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NLP Podcast 65: Anker verschmelzen

Dienstag, November 7th, 2017 | Kostenlos, NLP Blog, NLP Podcast, NLP-Formate | Kommentare deaktiviert für NLP Podcast 65: Anker verschmelzen

Hier kannst Du die Podcast-Folge 65 direkt auf i-Tunes anhören,
⟶ oder über diesen Link unseren Server nutzen.
 
Bist Du eventuell schon mal im Fahrstuhl steckengeblieben und vermeidest seitdem jeden Aufzug und läufst jetzt nur noch Treppen? Oder Du bist eventuell schon mal als Kind geschlagen oder übel beschimpft worden oder Dein Partner hat Dich vielleicht verlassen und in Deiner Wohnung erinnern Dich sehr viele Dinge an den schlimmen Trennungsschmerz? Mit diesem NLP Format „Anker verschmelzen“ kannst Du dieses negative Gefühl in ein Positives verwandeln.

Anker verschmelzen

Das Format Anker verschmelzen oder manchmal auch als Anker kollabieren bekannt, ist ein NLP-Grundlagenformat mit Hilfe dessen Du negative Anker auflösen kannst. Was genau ein Anker ist, kannst Du in unserer Podcastfolge Nr. 06 oder auch auf unserer Internetseite genauer nachlesen. Ein weiteres praktisches Alltagsbeispiel könnte sein, dass es zum Beispiel Menschen gibt die ein schlechtes Gefühl bekommen, sobald der Wecker morgens klingelt, weil sie vielleicht keine Lust und Motivation haben zur Arbeit zu fahren. Für viele Menschen ist der Zahnarztbesuch oder auch der Geräusch des Bohrers ein negativer Anker. Für andere Menschen ist eine Prüfung oder eine Präsentation ein negativer Anker, weil in der Vergangenheit mal was schief gelaufen ist.
Vielleicht hast Du auch solch ein negatives Erlebnis welches in dir Angst einflößt oder ein sehr unangenehmes Gefühl auslöst. Dann lade ich Dich ein Dir diese Podcastfolge komplett anzuhören und auch gleich mitzumachen, damit Du dieses für Dich negative Gefühl gleich in etwas Positives verwandeln kannst. Viel Spaß!
 
Anker verschmelzen
 
Hier sind die Schritte kurz erklärt, wenn ich dieses Format jetzt bei Dir als Klient machen würde:
Zuerst bitte ich Dich einen negativen Anker zu beschreiben. Dann mache ich den Ökologie Check und kläre, ob irgendwas dagegen spricht, diesen negativen Anker loszuwerden. Erst jetzt beginnt die Intervention:
 
1) Dann würde ich Dich bitten Dich an diese unangenehme Situation zu erinnern, mit allen Sinnen. Im Podcast führt Dich Stephan Landsiedel genau durch das Format.
Auf dem Höhepunkt der negativen Emotion, setze ich einen körperlichen Anker, indem ich entweder das Knie oder eine Stelle die vorher abgestimmt ist etwas ca. 30Sekunden berühre.
2) Separator- dann lenke ich Dich mit etwas Unwesentlichem von diesem negativen Gefühl ab, um Dich aus der Situation rauszuholen. Zum Beispiel könnte ich Dich fragen, was Du gefrühstückt hast
3) Anker testen, bedeutet ich lege die Hand auf das Knie und teste ob das negative Gefühl sofort wieder da ist. Das sehe ich am Gesichtsausdruck oder an der Körperreaktion
4) Finden der positiven Ressource. Nun überlege was kannst Du gebrauchen, damit es Dir in Zukunft mit dieser negativen Situation besser geht? Zum Beispiel Selbstsicherheit oder Liebe,… Erinnere Dich an eine Situation in der Du ganz viel von dieser positive Ressource hattest. Auf dem Höhepunkt setze ich dann den positiven Anker mit der anderen Hand, zum Beispiel auf dem anderen Knie.
5) Separator
6) positiven Anker testen
7) Dann bitte ich Dich als Klient wieder Deine Augen zu schließen und lege meine Hand auf das Knie mit dem positiven Anker und spreche dabei einige positive Suggestionen aus. Im Podcast erklärt das Stephan sehr genau. Danach kommt der negative Anker hinzu unter weiteren hypnotischen Sprachmustern. Danach wird auch der positive Anker gelöst.
8) Test oder auch Future Pace mit der Frage: „Wie ist es, wenn Du jetzt an die negative Situation denkst?

