NLP Master-Ausbildung bei Landsiedel NLP Training in Hamburg mit unseren Trainern Isa-Bianka Mack und Dr. Julian MackEin erster Reisebericht von unserem Teilnehmer Christian Wall.

Christian Wall

Es ist wie mit der bekannten Schokolade: für die einen ist es ein Schokoriegel, für die anderen die längste Praline der Welt. Für mich ist es mit der Weiterbildung zum NLP-Master ähnlich: für die einen ist es eine Weiterbildung, für mich ein Fortbewegen auf der längsten Reise der Welt: der Reise mit mir zu mir. Und so entsteht  hier eben ein Reisebericht der Master-Reise, Abfahrt vom Bahnsteig 9 ¾.

Am 19.02.2016 haben wir uns in den Räumen des Heinrich-Heine-Gymnasiums für einen neuen Abschnitt unserer Reise getroffen. Unsere „Reiseleiter“ (Trainer), Isa-Bianka und Julian Mack, unterstützt von den „Betreuern“ (Co-Trainern), Jürgen Klemz, Corinna Sundermeier und Michael Fritz, hatten für die Fahrt schon alles vorbereitet. Das Besondere unserer Reisegruppe ist, dass wir fast alle schon zusammen die vorherige Reise (NLP Practitioner) unter Isa und Julian erlebt haben. Das Wiedersehen war, als wäre es gestern gewesen, nicht mit einem Abstand von vier Monaten. Eine tolle Atmosphäre und ein großes „hug me“ an alle!

Nach vielen „Hallos!“ und vielen Umarmungen sind wir in den Zug eingestiegen. Nach einer kurzen Einführung in das, was uns auf der Reise erwartet, folgte ein Erinnerungsaustausch an die letzte Reise (Schüler würden so etwas wahrscheinlich Wiederholung nennen, wir haben Erfahrungen geteilt). Und Gong!

Aufbruch zur ersten Station auf unserer Master-Reise: „Wer bin ich?“

1. Master-WochenendeAn dieser Wochenendstation haben wir Glaubenssätze wertschätzend in ein Museum gestellt und gegenteilige Pole unserer Persönlichkeit zu einem Neuen verschmolzen. Wir haben neue Sprachmustertricks erfahren, mit denen Behauptungen trefflich pariert werden können.

Haben Sie wirklich immer schlechte Laune, wenn es regnet? Was machen Sie, wenn es schneit? Sind alle Menschen dumm, die keinen Studienabschluss haben? Dann sind ja auch George Washington, Henry Ford oder Mark Zuckerberg dumme Menschen. Spannend, oder?

Auf weiteren Zwischenstationen haben wir die Spiegelgesetze und das Satir-Modell (entwickelt von Virginia Satir, einer der Hauptideengeberinnen des NLP) kennengelernt. Was für ein Typ bist Du selbst? Und was sind es für Typen, mit denen Du dich täglich umgibst? Rationalisierer? Beschwichtiger? Ankläger? Ablenker? Oder vielleicht ein kongruenter Typ? Wie stark bist Du mit Dir selbst verbunden, mit dem anderen Gesprächspartner oder mit dem Kontext? Oder wie wenig verbunden? Horch mal hinein…

Auf unserer letzten Station haben wir dann tanzend mit Persönlichkeitsteilen Kontakt aufgenommen und sind unserer animalischen Seite begegnet, einer wilden Seite, die in unserem Leben oft ein wenig zurückgedrängt wird. Aber wie kraftvoll sie ist, wenn sie frei sein darf, ist eben mit Worten kaum zu beschreiben, mit Tanzen dagegen intensiv zu erfühlen und zu erleben.

Und so sind wir dann am Sonntag nach einer wundervollen, intensiven Fahrt wieder am Bahnhof angekommen. Wir haben in einer liebevollen und sehr wertschätzenden Umgebung viele, viele magische Momente geteilt, viel Freude erfahren und viele Erfahrungen gemacht. Erfahrung kommt von „Fahren“, in Bewegung sein, Neuem begegnen. Wir dürfen wachsen, und wir dürfen es mit allen Sinnen genießen. Ist das nicht unglaublich schön?

Gong und Abfahrt an unserem Bahnsteig 9 ¾ zur zweiten Reise der NLP-Masterausbildung

An diesem zweiten Wochenende hat uns die Reise in ein Gebirge geführt, das Gebirge der Glaubenssätze. Am Freitag haben uns unsere Reiseleiter, Isa und Julian, noch Grubenleuchten gegen die möglichen Strapazen und Reisekrankheiten (man könnte es auch einführende Informationen nennen…) gegeben, denn diese Reise führt uns nicht in die Höhenzüge des Gebirges, sondern in die Fundamente – die Fundamente unseres Lebens. Woran glauben wir? Wie setzt sich das Fundament zusammen? Und wie können wir es bearbeiten, ohne dass es zusammenbricht?

