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Eine Phobie ist eine panikartige, irrationale, starke Angst. Die Angst vor realistischen Gefahren wie beispielsweise Löwen oder Pistolen ist keine Phobie. Ängste vor Dingen, die einen Menschen eigentlich gar nicht verletzen können, wie beispielsweise Ameisen oder enge Räume, sind irrational und können sich zu Phobien entwickeln. Viele Menschen haben Angst vor Spinnen oder Schlangen, auch wenn es sich um ungefährliche und nicht giftige Tiere handelt. Besonders oft treten Schlangen- oder Spinnenphobien auf.

Spinnenphobie

Arten von Phobien

Manche Phobien sind durch Erfahrungen, also durch ein bestimmtes Ereignis entstanden. Ein Beispiel: Ein Kind sieht zum ersten Mal eine Spinne und die eigene Mutter schreit sofort laut los. In diesem Fall hat die Mutter einen Anker bei ihrem Kind gesetzt. Phobien, denen ein reales Ereignis hervorgeht, können besonders gut mit Ankertechniken wie dem Ankerverschmelzen aufgelöst werden.

Die zweite Art von Phobien ist anders gestrickt: Hier gehen wir davon aus, dass sich der Phobiker selbst eine Vorstellung von einer Angst gebildet hat. Im Kopf des Phobikers läuft dann jedes Mal eine Art Befürchtungs-Film ab, der die Angst noch größer macht. Der entscheidende Punkt ist, dass der Phobiker keine Kontrolle über diesen Film hat und den Film nicht anhalten kann. Solche Phobien können sehr gut mit der Phobie-Technik behandelt werden.

Achtung: Die Behandlung von Phobien ist in Deutschland nur mit einer entsprechenden psychotherapeutischen Ausbildung erlaubt. Die Phobie-Technik lässt sich allerdings auch sehr gut bei Lampenfieber oder zur Stressminderung verwenden.

Schritte der Phobie-Technik

Die Phobie-Technik wird im NLP mit den folgenden Schritten angewendet:

  1. Situation, in der die Phobie aufgetreten ist, assoziiert vorstellen
  2. Öko-Check: Leben ohne Phobie vorstellen und überprüfen, ob schwere negative Konsequenzen entstanden sind
  3. Kino-Situation vorstellen: Klient und Coachee sind im Kino
  4. Schritte:
    • Film (dissoziiert) mit der Situation in schwarz-weiß ablaufen lassen
    • Am schlimmsten Punkt Film anhalten
    • Klient in das Standbild des Films assoziiert reinschicken
    • Standbild farbig machen
    • Film rückwärts laufen lassen bis zum Beginn
  5. Die Schritte aus 3 ungefähr 6-8 Mal wiederholen, bis der Klient nicht mehr phobisch auf den kritischen Punkt reagiert
  6. Future-Pace: Situation von Punkt 1 nochmal assoziiert vorstellen. Wenn das Format erfolgreich war, erlebt der Klient die Situation nicht mehr so schlimm wie zu Beginn.

Durch das Format werden zwei Punkte verändert: Erstens wird dem Klienten klar, dass er selbst den Film verändern kann, da der Klient den Film in schwarz weiß ablaufen lässt. Zweitens wird dem Klienten deutlich, dass er die Kontrolle über den Film hat, da er ihn jederzeit anhalten kann.

In der kompletten Podcast-Folge erklärt Stephan Landsiedel detailliert die einzelnen Schritte, sodass Du das Format selbst anwenden kannst. Außerdem erläutert er, welche Probleme während dieser Technik auftauchen können und wie Du diese Probleme lösen kannst.

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