– ein Gastbeitrag von Heiko Zentner

Seit über 20 Jahren bin ich nun in der IT tätig. Angefangen als Programmierer, dann Berater mit Projekt- und / oder Qualtätsmanagement Aufgaben und nun seit einigen Jahren insbesondere als IT-Testmanager.

Eine ganze Zeit lang habe ich mich immer gefragt; „Warum verstehen die Kollegen und Stakeholder in meinem Projektumfeld nicht, was ich sachlich und fachlich korrekt vermitteln will.“

Nun ist es doch recht klar. Fakten, die einfach nur nüchtern im engen Kontext dargelegt werden, sind langweilig. Im NLP habe ich dazu viel gelernt.

Wie komme ich mit meinen nüchternen Fakten doch ins Ziel? Dazu braucht es Rapport und eine emotionale Einbindung der betroffenen. Die Gemeinsamkeit zwischen NLP und IT-Projekten ergibt sich durch die Kommunikation mittels Sprache, die bei NLP schon im Namen enthalten ist. In Veränderungsprojekten, wie sie die IT nahezu ständig begleitet, ist die Kommunikation mit und zwischen den Menschen in den Projekten der zentrale Faktor der zum Erfolg oder eben Misserfolg führt.

NLP und IT© Alvaro Reyes von unsplash.com

Hier bietet NLP viele Methoden und vor allem erst einmal ein Verständnis dafür, wie wir Menschen überhaupt kommunikativ funktionieren: Zunächst wird die Wahrnehmung auf unsere Gesprächspartner geschärft. Durch die richtige Wahl von Formulierungen verbessert sich die Fähigkeit zur zielorientierten Kommunikation. Dann fällt es einem leichter, die Dinge auch mal aus der Sicht des Gegenüber zu betrachten. Dies eröffnet neue Blickwinkel, die ansonsten möglicherweise nicht berücksichtigt werden. In vielen Situationen lässt sich „erspüren“, wie die aktuelle Situation einschätzen ist (Empathie) und dann die für diese Situation beste Strategie gewählt werden kann, die einem zur Verfügung steht, und das eben nicht nur aus einem unkontrollierten Impuls heraus.

Welchen Nutzen kann NLP im IT Umfeld nun bieten?

  • Besserer Umgang mit allen im Projekt beteiligten Menschen (den sogenannten Stakeholdern) sowie entwickeln des Verständnis für die eigenen Meta-Programme und die der anderen Personen.
  • Bessere Kommunikation mit allen Kontaktpersonen im Projektumfeld durch den Einsatz des Meta-Modells der Sprache in der eigenen Kommunikation und ein bewusstes Verständnis für Sprachmuster der Kommunikationspartner
  • Klare Projektziele, die von allen verstanden und gemeinsam verfolgt werden durch wohlgeformte Kriterien, die mehr als nur SMART sind.
  • >Projektteams bei denen die Effektivität und das „Wir“ mehr ist als die Summe der Individualität der einzelnen Mitglieder – durch eine ausgewogene Auswahl und gezielte Förderung der Teammitglieder anhand ihrer Meta-Programme.
  • Fokussierte Kreativität auf Ziel durch gezielte und auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Workshops aller Art (Ziele, Chancen, Risiken usw.) – z.B. durch die Walt-Disney-Kreativitätsstrategie und Einbeziehung der unterschiedlichen Stärken im Team.
  • Angemessener Umgang mit Konflikten zwischen Einzelpersonen, in Teams und mit Stakeholdern durch Verständnis der Bedürfnisse aller Beteiligten in deren persönlichem Kontextrahmen.
  • Nachhaltige Veränderungsprozesse in Organisationen und Prozessen durch erkennen und verstehen Auf Basis der logischen Ebenen der Betroffenen und erwirken von Win-Win-Situationen basierend auf wertschätzenden Vorannahmen.
  • Nachhaltige Lernresultate von Einzelpersonen, in Teams und Organisationen durch zielgruppenorientierte Kommunikation.
  • Effektive und effiziente Berichte zur Erzielung gewünschter Resultate durch bewusste Einbeziehung der eigenen Ziele und die der Empfänger.
  • Somit werden Ziele eher und leichter erreicht. Durch die kreativen Lösungsstrategien heißt es dann auch quasi „runter mit den Scheuklappen“. Auf dieser Basis ergeben sich etliche neue Optionen, insbesondere eine freie und zielorientiertere Entscheidungsfindung.

    In der IT sind nicht selten viele Muster festgefahren. Das hat sich „eben so ergeben“. Und Sätze wie „Never touch a running System“ sind da auch eher hinderlich, auch dann wenn sie im Einzelfall ihre Berechtigung haben. Doch wie kommt der Einzelne aus diesem System raus? Um etwas verändern zu können, muss zuerst der einzelne, angefangen beim „Ich“ sich ändern. Und dann kommt die Lawine auch langsam ins rollen.
    Um aus diesen „persönlichen Musterfallen“ heraus zu kommen, hilft NLP. Dann kann auch diese „Mustererkennung“ und „Musterveränderung“ (siehe Metaprogramme) in der Gruppendynamik greifen.

    Nur durch authentisches selber vorleben, wird eine Veränderung in einem Team, einer Arbeitsgruppe oder sogar Abteilung positiv beeinflusst.
    Beeinflussen ist als „Vorbildfunktion“ zu verstehen und eben nicht als Manipulation.

    NLP heißt hier für mich nicht unbeding, besser, schneller günstiger
    sondern eher gemeinsam + gegenseitiges Verständnis = hochwertiger Erfolg.