Unerwartet und viel zu früh hat uns Ralf A. Zunker mag. art, der „Leonardo da Vinci“ der Neuzeit, am Donnerstag, den 01.09.2016 auf seinem Rückflug von Bangkok nach Frankfurt verlassen. Er wird uns immer als ein großartiger Mensch und Trainerkollege in Erinnerung bleiben. Ich durfte Ralf über zwei Jahrzehnte in verschiedenen Rollen begleiten. Ralf kam als Schüler, wurde dann selber Meister, dann Trainerkollege und zuletzt als Freund.

Ralf ZunkerWenn Ralf richtig aufdrehte, dann konnte er Emotionen wecken, Menschen bewegen und begeistern. Mehr als einmal saß ich in seinem Auditorium und war ergriffen von seinem Vortrag – zuletzt bei meiner zwanzig Jahre Jubiläumstournee am 30.07.2016. Ralf erzählte an diesem Tag die Geschichte von Wilma Rudolph, die als Kind nicht laufen konnte und mit 19 Jahren drei Mal olympisches Gold im Sprinten gewann. Obwohl ich die Geschichte kannte, hatte ich Tränen in den Augen.

Ralf besaß ein unglaubliches Wissen. Er war sehr gebildet, drängte sein Wissen aber niemanden auf. Er hat Chemie, Mathematik, Physik, Psycholinguistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften studiert. Zahlreiche Ausbildungen in NLP, CQM, Hypnose, Rhetorik, Remote-Viewing, Reiki und vieles mehr folgten.

Aber viel mehr noch als all das beeindruckte mich an ihm, die Art, mit der er mit mir kommunizierte. Wann immer es Konflikte zwischen den Büros gab, konnte ein persönliches Telefonat zwischen mir und Ralf es sofort klären und hinterließ ein sehr gutes Gefühl bei uns.

Ich bin stolz darauf, dass wir sein Buch: „Der mit dem Wort tanzt“ herausbringen durften und ich bin sehr froh, dass wir es getan haben und somit zumindest einen Teil seines Lebenswerkes in eine Form gebracht haben, die auch der Nachwelt erhalten bleiben wird. Seine Aikido-Rhetorik ist genial.

Ich bin aus tiefstem Herzen dankbar, dass ich Ralf kennen lernen durfte und zugleich sehr traurig, ihn nicht mehr unter uns zu wissen. Ich glaube, es wäre ihm nicht recht, wenn wir Trübsal blasen, aber ihn zu ehren und als einen großartigen Menschen und Mentor in unserer Erinnerung zu halten, das wäre ihm sicher ein Herzensanliegen.

Wenn es einen Ort gibt, von dem Du uns auf eine Art hören kannst, dann möchte ich Dir sagen: „Lieber Ralf, ich bin dankbar, dass Du ein Teil meines Lebens bist und das ich ein Teil Deines Lebens sein durfte. Du bist mir in mancher Hinsicht ein Vorbild und ich vermisse Dich – am meisten als einen Freund. Die Erinnerung an Dich und unsere Begegnungen trage ich gerne in meinem Herzen. Lebe wohl.“