Vor einiger Zeit habe ich das Buch „Der neue Mensch“ von Carl R. Rogers gelesen. Dabei sind mir einige Gedanken gekommen, die ich gerne mit Euch teilen möchte.

Rogers der neue MenschUnsere Welt ist stetig im Wandel und es braucht immer wieder Menschen, die bereit sind einen Schritt in die Zukunft zu wagen.
Rogers beschreibt wie er viele der jungen Menschen getroffen hat, die bereit sein werden für die neue Welt, wie er sie nennt. Nicht jeder kann sich von den Schranken der Gegenwart lösen, jedoch sieht er bereits in der heutigen Welt potentielle „neue Menschen“. Jeder Mensch ist wertvoll, seine Ansichten und Gefühle müssen berücksichtigt werden. Das ist eine der zentralen Thesen seines Ansatzes. In dem Buch schwebt ihm ein klares Bild von den Fähigkeiten der neuen Menschen vor Augen.
  • Als erstes bezieht er sich auf die Offenheit. Die Fähigkeit sich für neue Erfahrungen und Blickwinkel zu öffnen ermöglicht es die Welt in ganz anderen Perspektiven zu sehen.
  • Weiter geht es mit dem Verlangen nach Authentizität. Kein Schauspiel und kein Verstecken der eigenen Persönlichkeit. Sich so zu geben, wie man wirklich im Inneren fühlt. Dazu kommt auch das Vertrauen in die innere Autorität. Eigene Entscheidungen zu treffen und ihre moralischen Urteile selbst zu fällen.
  • Aber auch die Skepsis ist ihm wichtig. Kein blindes Vertrauen in die Wissenschaft und Technologie. Misstrauen gegenüber unnatürlichen Prozessen und Manipulation, die zu einem bewussten Umgang mit der Natur führen.
  • Zudem kommt das Verlangen ganzheitlich zu sein. Nicht gespalten in Segmente sondern alles im Leben zu vereinen. Irgendwie ist alles verknüpft, warum sollte man es dann wieder trennen? Ist Rogers ein Vorbote des integralen Ansatzes?
  • Dann der Wunsch nach Nähe. Neue Arten zu Kommunizieren, nicht nur verbal, sondern auch die emotionale und intellektuelle Seite können wichtig sein.
    Als nächstes nennt er das bewusst darüber sein, dass alles stetiger Veränderung unterliegt.
  • Außerdem sind die neuen Menschen in der Lage Anteil zu nehmen an Anderen. Hilfsbereitschaft geht auch damit einher.
  • Anstelle von Reichtum und materiellen Besitztümern streben sie eher spirituelle Ziele an und suchen nach dem Sinn ihres Lebens.

Rogers erläutert sehr faszinierende Ansichten und bei genauem Betrachten finde ich schon heute viele dieser Eigenschaften bei unseren Trainern und Seminarteilnehmern wieder. Das Buch und insbesondere das letzte Kapitel ist eine schöne Inspiration für Menschen, die auf diesem Weg sind.

Mehr über das Buch