Krise. Voraussetzung Positive Aspekte des menschlichen Verhaltens und Erlebens. Das ist die Positive Psychologie. Die Bewährungsprobe ist auch hier die Krise.
NLP lässt sich sehr gut mit Resilienz verbinden.
Die Blume ist gleichzeitig ein Rad. Das ist ja das Schöne: Wir wollen das Rad zum Laufen bringen, dabei rollt es.
In der Mitte der Blume steht das Potential meiner gesamten Persönlichkeit. Die Blumenblätter beinhalten: Optimismus – doch wie entwickelt man Optimismus. Ein guter Schritt ist es seine Achtsamkeit zu schulen. Achtsamkeit heißt, einfach nur das wahrnehmen, was ist bzw. was ich denke. Wenn ich meinen Gedanken zuhöre, dann kann ich herausfinden, welche Gedanken mich davon abhalten, optimistisch zu sein. Ein Punkt aus der positiven Psychologie ist es, meinen Fokus auf die guten Gefühle zu richten, die ich habe. Nach Studien erlebt der Mensch am Tag eindeutig mehr positive Gefühle als negative, aber er erinnert sich mehr an die negativen.
Der nächste Punkt in der Blume ist die Akzeptanz. Viele Menschen leiden deshalb an der Krise, weil sie sie nicht akzeptieren. Sie sagen: „Eigentlich müsste mein Leben anders sein.“ In der Akzeptanz entsteht der Zugang zu den eigenen Stärken. Es entsteht die Idee: Ich kann handeln. Ich kann etwas tun.
Optimismus und Akzeptanz führen zur Lösungsorientierung. Der nächste Punkt ist die Selbstbestimmung. Es geht darum, die Opferrolle zu verlassen. Menschen in Krisen sind sehr oft in Opferrollen unterwegs. Es gibt eine Bequemlichkeitszone, die nennt sich Opferrolle. Das hören die Menschen nicht gerne. Selbstverantwortlichkeit: Solange ich nicht erkenne, dass ich das zu lösen habe, um die Gestalt zu schließen. Verbundenheit. Zukunftsplanung. Sinn beim Tun erleben.
Wenn ich Tag für Tag etwas in diese Richtung mache, dann fängt das Rad an zu rollen.
Ein Optimist ist ein Mensch, der ein Dutzend Austern bestellt, in der Hoffnung, sie mit der Perle, die er darin findet, zu bezahlen.“

Wege zu Erfolg und Glück
Stephan LandsiedelAm Ende hatte ich noch eine gute halbe Stunde für meinen Vortrag, damit wir pünktlich um 18:00 Uhr fertig werden konnten. Da die Vorredner bereits vieles vorweggenommen hatten, begann ich mit den Worten: „Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von mir.“ Mein erster wichtiger Punkt zum Mitnehmen war: Unsere Zeit auf diesem Planeten ist sehr begrenzt. Nutze sie daher. Mache das besten aus Deinen Tagen. Lebe mit voller Kraft und Leidenschaft. Live fully, die empty. Hierzu erzählte ich einige Geschichten und forderte die Teilnehmer wieder einmal dazu auf, sich eine Löffel-Liste zu machen, d.h. die Dinge im Leben aufzuschreiben, die sie tun möchten, bevor sie den Löffel abgeben. Alternativ kann man auch einfach seine Herzenswünsche aufschreiben, einen Goal-Setting-Workshop machen oder die gute alte Grabreden-Übung machen. Mein zweiter wichtiger Punkt an diesem Tag war, dass Wissen alleine nicht reicht, um uns erfolgreich und glücklich zu machen. Wir müssen das Wissen auch anwenden – und zwar nicht nur einmal sondern regelmäßig, d.h. immer wieder, Tag für Tag. Da vielen Menschen die nötige Selbstdisziplin fehlt, um das zu tun, von dem sie wissen, dass es gut für sie, ihre Beziehung, ihren Job, ihre Finanzen und ihre Gesundheit ist, brauchen wir System, die uns dabei unterstützen. Diese Systeme könnten sein: Erfolgsteams, Coaching, Praxisgruppen. Jeden dieser Punkte stellte ich etwas näher vor. Unser Leben ist etwas großartiges und es liegt in unserer Hand, was wir daraus machen.

Insgesamt war der Kongress wieder einmal sehr erfolgreich und inspirierend. Gerührt war ich von einen persönlichen Kommentaren der Teilnehmer direkt nach der Veranstaltung.