NLP ist wissenschaftlich geprüftHeute möchte ich Euch erneut eine Studie vorstellen, die unsere fleißigen Psychologie-Studenten gefunden und zusammengefasst haben. Auch diese Studie zeigt die Wirksamkeit von NLP. Dies ist insgesamt die dreizehnte Studie, die wir hier in dieser Reihe veröffentlichen. Wer alle Beiträge dieser Kategorie lesen möchte, bitte einfach rechts unter Kategorien NLP Forschung auswählen. Bei den Lesern, die Nicht-Psychologen sind, möchte ich mich entschuldigen, dass wir nicht auf die wissenschaftliche Sprache verzichten konnten. Dies erscheint uns aber wichtig, damit wir die Grundvoraussetzung schaffen, um in der wissenschaftlichen Welt ernst genommen zu werden. Leider stellen sich viele, die NLP kritisieren, nicht dem wissenschaftlichen Diskurs und benutzen unzulängliche Verallgemeinerungen und verstecken oft ihre Quellen, so dass es für uns einen erheblichen Aufwand bedeutet, diverse Studien im Original zu bekommen, um daran Fehler und Mängel aufzuzeigen.

Zusammenfassung
In der sehr umfangreichen „Tampere-Study“ welche 1996 begann und 2004 erstmals publiziert wurde, erforschte das Team inwieweit NLP-Psychotherapie wirksam ist. Da die Studie sehr umfangreich ist, gibt es hier nur ein paar Auszüge, z.B. die Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens, welche auch 2 Jahre nach den Therapien konstant blieb.

Methode
Die insgesamt 62 Probanden (50 weiblich, 12 männlich) die an der Studie mitwirkten wurden von verschiedenen Therapeuten behandelt. Wobei die 4 „Haupttherapeuten“ (54 Fällen stammten von ihnen) mindestens den Master in NLP hatten, 20 Jahre Therapie-Erfahrung nachweisen konnten und NLP-Methoden sowie NLP „verwandte“ Methoden (wie z.B. Hypnose) in der Therapie verwendeten. Die Diagnosen die zu Beginn gestellt wurden (ICD-8) reichten von Depressionen, über somatische Probleme hin zu Angstattacken und vielen weiteren Störungen. Erhoben wurde u.a. 1. der subjektive Gesundheitszustand von Patient (u.a. mithilfe der Deskriptiven Visuell-Analog-Skala), 2. wie der Therapeut diesen einschätzt, 3. Ob der Patienten die Therapie als hilfreich erachteten und 4. wurde in der Nachuntersuchung erhoben, inwiefern die Patienten Medikamente nehmen, nach professioneller Hilfe gesucht haben und ob sie Arbeitslos sind oder nicht. Um auch die Langzeitwirkung zu testen, wurden insgesamt 4 Messzeitpunkte erhoben. Einmal vor und einmal nach der Therapie, dann 6 Monate nach Ende der Therapie und nochmal 1,5 bis 2 Jahre danach. Die Sitzungszahl wurde individuell festgelegt und reichten von 2 bis maximal 23 Sitzungen (mean = 8.2). Am Ende wurden die Ergebnisse mit 7 verschiedenen Gruppen verglichen.

Ergebnis

NLP Psychotherapie Studie
Obiges Diagramm zeigt das subjektive Wohlbefinden (gemessen mit einer deskriptiven Visuell-Analog-Skala) vor der Therapie (x-Achse) und nach der Therapie (y-Achse). Alle Werte unter der schwarzen Gerade bedeuten, dass es den Patienten vor der Therapie tendenziell besser ging – alle Werte darüber bedeuten, dass es den Patienten nach der Therapie besser ging. Weiteres kann man heraus lesen, dass je näher die Werte an der schwarzen Linie dran sind, desto weniger drastische Veränderungen gab es. Umgekehrtes gilt natürlich genau so. Wenn man z.B. den Wert ganz links außen mit Worten übersetzt (x = ~15, y = ~65) heißt das, dass der Patient vor der Therapie angegeben hat (von 0 = negativ / 100 = positiv), dass es ihm sehr schlecht ging (15) und nach der Therapie ganz gut (65).

NLP Psychotherapie Studie NLP Psychotherapie Studie

In dieser Auflistung zeigt sich die Therapeutische Einschätzung (DVAS) der Klienten. In allen Kategorien besteht ein hoch signifikanter Unterschied zwischen Therapiebeginn und Therapieende.

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Ein eindeutiger Trend ist erkennbar. Nach 2 Jahren war nur noch 1 Person (2%) arbeitslos. Weiteres suchten nur 11 ehemalige Klienten (27%) in der Zeit nach der Therapie bis zur Nachfolgeuntersuchung Hilfe. Die Frage nach der Einnahme von Medizin wurde nur von 30 Personen beantwortet und kann daher nicht ganz klar ausgewertet werden. Außerdem nahmen nicht alle Personen (n=42) an der Nachuntersuchung teil.

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Legende: SWB: Subjektives Wohlbefinden, PE: Problemerfahrung/Problemschwierigkeit (0 = hoch, 10 = niedrig), CR: Veränderung (0 = negative Veränderung 5 = keine Veränderung, 10 = positive Veränderung)

Obige Grafik zeigt, dass zumindest die 42 Patienten die auch bei der Nachuntersuchung teilnahmen eine sehr stabile Veränderung vorweisen.

Originalquelle
Ojanen, M.; Kotakorpi, S.; Kumpula, S.; Tankklu, M.; Vadén, T.; Vikeväinen- Tervonen, L.; Kiviaho, M. & Hiltunen, S. (2004): Terapiastako ratkaisu – NLP – perustaisen psykoterapian tuloksellisuudesta. Helsinki: Mielikirjat.