Es ist unglaublich, dass diese kleine Anwendung schon sooo vielen Menschen geholfen hat, negative Situationen in Positive zu verwandeln. Dass manche Menschen sich dann endlich wieder trauen, Fahrstuhl oder Auto zu fahren oder eine Rede zu halten oder diverse andere Ängste überwinden konnten.

Probiere das Format gleich mal aus und höre Dir die Podcast Folge direkt auf i-Tunes an und gib uns Deine Bewertung. Oder greife hier auf unseren Server zu:
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Wenn Du Deine negativen Anker auch life auflösen möchtest, dann freuen wir uns total auf Dich. Besuche doch einfach eine userer gratis NLP Übungsgruppen, oder unsere preiswerten „NLP in a Week original“ oder Landsiedel NLP Practitioner Ausbildung

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Die Dilts-Pyramide: (Neuro)-logische Ebenen oder die Pyramide der Motivation

Donnerstag, Juli 13th, 2017 | NLP Blog, NLP-Formate | Kommentare deaktiviert für Die Dilts-Pyramide: (Neuro)-logische Ebenen oder die Pyramide der Motivation

Ein Beitrag unseres Leipziger Trainers Dirk Spengler

Die so genannten „Logischen Ebenen“ im NLP hat Robert Dilts in Anlehnung an Batesons logische Ebenen des Lernens formuliert. Im NLP haben sie seit ihrer Veröffentlichung weithin eine immense Bedeutung gewonnen. In Buchform sind sie wahrscheinlich 1990 erstmals veröffentlicht in „Changing Beliefs with NLP“. Ein häufiges Missverständnis dieses wertvollen Konzeptes entsteht jedoch aus dem Namen “Logische Ebenen“, denn genau betrachtet sind sie weder wirklich logisch (so wie Logiker diesen Begriff definieren) noch sind es genau abzugrenzende Ebenen. Aus diesem Grund wird heute eher von der Dilts-Pyramide gesprochen.

Auch wenn Dilts ursprüngliche Absicht, ein in sich schlüssiges und damit logisches Beschreibungs-Modell des menschlichen Gehirnes zu schaffen, fehlschlug, ist dieses Modell heute eines der wichtigsten Orientierungshilfen für NLP-Anwender wenn es um die Frage geht, welche Veränderungstechnik (z.B. NLP-Format) man am sinnvollsten und effektivsten anwenden kann. Dabei hilft es extrem, die Ebene des Problems (auf der Dilts-Pyramide) zu erkennen.

Auf der untersten Ebene, der „Umwelt“ (1. Ebene) bewegt sich der Mensch mit seinem Verhalten (2. Ebene).
Hinter dem Verhalten liegen die Fähigkeiten (3. Ebene), die es ermöglichen, irgendein Verhalten überhaupt auszuführen.

Hinter/über den Fähigkeiten steckt die Motivation, um ein Verhalten, tun zu wollen bzw. die Fähigkeit dazu entwickeln und üben zu wollen. Da diese Motivation nicht nur triebgesteuert ist, sprechen wir an dieser Stelle nicht nur von Motiven, sondern generell von Werten und Glaubenssätzen (4. Ebene). Diese Konstrukte (Modell der Welt) benutzen wir als Kriterien, um zu entscheiden, was wir glauben, d.h. für richtig, wahr und wichtig halten. Im NLP sprechen wir hier auch Neudeutsch gerne von „Beliefs“, da im englischen die Trennung zwischen „glauben“ (belief) und „religiös glauben“ (faith) eindeutiger ist als im Deutschen.

In der 5. Ebene definieren wir unsere Identität (5. Ebene). Damit unterscheiden wir, wer wir sind, was wir sind, was zu uns dazugehört und was nicht.

