Gastbeitrag von Manuel

Oft wird von einem positiven Mindset geredet doch der ein oder fragt sich erst einmal was ein Mindset ist. Dazu kommen dann Fragen, wie wir es schaffen ein positives Mindset zu bekommen und was wir denn davon für ein Benefit haben, wenn wir uns dann schon daran gegeben. Und ist ein positives Mindset an zu trainieren bzw. können wir überhaupt lernen positiv zu denken und uns ein positives Mindset antrainieren?

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Was ist ein Mindset?

Mindset ist ein Begriff der aus dem englischen kommt und unsere Denkweise bzw. Sichtweise, unsere Einstellung oder auch unsere innere Haltung und Wahrnehmung beschreibt. Gehen wir optimistisch oder pessimistisch an eine Aufgabe ran. Sehen wir immer nur das Negative oder auch das Positive und dass was wir aus einer nicht so schönen Situation lernen können.

Lohnt es sich ein positives Mindset zu haben und haben wir davon auch ein Benefit?

Ob wir einen Vorteil davon haben oder nicht, liegt wieder in der Sichtweise des Betrachters, sprich an unserem Mindset. Die meisten würden diese Frage sicher mit ja beantworten, weil wir offener für Neues sind, auch aus nicht so schönen Zeiten etwas Positives mitnehmen, eher etwas wagen und eine ganz andere attraktive Ausstrahlung auf unsere Mitmenschen haben.

Du bist im Hier und Jetzt, und im Hier und Jetzt spielt die Musik, bist du glücklicher und zufriedener, weil du einfach weist, dass du dein Bestes gegeben hast (wenn du es denn hast.)

Die meisten werden sie kennen, Energie-Vampire die uns Energie entziehen, Menschen auf die wir nicht so extrem Lust haben, die mehr negativ sprechen als positiv oder neutral und nur rum nörgeln. Menschen bei denen wir uns danach nicht besser, im Gegenteil sogar eher schlechter fühlen. Und auch die Menschen bei denen wir uns direkt wohl fühlen, die uns Zuspruch geben, positives anerkennen, lächeln und einfach gute Laune versprühen.

Mit wem umgibst du dich lieber?

Optimisten sehen in jedem Problem eine Chance,
Pessimisten in jeder Chance ein Problem
Zu welcher Gruppe möchtest du gehören?

Wenn wir die Wahl haben, und die haben wir meistens langfristig, wollen wir dann lieber ein deprimierter Miesepeter sein und an Allem rum nörgeln oder lieber das Positive sehen und uns freuen, glücklich sein, aus Erfahrungen lernen und auf eine schönere Besserung hoffen, wenn etwas mal nicht so läuft wir es uns vorstellen?

Glaubst du nicht auch, dass Menschen mit einem Positiven Mindset viel länger durchhalten, wenn sie etwas in Angriff nehmen, weil sie glauben, dass etwas Gutes passieren wird?

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Wir reden hier nicht davon, alles Negative auszublenden und in einer Traumwelt zu leben, wir sollten schon realistisch bleiben, aber nehmen wir mal ein paar Beispiele.

Beispiel 1.
Stell Dir vor Du sitzt vor Deinem Schreibtisch, er ist voll beladen, unaufgeräumt mit ganz vielen Aufgaben die Du abarbeiten musst.

Jetzt machst du mal die Augen zu und stellst Dir vor, wie es denn wäre wenn der Schreibtisch nachher aufgeräumt wäre, die Aufgaben alle abgearbeitet wären und Du einfach glücklich bist alles geschafft zu haben und stolz auf Dich selber bist, dass Du das eben alles geschafft hast und Dich jetzt Deinen Hobbys widmen kannst.

Durch das positive Denken (das positive Mindset) wirst Du vielleicht viel schneller anfangen wollen um das alles hinter Dich zu bringen. Du siehst dein Ziel vor Augen, als hättest Du es bereits erreicht und siehst schon die Freude, dass Du glücklich bist und jetzt Deinen Hobbys nach gehen kannst oder was auch immer Du Dir vorgenommen hast oder vornimmst.

Nur positiv denken und aus der Realität zu fliehen bringt aber auch nichts.

Stell Dir vor Du fängst gar nicht an und bleibst bis am Abend mit Augen zu und positivem Denken vor dem Schreibtisch sitzen. Die Aufgaben erledigen sich nicht von alleine, der Tisch räumt sich nicht von alleine auf. Im Gegenteil, hier hat Dir das positive Denken nichts gebracht, denn Du bist aus der Realität geflohen und am Abend ist immer noch alles so wie es schon war als Du die Augen geschlossen hast. Wäre da jetzt eine extrem wichtige Aufgabe dabei, wärst Du vermutlich besser dran gewesen Du hättest alles gemacht ohne positiv zu denken.

Aber mit positiv Gedanken, fängst du lieber an, sieht dein Ziel, weist worauf du zu arbeitest und freust dich, wie eben erwähnt schon auf die Freude danach deinen Hobbys nach zu gehen oder sonstigen Aktivitäten.

