Die Landsiedel-Trainer bilden sich an 2 Tagen in die Tiefen des Gehirns hinein fort und bestaunen die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse über NLP.

NLP-Trainer und Neurowissenschaften

Montag und Dienstag dieser Woche fand das erste Seminar der Reihe „Train the Trainer“ statt, eine Fortbildungsreihe, die wir zur Weiterbildung von NLP-Trainern auf hohem Niveau gestartet haben. Unser erstes Thema war: „Das N im NLP“. Unser Top-Trainer war Franz Hütter aus München. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren aus der Perspektive des Trainers und Coaches mit Neurowissenschaften. Franz hat uns in die „Geheimnisse“ und neuen Erkenntnisse der Neurowissenschaften eingeführt. Faszinierend, wie viel NLP bereits wissenschaftlich validiert ist. Mein Kommentar am Ende war: „Das müssen wir der Welt auch sagen!“

Der Weg des NLP geht spätestens seit letztem Jahr und der Umwandlung in Neurolinguistische Psychologie ganz klar den Weg: Weg von Esoterik – hin zu plastischen Beweisen. Einstige NLP-Gegner präsentieren nun in ihren Forschungsarbeiten immer mehr Nachweise für NLP – und würden sie sich etwas mehr mit NLP auskennen, dann würde ihnen das sogar bewusst werden. Ich musste schmunzeln als in einer der Studien, die als empirische Belege für die Wirksamkeit von NLP herangezogen werden können, mein früherer Professor in Klinischer Psychologie auftauchte, der (10 Jahre nach meinem Abschluss) nun selbst etwas dazu beigetragen hat, ohne es natürlich zu wissen und zu wollen. Das Thema ist so spannend, dass wir in Zukunft eine ganze Serie hier im Blog daraus machen werden und Franz immer wieder drängen werden, endlich ein Buch darüber zu schreiben.

Los ging es für uns mit Gehirnanatomie und dem Kennenlernen der wichtigsten Neurotransmitter, Acetylcholin, Serotonin, Noradrenalin und Dopamin. Lernpädagogisch aufbereitet sind wir am ersten Tag durch die einzelnen Bereiche des Gehirns gewandert und durften es sogar mit Knetmasse nachbauen. Am zweiten Tag ging es dann darum, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse hinter den einzelnen NLP-Methoden wie Time-Line, Submodalitäten, VAKOG, Meta-Modell usw. stehen. Sehr spannend.

Einige wichtige Erkenntnisse wurden überblicksartig festgehalten:
1. Der Grundansatz von NLP und die meisten Formate sind auf breiter empirischer Basis belegbar.

2. Rapport aktiviert das Motivationssystem des Gehirns und bereitet so den Boden für Veränderung. Durch Oxytocin kompensiert er Veränderungsangst.

3. Das Spiegelneuronensystem bildet die Basis des Pacing und Leading.

4. Kongruenz ist alternativlos, denn die Amygdala detektiert Inkongruenz und schickt das Gefühl der Verunsicherung.

5. Die Einhalten von Feedbackregeln vermeidet die Aktivierung von Schmerzreizen im Gehirn. Dadurch kann sich das Gehirn besser auf die inhaltliche Botschaft konzentrieren.

6. Das Pacing des bevorzugten Sinneskanals (VAK-Kanals) vermeidet unnötige Stoffwechselaktivität im Gehirn und erleichtert so die Informationsverarbeitung.

7. Ankern ist die neuroplastische Kopplung eines Auslösereizes an die Aktivierung des nucleus accumbens (K+) oder der Amygdala (K-). Anker können eigentlich nicht gelöst sondern nur gehemmt werden. Unbewusstes Ankern ist die Basis der Intuition. Intuition ruft den Prototyp der Erfahrung ab.

8. Meta-Modell-Fragen wirken herausfordernd und bewirken dadurch die Ausschüttung von Noradrenalin. Noradrenalin initiiert die Suche nach Lösungsbausteinen in allen Speicherbereichen.

9. Tilgung: Der Thalamus filtert Informationen und lagert einen Großteil in unbewusste Speicherbereiche aus.

10. Generalisierung: Das Gehirn bildet Mittelwerte aus Erfahrungen.

11. Attraktive Ziele triggern die Ausschüttung von Botenstoffen (insbesondere Dopamin), die die Repräsentation des Ziels im Gehirn neuroplastisch verankern.

usw.

Es war ein langes, intensives und wundervolles Seminar. Die Aufzählung kann nur ein erster Vorgeschmack sein. Wir wollen mehr darüber schreiben, aber da wir nicht auf öffentlichen Gelder zurückgreifen können (wie die Forscher an den Unis) lassen wir es langsam angehen, so wie es unsere personellen Ressourcen zulassen.