In den Neunziger Jahren hat Dilts eine weitere Ebene über der Identität hinzugefügt. Die Persönlichkeit transzendierend spricht er dabei sowohl von „Zugehörigkeit“ als auch „Spiritualität“. Im Zuge der Weiterentwicklung des NLP hat er damit einen Grundstein für das gelegt, was er in den letzten Jahren „ Third Generation NLP“ nennt. Oft wird für diese 6. Ebene auch der Begriff „Vision“ verwendet. Da „Spiritualität“ schnell missverstanden werden kann, verwende ich persönlich gern die Begriffe Vision und Zugehörigkeit für diese 6. und in meiner Welt wichtigste Ebene.

Diltspyramide Dirk Spengler

✔ Pyramide der Motivation

✔ Modell zur Strukturierung von Veränderungsprozessen

✔ Höhere Ebenen beeinflussen tiefere Ebenen i.d.R. stärker als umgekehrt.

✔ Die Lösung eines Problems ist selten auf der Ebene des Problems zu finden.

✔ Eines meiner wichtigsten Coaching-Modelle

Ein paar Beispiele von angewandtem NLP

Um ein Verhalten zu verändern, braucht es oft nicht nur das Wissen um die nötigen Verhaltensschritte, sondern auch zusätzliche Ressourcen. Dieses Prinzip wird am Beispiel des Interventionsformats „Verhaltensgenerator“ (Ressourcen schicken) sehr schön deutlich. Darin werden neue Verhaltensschritte dem Klienten erst dann möglich, wenn er die entsprechenden Ressourcen aktiviert und verankert hat. Eine generelle Überlegung ist beim Nutzen von Ankern, dass die geankerten Ressourcen stärker sein sollten als die Problematik, für die sie gebraucht werden. Wer bei der Anwendung einer Fähigkeit ein Problem hat (z.B.. sich nicht gewünscht verhält, obwohl die Fähigkeit vorhanden ist) dem nutzt eine Veränderung seiner Glaubenssätze in der Regel mehr als bloßes Üben des gewünschten Verhaltens. Das Problem lässt sich oft nicht auf der Ebene des Problems (Fähigkeit trainieren) lösen, sondern eher in den Ebenen darüber (Werte/Glauben – Identität – Vision). Wenn man ein Problem mit dem Umfeld hat (z.B. Kollegen, Familie) ist es doch auch viel schlauer, das eigene Verhalten zu ändern, als ständig das Umfeld zu wechseln.

Schon Einstein wird der Spruch zugeschrieben, dass sich ein Problem nicht auf der Ebene lösen lässt, auf der es entstanden ist. Für diesen Zusammenhang ist das durchaus hilfreich: Für den Anwender, der verstehen will, warum etwas „schon geht oder noch nicht“, ist dies ebenso hilfreich wie in der Ausbildung von Beratern und Coaches, um die Angemessenheit ihrer Interventionen überprüfen zu können.

Oft liegt eine sinnvolle Lösungsstrategie in den „höheren“ Ebenen (Werte/Glaubenssätze – Identität – Zugehörigkeit/Vision). Hier ein paar Anregungen dazu.

Ein typischer Ansatz für die Arbeit mit Werten ist das Herausarbeiten einer Werte-Hierarchie für einen bestimmten Kontext. Nicht alle Werte haben immer und in jedem Kontext die gleiche Bedeutung, oder ist dir Vertrautheit oder Nähe in der Arbeit genauso wichtig wie in der Familie?

Ein weiterer Aspekt sind Glaubenssätze. In der Praxis stellt sich oft heraus, dass der kritische Punkt gar nicht so sehr bei den Werten, Motiven und Kriterien liegen muss. Oft sind es einfach limitierende Denkmuster (Glaubenssätze), die Probleme verstärken und Lösungen blockieren. Solche prinzipiellen Denkmuster wie z.B. lineares Denken, einfache Ursachen – Wirkungsverknüpfungen oder Nominalisierungen sind oft schon einfach mit den Meta-Modell-Fragen erkenn- und manchmal auch lösbar.

