Anfang November fand in Berlin der NLP-Kongress zum 20 jährigen Bestehen des Deutschen Verbandes für Neurolinguistisches Programmieren (DVNLP) statt. Beim Gala-Abend am Samstagabend wurden ausgewählte Personen für Ihre Verdienste um NLP und den Verband geehrt.

Da ich mit erheblichen Verkehrsbehinderungen am Freitagabend auf dem Weg nach Berlin zu kämpfen hatte, kam ich spät am Freitagabend an. Das Kongressteam hatte die letzten Vorbereitungen getroffen und war bereit. Am Samstagmorgen war es dann ein warmer Empfang für mich im Leonardo Royal Hotel in Berlin nahe dem berühmten Alexanderplatz.

So ein Kongress ist für mich schon fast wie ein Klassentreffen. Ich stoße dort auf viele ehemalige Teilnehmer, Trainer, die ich selbst ausgebildet habe und natürlich ganz viele Trainer-Kollegen von anderen Instituten … und natürlich auch Trainer aus meinem eigenen Team. Die Keynote-Vorträge wurden von Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth und Prof. Dr. Rolf Arnold, Pädagogik-Professer an der TU Kaiserslautern, gehalten. Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth sprach über „Die Wirkung von Coaching aus der Sicht der Hirnforschung und Prof. Dr. Rolf Arnold über „Zukunft des Lernens – unterwegs zu einer Lernkultur der Selbstorganisation“.

Mein Vortrag zum Thema „Die Zukunft des NLP ist gelb“ kam dem Feedback nach auch gut an und so konnte ich ganz entspannt dem Samstagabend entgegen sehen… Gala-Abend.

Kurz bevor es losgehen sollte, wurde mir plötzlich die Bedeutung des Wortes „Gala-Abend“ wieder bewusst. Meine letzten Gala-Abende hatte ich mit Anzug und Krawatte oder sogar mit einer Fliege zugebracht. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich weder das eine noch das andere eingepackt hatte und nicht einmal ein Jackett! Ich wusste, dass man beabsichtigte, mich auf die Bühne zu holen und für etwas auszuzeichnen … Ohje … ich hatte nichts Passendes zum Anziehen dabei, hatte da gar nicht drüber nachgedacht. In diesem Moment kam Sebastian Mauritz vorbei – zu diesem Zeitpunkt Mitglied des Vorstandes und ein sehr kompetenter Trainer und Teilnehmer einer früheren Master-Ausbildung von mir.
Sofort sprach ich ihn an und er erwies sich als perfekter Organisator. In Windeseile hatte ich ein Jackett an und sah halbwegs passabel aus.

Dann ging die Gala los. Durch den Abend führte eine sehr charmante und super auf den DVNLP und seine Mitglieder eingestellte Moderatorin. Leider kenne ich ihren Namen nicht. (Wenn das jemand liest, der ihren Namen kennt, leitet ihn mir bitte weiter, denn ich würde sie gerne weiterempfehlen.)

Die Begrüßung übernahm die am Freitag zuvor auf der Mitgliederversammlung gewählte neue Präsidentin Anja Mýrdal. Dann folgte eine Interview mit Robert Dilts, dem DVNLP-Ehrenmitglied, das über Video übertragen wurde. Schließlich überreichte Anja Mýrdal Pokale an Dr. Stephan Dietrich vom Junfermann Verlag, Ralf Dannemeyer (der das Xing-NLP-Forum bereit) und mich für unsere Verdienste um der Verbreitung des NLP.

Jeder von uns durfte seinen Eltern danken ;-)) und natürlich noch ein paar bewegende Worte an die Runde richten. Dann wurden weitere sehr bedeutsame Personen geehrt, u.a. Jens Tomas, der langjährige Vorsitzende, der die Geschicke des DVNLP in den letzten Jahren mit großem Einsatz hervorragend gelenkt hat (siehe Bild ganz oben). Meine große Anerkennung für dieses Engagement!

Nach den Ehrungen wurde endlich getanzt. Wer noch nie bei einem DVNLP-Kongress dabei war, der wäre überrascht, was sich hier abspielt. Bei den Ehrungen harrten die Tanzwütigen noch auf ihren Plätzen. Doch kaum ertönten die ersten Takte der Musik, verwandelte sich die Tanzbühne in ein Tollhaus, das jede Diskothek in den Schatten gestellt hatte.
Wie mir der Geschäftsführer des DVNLP, Berend Hendriks, am nächsten Morgen mitteilte, war der DJ vor seinem Auftritt sehr besorgt, wie man es denn schaffen könnte, die Leute zum Tanzen zu mobilisieren. Auf die Antwort: „Spiel doch einfach ein Lied!“ muss er wohl ungläubig mit den Schultern gezuckt haben, nur um dann fünf Minuten vor seinem Start noch einmal besorgt zu fragen: „Wie machen wir es denn nun?“. Es gab nicht eine Minute, in der die Tanzfläche leer gewesen wäre, überhaupt habe ich das in 10 Jahren beim DVNLP noch nicht erlebt. Jung und alt im Tanzwahn und wenn sie sich nicht pacen, dann tanzen sie noch heute! Wirklich großartig und immer eine Reise wert!

Ein großes Kompliment an den Vorstand, insbesondere Sebastian Mauritz, für seinen Beitrag zu der mit viel Fingerspitzengefühl vorgenommenen Organisation und Durchführung der Veranstaltung. Es ist jedes Mal eine große Freude dabei zu sein – zumal ich als Veranstalter eines eigenen Kongresses durchaus weiß, wie viel Arbeit dafür hinter den Kulissen notwendig ist.

Also auf! Bestimmt gibt es im nächsten Jahr wieder einen DVNLP-Kongress.