(Positiv denken Beispiel mit dem Schreibtisch von Jürgen Höller)

Beispiel Geschichte

In einem Dorf lebte ein Bauer mit einem Pferd. Es war der einzige Bauer mit einem so schönen Pferd. Die Leute im Dorf sagten Ihm, dass er Glück hatte ein solches Pferd zu haben.

Der Bauer antwortete: Wer weiß, wer weiß.

Eines Tages lief sein einziges Pferd weg und die Dorfbewohner sagten. Jetzt hat der Bauer kein Pferd mehr, der Arme.

Der Bauer antwortete wieder nur mit: Wer weiß, wer weiß.

Wieder ein paar Tage später kam sein Pferd mit einem weiterem zurück und die Leute im Dorf riefen Ihm nach, wie viel Glück er doch habe jetzt zwei Pferde zu haben.

Der Bauer antwortete. Wer weiß, wer weiß.

Nun versuchte der einzige Sohn des Bauers auf dem Pferd zu reiten, doch er viel runter und brach sich die Beine. Die Dorfbewohner gaben wieder Mitleid dazu und sagten, der arme Sohn des Bauern.

Der Bauer antwortete auch jetzt mit: Wer weiß, wer weiß.

Plötzlich kamen Soldaten und holten Jungen und junge Männer für die Armee. Doch sein Sohn blieb zuhause, da er aufgrund seiner Beine nicht tauglich war. Die Bewohner des Dorfes waren nicht erfreut, dass ihre Söhne gehen mussten und riefen dem Bauern zu was er doch für ein Glück habe.

Und der Bauer sagte wieder: Wer weiß, wer weiß.

Plötzlich brannte sein Hof (vielleicht die Rache eines Dorfbewohners, der nicht haben konnte, dass der Sohn des Bauern nicht zur Armee musste) und

der Bauer sagte wieder nur: Wer weiß, wer weiß.

Unter dem abgebrannten Hof war ein großer Goldfund, der nun dem Bauern gehörte.

Die Dorfbewohner beneiden ihn wieder und sagten wie viel Glück er doch habe,

und der Bauer sagte wieder mal: Wer weiß, wer weiß.

Wir sollten im Leben lernen, dass es nur eine geringe Rolle spielt was uns passiert. Die größere Rolle spielt viel mehr, wie wir mit dem was passiert umgehen und was wir daraus lernen.
Es ist egal was uns passiert, entscheidet ist wie wir damit umgehen. ( Zitat – Quelle Unbekannt)

Nächstes Beispiel:
Stell Dir vor es gibt zwei Bewerber und nur einer bekommt den Job und beide müssen vorher eine Aufgabe erledigen.

Person A sagt sich: „Ich schaffe das.“, Person B sagt sich: „das schaffe ich nicht.“.

Situation 1: beide Personen schaffen es -> die Bewerter werden vielleicht denken, Person A wusste dass sie es schafft und kann sich gut einschätzen und zu Person B denken sie, oh er hatte bestimmt nur Glück, dass es funktioniert hat.

Situation 2 -> beide schaffen es nicht -> die Bewerter denken, Person B wusste dass sie es nicht schafft und Person A hat bestimmt einfach mal Pech gehabt.

Situation 3 Person A schafft es und Person B schafft es nicht -> die Bewerter sagen sich Person A kann sich richtig einschätzten und schafft es Person B schätzt sich zwar auch richtig ein schafft es aber nicht.

Situation 4 Person B schafft es Person A schafft es nicht -> Person A hat es nicht geschafft, hättest Du auch gedacht Du hättest nicht geschafft, wären die Bewerter trotzdem für den, der es geschafft hat.

Wie bekomme ich denn nun überhaupt ein positives Mindset und lässt sich das überhaupt antrainieren bzw. erlernen?

Ja, wir können lernen ein positives Mindset zu entwickeln. Es klappt, wie die meisten Skills im Leben, nicht von heute auf Morgen, sondern fordert viel Geduld und Training.

Es wird vermutlich kein perfektes positives Mindset geben, aber wir werden immer näher rankommen, denn das Ziel sollte sein, jeden Tag ein Stück besser zu sein als wir gestern waren.

Wenn wir konstant lernen, werden wir immer besser, und sehen auch irgendwann eine Besserung.

Für die konstante Weiterentwicklung gibt es zwei Neologismen.

Bodo Schäfer nutzt einen Neologismus (eine Wortneuschöpfung) Kluw. Kluw steht für -konstant lernen und wachsen-, Auch Tony Robbins, wohl einer der bekanntesten, wenn nicht der bekannteste Speaker der Welt, nutzt einen Neologismus canei. canei steht für -constant and never ending improvement-.