Die Identität wird dadurch geprägt, womit wir uns identifizieren, also durch Assoziation, und durch das, wo wir uns abgrenzen, also durch Dissoziation. Das Konzept der Persönlichkeitsanteile, das im gesunden Menschenverstand problemlos akzeptiert wird („Das Kind im Manne“, „Zwei Herzen in meiner Brust“), spielt hier eine wichtige Rolle. Viele haben im NLP schon erlebt, wie die Integration abgelehnter Anteile (Teilemodell/Reframing) die Persönlichkeit bereichern und tatsächlich heilen kann.

Noch ein paar Worte zur 6. Ebene Zugehörigkeit/Vision. Wie gesagt, ist das für mich die wichtigste Ebene.

Der Grund hierfür ist ein nicht aus dem NLP stammende Erkenntnis. Nach den neuesten Ergebnissen der Hirnforschung (Prof. Gerald Hüther) gibt es 2 vermutlich angeborene Grundbedürfnisse.

1. Das tiefe Bedürfnis nach Verbundenheit (Zugehörigkeit).
So werden bei der Geburt von Mutter und Kind große Mengen des Bindungshormons Oxytozin produziert und ausgeschüttet. (Bei gutem Sex ebenso). Da Fortpflanzung die Grundlage unserer Existenz ist, wird sich die Natur wohl was dabei gedacht haben. Menschen streben danach, zu anderen Menschen (Partner, Kind, Elternteil) und/oder Menschengruppen (Familie, Firma, Partei, Nationalität, Religion usw.) dazu zu gehören. Ausschlüsse aus der Gesellschaft, dem System oder der Partnerschaft (Trennung, Ablehnung, Verbannung, früher Ächtung) werden als extrem schlimme und schmerzende und Erlebnisse empfunden und ziehen tiefe Veränderungen nach sich. Manchmal sogar den Tod.

2. Das tiefe Bedürfnis nach Wachstum, Verstehbarkeit und Mitbestimmung (Vision).
Alle Menschen möchten sich von Natur aus entwickeln. Als Kind wachsen wir körperlich und entwickeln unseren Geist. Wir möchten spielend lernen und ausprobieren und freuen uns riesig, wenn es funktioniert hat. Wir möchten mitmachen und gestalten und wir möchten verstehen, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Auch als erwachsene Menschen möchten wir etwas schaffen und uns weiterentwickeln. Wir möchten aktive Mitgestalter unseres Lebens sein. Wir möchten mitreden können. Nicht umsonst wird hilflose Ohnmacht z.B. gegen staatliche Willkür als extrem belastend und verletzend empfunden.

Werden diese 2 Grundbedürfnisse nicht als erfüllt empfunden (und dazu sollten beide in der Balance sein), leidet der Mensch und neigt zu sog. Ersatzbefriedigungen. Dazu gehören materielle Dinge (Kauflust -> Befriedigung, Status (großes Auto, Haus) -> Befriedigung) aber auch das starke Bedürfnis, über andere Menschen die Macht zu haben (Erniedrigung, Kontrolle usw.). Gier, Angst und Machthunger werden zu großen Antreibern im Leben.

Von daher ist die 6. Ebene der Dilts-Pyramide (Zugehörigkeit / Vision) für mich die wichtigste Ebene für die Grundlage von Veränderungsprozessen. Finde heraus was Du (oder Dein Coachee) für Ziele und Visionen hast, welches Leben Du führen möchtest und zu welcher Gruppe von Menschen Du starke Verbundenheit spürst (z.B. Ich möchte zur Gruppe erfolgreicher Verkäufer gehören, Ich möchte ein wichtiger Teil im Verein sein, Ich möchte in dieser Firma arbeiten u.s.w.).

Zum Autor:
Dirk Spengler, NLP-Lehrtrainer Standort LeipzigDirk Spengler ist NLP-Lehrtrainer (DVNLP) und bietet an unserem Standort Leipzig NLP-Practitioner und NLP-Master Ausbildungen an, sowie kostenlose Abendseminare.
Er besitzt über 20 Jahre Erfahrung im Bereich Vertrieb, hat umfangreiche Erfahrung als Business-Trainer und -Coach mit www.losjetzt.de und ist Autor des Buches „Lasse Deinen Kunden einkaufen“.

