Ressourcen-Trance auf der Timeline

Donnerstag, November 16th, 2017 | NLP Blog

– ein Gastbeitrag von Evi Anderson-Krug, unsere Trainerin für NLP in Kitzingen

Dieses Trance-Format eignet sich, um für eine künftige Situation Ressourcen zu mobilisieren (z.B. Prüfung, Vortrag, Bewerbungsgespräch o.ä.). Das Format kann auch inhaltsfrei durchgeführt werden, d.h. der Klient muss nicht sagen, um welches Thema es sich handelt.

Formatsablauf

1. Situation finden
„Denke an eine bevorstehende Situation, für die du gern mehr Ressourcen zur Verfügung haben möchtest.“

2. Zeichen für „Ja“ und „Nein“ vereinbaren
Vereinbare mit dem Klienten ein Zeichen, durch das er „Ja“ oder „Nein“ mitteilen kann, wenn er in Trance ist. Das kann z.B. für „Ja“ das Heben des rechten Zeigefingers sein, für „Nein“ das Heben des linken Zeigefingers, während seine Hände entspannt auf den Oberschenkeln oder der Stuhllehne aufliegen.
„Du kannst mir gleich antworten, ohne reden zu müssen. Für ‚Ja‘ kannst du diesen Finger anheben, und für ‚Nein‘ diesen Finger.“ (Tippe dabei den jeweiligen Finger deines Klienten kurz an).

3. Klienten in Trance führen
Führe deinen Klienten in Trance, z.B. mit der „5-4-3-2-1 Technik“.

4. Ressourcen finden
Sobald dein Klient in Trance ist, bitte ihn, kurz in die künftige Situation assoziiert hineinzugehen.
Ressourcen-Trance auf der TimelineLass ihn dort gedanklich nach oben steigen und dissoziiert auf die Szene herab blicken. Sprich mit ruhiger, langsamer Trancestimme.
„Gehe jetzt direkt zu der künftigen Situation, für die du zusätzliche Ressourcen möchtest. Und dann schwebe in Gedanken nach oben, wie ein Adler, und blicke von dort oben hinab auf die Szene. Und während du die Situation da unten betrachtest, nimm wahr, welche Ressource die Person in dieser Situation dabei unterstützen könnte. Sobald dir eine Ressource eingefallen ist, gib mir das Zeichen für ‚Ja‘.“

5. Ressourcen in der Vergangenheit finden
Sobald der Klient mit dem vereinbarten Zeichen geantwortet hat, lass ihn nach einem Ereignis in der Vergangenheit suchen, bei dem er die entsprechende Ressource schon erlebt hat. Lass ihn assoziiert die Ressource erleben und in die künftige Situation mitnehmen.
„Suche nun nach einem vergangenen Ereignis, bei dem du diese Ressource schon zur Verfügung hattest. Und wenn du diese Situation gefunden hast, gib mir ein Zeichen.
Und jetzt erlebe diese Ressource assoziiert, spüre sie im ganzen Körper und nimm sie mit in die künftige Situation.“
„Und während du dieses Gefühl nun ganz intensiv spürst, kannst du es vielleicht noch verstärken und genießen, wie es sich in deinem ganzen Körper ausbreitet. Und du kannst jetzt schon spüren, wie sich die Situation für dich verändert hat…
Und nachdem du diese Ressource in deine Zukunft eingefügt hast, kannst du nun wieder wie ein Adler nach oben steigen … um von dort wahrzunehmen, ob der Mensch dort unten noch etwas Weiteres braucht…Und dann gib mir ein Zeichen für ‚Ja‘ oder ‚Nein‘.“

6. Anreichern mit weiteren Ressourcen
Falls dein Klient weitere Ressourcen braucht, wiederhole die Schritte 4 und 5, bis er alle gefunden hat.

7. Ressourcen assoziiert verstärken
Sobald alle Ressourcen in die Zielsituation integriert sind, geht der Klient mit den Ressourcen in die Gegenwart zurück und nimmt die Schritte wahr, die ihn dahin geführt haben.
„Und da du jetzt alles zur Verfügung hast, kannst du wieder hinab schweben, in die künftige Situation. Und während du all die Ressourcen in dir trägst und das Gefühl in dir spürst, das du nutzen kannst, um dein Ziel zu erreichen … verstärken sich diese Ressourcen noch weiter in dir … und du kannst wissend aus deiner Zukunft in die Gegenwart zurück gehen … während du wahrnimmst, welche erfolgreichen Veränderungen, Möglichkeiten und Strategien du verwendet hast … um dein Ziel Schritt für Schritt zu erreichen.“
Wieder in der Gegenwart angekommen, betrachtet der Klient die Zukunft und geht (noch immer in Trance) assoziiert den ersten Schritt in die Zukunft.
„Und jetzt, da du wieder in der Gegenwart, im Heute angekommen bist, kannst du von hier aus in die Zukunft blicken und den ersten Schritt dorthin tun“.

8. Klienten aus der Trance herausführen
Hole deinen Klienten wieder sanft aus der Trance heraus und achte darauf, dass er wieder ganz im Hier und Jetzt angekommen ist.

Hinweis: Falls dein Klient während der Trance länger nicht antwortet, kannst du ihn nochmals sanft durch Antippen der Finger daran erinnern, welche Zeichen ihr vereinbart habt. „und du weißt, dies bedeutet ‚Ja‘ und dies bedeutet ‚Nein‘.

Über die Autorin

Evi Anderson-KrugEvi Anderson-Krug ist Diplom-Sozialpädagogin, NLP-Lehrtrainerin, DVNLP, Coach (ICI) und hat viele Weiterbildungen absolviert, unter anderem im Improvisations-Theater. Sie ist seit 20 Jahren freiberuflich als Coach und Trainerin tätig und leitet unsere NLP-Abendseminare sowie unseren NLP-Practitioner in Kitzingen. Auf unserer Webseite findest Du weitere Informationen zu unseren NLP-Seminaren in Kitzingen sowie das Trainerprofil von Evi Anderson-Krug.

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Autor

NLP Trainer Stephan Landsiedel   In diesem Blog schreibt Diplom-Psychologe und NLP-Lehrtrainer Stephan Landsiedel über NLP, sein Unternehmen und sein Leben. Er ist mehrfacher Autor und hat bereits über 2.500 NLP-Ausbildungstage absolviert.

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