Um direkt anzufangen ein positives Mindset zu entwickeln

  • Fang direkt an und sag der Aufschieberitis den Kampf an.
  • Bemühe dich, gib dein bestes aus jeder Situation, sei sie noch so deprimierend, etwas Positives raus zu filtern und aus der Situation zu lernen. Oft sind in unserem größten Problem die größten Geschenke und Learnings zu finden.
  • Such dir ein Vorbild dessen Mindset Du modellieren möchtest. (nicht kopieren)
  • Umgib dich mit Menschen die positiv denken, und reduziere die Zeit mit toxischen Menschen und ja es ist manchmal nicht ganz einfach, weil uns diese Menschen vielleicht sehr nah stehen, (Du sollst sie ja nicht komplett aus Deinem Umfeld herausschieben). Du hast keine in Deinem Umfeld? Dann lies Bücher, höre Hörbücher, schaue Videos im Internet und lerne von erfolgreichen Menschen, die ein positives Mindset haben oder suche Dir welche. Geh auf Seminare, sprich mit den Leuten, dort wirst Du sicher viele Leute finden, die sich mit Persönlichkeitsentwicklung und dem Thema Mindset beschäftigen.
  • Bilde Dich selber weiter mit Büchern, Hörbüchern, Videos, Seminaren, Austausch mit Menschen die in Deine Richtung denken und auch ein positives Mindset haben wollen oder schon weiter sind als Du selbst.
  • Fang an zu reflektieren, schreib es auf und arbeite an Dir.
  • Sei dankbar und schreibe ein Dankbarkeits-Journal -> komm bloß nicht mit der Einstellung, ich weiß nicht was ich aufschrieben soll, oder ähnlichen Aussagen -> Du hast gerade Internet, das haben viele Menschen nicht, sonst könntest Du es nicht lesen. Und wenn Du Internet hast, werden einige Grundbedürfnisse bei Dir auch erfüllt sein, z.B. dass Du Essen und Trinken hast?
  • Erstelle ein Visionboard und schreib Deine Ziele (auf Papier) auf, damit Du immer wieder weist worauf Du hin arbeitest.
  • Stelle Dir die richtigen Fragen, statt „warum passiert mir das?“ fragst Du Dich was Du positiv sehen kannst, was kannst Du daraus lernen. Oder frage Dich ob es in einem Jahr überhaupt noch so schlimm sein wird wie heute (wir machen uns oft viel zu viele Gedanken und viele Sachen, spielen in einigen Jahren gar keine und oder kaum noch eine Rolle (Ausnahmen vorbehalten))
  • Nutze die richtigen Worte und Formulierungen
  • Übernimm Eigenverantwortung und triff Entscheidungen

  • Denk immer daran ohne die negative Seite würde es auch keine positive Seite geben.
  • Um ordentlich denken zu können, brauchst Du richtigen Treibstoff, achte auf eine gesunde Ernährung und treibe Sport, geh an die frische Luft -> wenn Du nur wenig Zeit hast geh eine kleine Runde bei Tageslicht an der frischen Luft spazieren. Sonne macht glücklicher, merkst Du sicher selbst immer, wenn nach dem Winter wieder immer mehr die Sonne raus kommt und viele ihr Verhalten deutlich sichtbar ändern.
  • Lächle und lache, grinse, habe gute Laune, schenke der Welt ein Lächeln und sie schenkt Dir eins zurück
  • Habe eine gerade Körperhaltung, so hast Du automatisch bessere Laune
  • Die Spirale geht immer ins Negative oder ins Positive. Läuft sie einmal ins Positive dann halte sie im positiven, fall nicht wieder zurück. Und ja, manchmal ist es schwer durchzuhalten, aber meistens lohnt es sich.
  • Belohne Dich bzw. feiere Deine Erfolge, seien sie noch so klein.
  • Wage Veränderungen egal wie klein sie sind, Du wirst offener werden, was sich wiederum positiv auf Dich auswirkt.
  • Arbeite an Deinem Selbstbewusstsein und an Deinem Selbstwertgefühl, es geht Hand in Hand einher mit dem positiven Mindset. Denke daran -> entwickle Dich immer weiter
  • Werde achtsamer.
  • Bleibe realistisch und übertreibe es nicht.
  • Bist Du überlastet, nimm Dir Zeit für Ruhe und Entspannung. Vor allem wenn wir glauben, dass wir keine Zeit dafür haben, brauchen wir die Ruhe am meisten.
  • Visualisiere Deine Erfolge, Ziele etc., visualisiere wie Du Dich in bestimmten Situationen positiv verhältst.
  • Mache eine Challenge gegen Dich selbst und gib jeden Tag Dein bestes mehr positiv zu denken, mehr positive Sachen (vor allem in nicht so schönen Situationen) zu sehen. (einfach mal ein paar Tage oder Wochen ausprobieren)
  • Da wir bei NLP sind, ankere doch Deinen positiven Zustand mit gerader, aufrechter Körperhaltung, einem Lächeln, einem positiv visualisiertem Bild im Kopf und dem „positiv-denken“ Gefühl.

Ich hoffe, ich konnte Dir einige Fragen zum Thema positives Mindset beantworten und dieser Beitrag war eine kleine aber nützliche Hilfe für Dich.

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