NLP Master-Ausbildung in Hamburg mit unseren Trainern Isa-Bianka Mack und Dr. Julian Mack. Der dritte Reisebericht von unserem Teilnehmer Christian Wall.

Christian Wall

Eine Landkarte, die das Gebiet wirklich beschreibt? Wie soll das mit der NLP-Grundannahme „Die Landkarte ist nicht das Gebiet.“ zusammenpassen? – Doch, eine solche Karte gibt es: die integrale Landkarte von Ken Wilber. Sie ist die wohl derzeit umfassendste Meta-Landkarte der Wirklichkeit. Und genau diese haben wir auf unserer dritten Master-Reise kennen gelernt, einer unglaublich rasanten, vielschichtigen und hochinteressanten Reise. Doch – trotz aller Begeisterung – ich sollte am Anfang starten…

Am Freitag trafen wir uns wieder an unserem Bahnsteig 9 ¾ zur nächsten Reise. Schon zu Beginn haben uns unsere Reiseführer Isa und Julian mitgeteilt, dass die Reise schnell sein wird, sehr schnell, quasi ein Hochgeschwindigkeitszug. Wenn wir in einem Wagon sitzen, der gerade abgehängt wird, mögen wir gerne über unseren persönlichen Notausknopf ein Signal geben, damit der Zug halten und uns wieder einsammeln könne. Denn es solle sich auch lohnen. Abgehängte Wagons erreichen das Ziel nicht.

Theoretische Grundlagen und praktische Umsetzung

Am Freitag haben wir uns mit dem erweiterten Modell der Logischen Ebenen von Robert Dilts auseinandergesetzt und das Modell der Spiral Dynamics von Clare Graves kennengelernt. Das Modell der Graves-Level ist ein offenes Entwicklungs- und Wertemodell von Menschen und Systemen, wobei sich jeweils eine Ich-Ebene und eine Wir-Ebene abwechseln. Mit einem Fragebogen haben wir unseren eigenen Level nach unseren Einschätzungen in diesem System bestimmt. Was jetzt so einfach klingen mag, war doch die mit Sicherheit schnellste Zugfahrt auf unserer bisherigen Reise: Holon? nondual? Pyramide in Ringe verwandeln? Kein „Ich“ – immer noch kein „Ich“ – Ich – Du – Wir – Es – Sie – Meta? Ich bin gelb – lange nicht – orange oder grün – oder?? … „Morgen wird es klarer.“ meinten Isa und Julian noch, „Keine Bange, da kommt die Praxis.“ Und sie kam. Und es war sooo toll.

Master 115 - 3  Woen - 1.jpeg Wir haben die Level und deren Eigenschaften – Meme genannt (schon wieder ein neues Wort…) – genauer spezifiziert und dann „erfahren“. In vielen kleinen Gruppenübungen haben wir uns verschiedene Level erarbeitet und die Ergebnisse vorgestellt. Wobei: vorstellen ist untertrieben. Wir haben sie gespielt, gelitten, gelebt, gelacht. Wir waren die Rollen, spontan und kreativ. Darstellen und begreifen. Wir haben nebenbei entdecken können, was für Talente und – auch auf die Graves-Level bezogene – Rollen in uns schlummern. Das war wirklich großes Theater – wörtlich! – auf unserer Zugfahrt. Nicht nur lernen, sondern auch erfahren und leben. Hej, vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an unsere Reiseleiter! Die Ressourcen sind alle in uns – mit Euch haben wir sie wundervoll geweckt. Das ist NLP!

Die „integrale Landkarte“ von Ken Wilber

Auf unserem letzten Abschnitt haben wir die integrale Landkarte von Ken Wilber kennen gelernt. Ken Wilber ist ein Autodidakt, der sich selbst in mehr als 25 verschiedenen Studienfachrichtungen bis zum Promotionsniveau erarbeitet und verglichen hat. Er wollte das Meta-System hinter allen Wissenschaften verstehen. Hieraus ist die integrale Landkarte entstanden: ein Modell, die Welt so umfassend und vollständig zu erklären, wie es uns heute nur möglich ist. Das Modell besteht aus fünf voneinander unabhängigen Dimensionen (eine davon ist Spiral-Dynamics), die dennoch alle gleichzeitig zutreffen und betrachtet werden. An dieser Stelle haben wir von unserem Notknopf Gebrauch gemacht: „Stopp. Das verstehe ich nicht.“ „Kein Problem.“ meinte Julian. „Wir wenden es einfach an.“ Und dann konnten wir durch die Selbstbeschreibung eines Teilnehmers erleben, dass das Modell greifbar und anwendbar ist – und wie! Das hätte man gesehen haben müssen – diese komplette Veränderung in der Physiognomie – mir fehlen die Worte – Hammer!

Weiter ging die Fahrt und hinein in die Praxis… ausprobieren, erörtern, beschreiben, sich auseinander-setzen und mit raten bei unseren Themen. Alles lässt sich mit der integralen Landkarte beschreiben. Was für eine tolle Möglichkeit, Klarheit für sich zu gewinnen: Wer bin ich und wo stehe ich? Wer sind meine Mitmenschen und wo stehen Sie? Was ist das für ein System, in dem ich unterwegs bin? Wo möchte ich gerne hin und was bedeutet es für mich? Ist das nicht grandios, hierauf Antworten finden zu können?
Ohne dass wir es wirklich realisiert haben, war die Fahrt (also das Wochenende) zu Ende. Gleichzeitig ist für mich ein neuer Anfang entstanden. Es ist ein multidimensionaler Anfang von Verstehen, Fühlen und Erleben in Einklang mit Verstand, Herz und Seele von mir und der Welt. Mehr nicht, weniger auch nicht. Und das alles nach drei rasanten Tagen. Eine solche Fahrt buche ich bestimmt noch öfter.
Kommst Du mit?

Lesen Sie jetzt die beiden ersten Reiseberichte unseres Teilnehmers Christian Wall. Informationen und Termine für weitere NLP-Master Ausbildungen finden Sie hier.