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NLP-Practitioner Ausbildung in Hamburg

Donnerstag, Juli 31st, 2014 | NLP Blog, NLP-Formate | Kommentare deaktiviert für NLP-Practitioner Ausbildung in Hamburg

Welcher NLP-Practitioner ist der Beste für mich?

NLP-Trainer Clemens Groß
Moin, moin aus Hamburg,

Seit vielen Jahren befassen wir uns mit NLP, in Hamburg bilden wir seit 6 Jahren NLP aus. Bei den vielen Vorteilen, die unsere Ausbildungen zum NLP-Practitioner bieten, wird oft die Frage gestellt, welche Ausbildungsform die Richtige ist. Dies hängt natürlich davon ab, was für Dich am besten passt. Daher bieten wir drei verschiedene Gestaltungen an, die jeweils unterschiedliche Eigenarten aufweisen:

Practitioner am Stück in 20 Tagen

Im Sommer findet regelmäßig ein Kurs statt, wo wir in 20 Tagen am Stück NLP mit Practitioner-Abschluss anbieten. 20 Tage am Stück, ja das hört sich heftig an – und das ist es auch. In dieser Zeit gibt es viel zu lernen. Wem das leicht fällt, ist da schon mal im Vorteil. Doch es geschieht auch etwas sehr Intensives mit den Teilnehmern. Sie tauchen tiefer in NLP ein als jeder andere Kurs. Und da die ganze Gruppe mitmacht, gibt es starke Synergie-Effekte. Da NLP viel mit inneren Haltungen zu tun hat, entsteht eine Haltungsveränderung im besonderen Maße. Also: Wer es sich zutraut, 20 Tage am Stück mit sich und anderen in einer Art Camp zu verbringen, für den ist dieses Format ein toller Kurs. Diese Ausbildung wird von Clemens Groß durchgeführt.

Practitioner in 4 mal 5 Tagen
Isa-Bianka Mack und Julian Mack

Wer NLP lernen möchte und sich regelmäßig zwei Arbeitstage freinehmen kann, für den ist dieses Format gut geeignet. Der Kurs findet in vier Blöcken je fünf Tagen statt, und beginnt jeweils Mittwoch abends und endet Sonntag. Zwischen den Blöcken liegen in der Regel drei Wochen, in denen die Teilnehmer das Erlernte im Alltag anwenden und reflektieren können. Diese Ausbildung wird von Clemens Groß durchgeführt.

Practitioner in 7 mal 3 Tagen

Wer NLP lernen möchte, ohne sich von seinen beruflichen Verpflichtungen frei machen zu müssen, für den ist dieses Format gut geeignet. Der Kurs findet in sieben Blöcken je drei Tagen statt, und beginnt jeweils Freitag abends und endet Sonntag. Zwischen den Ausbildungs-Wochenenden bleiben in der Regel vier Wochen Zeit, um das Erlernte in der Praxis anzuwenden und in den Alltag zu integrieren. Diese Ausbildung wird von Isa-Bianka und Dr. Julian Mack durchgeführt.

Welche Wahl für Dich die Richtige ist, musst Du selbst entscheiden. Für weitere Fragen stehen wir Dir gerne zur Verfügung. Auf der Landsiedel-Homepage findest du alle Termine zur NLP-Practitioner-Ausbildung in Hamburg.

Tschüss aus Hamburg von
Clemens, Isa und Julian

Das Hamburger Landsiedel-Team

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Die drei Wahrnehmungspositionen

Samstag, März 31st, 2012 | NLP Blog, NLP-Formate | 1 Kommentar

Gerade läuft in Wiesentheid der dritte Tag im dritten Block einer NLP-Practitioner-Ausbildung. Nachdem wir uns gestern und vorgestern mit dem Thema Trance und Metaphern beschäftigt haben, ging es heute vormittag um das Format der Wahrnehmungspositionen – oft auch 1-2-3 – genannt. Das Format wurde vorgestellt von meiner Co-Trainerin Ulrike. Sie hat das ganz toll gemacht.
Piaget BergeZur Verdeutlichung der unterschiedlichen Positionen hat sie ein Beispiel des berühmten Psychologen Piaget benutzt, der die intellektuellen Fähigkeiten von Kindern untersucht hat. Er hat Ihnen ein Bilde mit drei Bergen gezeigt. Auf einem Berg ist ein Baum, auf dem anderen ein Kreuz und auf dem dritten ein Haus. Dann nahmen sie Position 1 ein und sollten, was sie sehen. Alle Kinder sagten: Ich sehe einen Berg mit einem Kreuz, einen mit einem Baum und einen mit einem Haus. Dann sollten sie eine Position direkt auf dem Berg mit dem Haus einnehmen und wieder sagen, was sie sehen. Das war für die Kinder nicht leicht. Sie beschrieben die Szene genauso wie aus Position 1, d.h. sie waren nicht in der Lage sich vorzustellen, dass sich ihre Wahrnehmungsperspektive verändert hat.
Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie schwer es auch uns Erwachsenen oft fällt, mal die Perspektive unserers Gegenübers einzunehmen. Das NLP-Format der drei Wahrnehmungspositionen ist gut geeigent für Konflikte mit anderen Personen. Insbesondere dann, wenn wir dieser Person in der Zukunft wieder begegnen werden, z.B. Arbeitskollege, Familienangehöriger etc. kann man den größten Gewinn aus der Methode ziehen.
Es werden dabei vier unterschiedliche Positionen im Raum festgelegt und mit Bodenankern markiert. In Position 1 sieht man die Situation aus seinen eigenen Augen heraus, so wie man sie meint erlebt zu haben. Dann wechselt man in Position 2 und beschreibt die gleiche Szene so als hätte man sie aus den Augen des anderen erlebt. Das fällt nicht nur den Kindern in Piagets Experiment manchmal nicht leicht. Dann wechselt man in Position 3. Hier schlüpft man in die Rolle eines neutralen Beobachters. Eine gute Metapher dafür ist ein Professor der Verhaltenswissenschaften, der menschliches Konfliktverhalten analysiert.
Wahrnehmungspositionen 1-2-3
In der Version dieses Modells, die wir bei Landsiedel NLP Training unterrichten, gibt es noch eine weitere, eine vierte Position. Dies ist die Meta-Position. Hier geht es darum, den Prozess zu reflektieren. Wie gut ist es mir gelungen, mich in die einzelnen Positionen hinzufühlen? Wie gut konnte ich wirklich in Position 3 neutral bleiben? usw.
Bei dem Format werden die Positionen zunächst einmal in dieser Reihenfolge durchlaufen. Dann kann man je nach Bedarf und Lust die Positionen wechseln. Wie auch bei uns in der Demo und den anschließenden Übungen kam zu erstaunlichen Veränderungen in der Wahrnehmung. Aus dem ungeliebten Mitarbeiter, der ganz offensichtlich lügt, wurde ein Mensch, der meine Unterstützung braucht, den ich nicht lächerlich machen sondern unter die Arme greifen sollte. Damit ergibt sich eine Perspektive der Zusammenarbeit anstatt des Streits.
Dieses Modell eignet sich ganz hervorragend dafür, wenn man nur einen der beiden Konfliktbeteiligten vor sich hat. Bei der Mediation oder der Schule des Wünschens hat man in der Regel beide Parteien vor sich, was noch einmal ganz andere Herausforderungen mit sich bringt.
So viel mein kurzer Bericht aus der Ausbildungsgruppe von heute vormittag.

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Autor

NLP Trainer Stephan Landsiedel   In diesem Blog schreibt Diplom-Psychologe und NLP-Lehrtrainer Stephan Landsiedel über NLP, sein Unternehmen und sein Leben. Er ist mehrfacher Autor und hat bereits über 2.500 NLP-Ausbildungstage absolviert.

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