Ein Glaubenssatz ist eine Überzeugung oder Einstellung, die wir persönlich für wahr halten. Er ist eng mit unseren persönlichen Werten verknüpft und bestimmt maßgeblich unsere Entscheidungsfindung und Leistungsfähigkeit. Ein Glaubenssatz besteht immer aus einer Aussage, die mit einer Emotion verknüpft ist. Um einen Glaubenssatz also vollständig zu ersetzen ist es wichtig, immer beide Aspekte zu bearbeiten – soweit die Reisebeschreibung für das Wochenende.  Und „Bearbeiten“ ist hier im wahrsten Sinne des Wortes gemeint, denn manche Glaubenssätze prägen uns schon ein ganzes Leben und sind hart wie Granit. Andere leuchten wie Gold oder Diamanten, sind aber bei näherem Hinsehen nur Scherben, die tief in uns vergraben sind.

2. Master-Wochenende

Scherbe oder Diamant? Probiere es aus, frag Dich: Wer hat Dich geprägt, wer waren Deine Vorbilder? Wo bist Du aufgewachsen? Welche Modelle der Welt hast Du? Und sei ehrlich zu Dir, denn es lauern viele Gefahren auf dem Weg: hier und da eine falsche Fährte oder eine Nebelwand mitten im Stollen. Vielleicht glaubt Dein Reiseleiter auch, die Lösung schon genau zu kennen, ohne dass das Problem offen liegt? Oder sind es schlicht zu viele Wege, ein Netz von Stollen und Abzweigungen?

Wer könnte uns da helfen? Wer wäre besser geeignet als ein Mentor, ein wahrhaft guter Freund? Die Mentorentechnik bietet hier wertvolle und wirkungsvolle Unterstützung. Was für ein wunderbares Erlebnis, sich in dunklen Höhlen auf jemanden verlassen zu können, der leuchtet. Eine weitere Hilfe bietet auch die Diamond-Technik, ein NLP-Format, um sich selbst eine Landkarte zu malen und sich Sicherheit über die Wahrhaftigkeit und den Wert einer Aussage zu verschaffen: Ist es so? Oder vielleicht anders? Oder vielleicht auch eine Mischung von beiden? Was wäre, wenn keine Aussage zutrifft? Was kann ich erreichen, was wird verhindert? Und dann könnte sich schon ein neuer Startpunkt ergeben. Eine faszinierende Landkarte aus wertvollen Diamanten entsteht, genau das Richtige für eine Reise tief im Gebirge der Glaubenssätze.

Und dann trafen wir sie, unsere Glaubenssätze. Mit dem Re-Imprint, einem unglaublich intensiven NLP-Format, haben wir die auslösende Situation in der Vergangenheit gesucht, sie bearbeitet und ihr eine neue Aussage sowie ein neues Gefühl gegeben. Wir haben einen neuen Glaubenssatz erschaffen, den wir wieder zurück in die Gegenwart getragen haben. Frei atmen mit dem neuen Gefühl, wie genial ist das denn! Sehen, hören, atmen und fühlen im Gebirge der Glaubenssätze!

Eng verknüpft mit den Glaubenssätzen sind unsere Werte und Bedürfnisse, mit denen wir uns am Sonntag noch auseinandergesetzt haben. Es ist schon wirklich verblüffend, Werte einmal ausschließlich vor einem materiellen Hintergrund zu ermitteln. Sicherlich sind zum Beispiel Pünktlichkeit und Wertschätzung wichtig, aber wie werden sie tatsächlich gelebt? Wie viel Zeit, wie viel Energie oder Geld wenden wir tatsächlich auf? Und dann die Frage: für wen eigentlich? Mache ich es für mich selbst oder für die Gemeinschaft? Profiliere ich mich gerade auf Kosten der Gemeinschaft oder strebe ich eine Balance an, durch die beide gestärkt werden? Kannst Du die Fragen für Dich frei von der Leber weg beantworten?

Und so ist auch dieses Wochenende schon wieder vorbei. Nach vielen innigen Momenten einer sehr intensiven Reise sind wir wieder am Bahnsteig angekommen. Diese Reise ist eine Reise in das Fundament unser eigenes Ichs gewesen, in das tiefe Verständnis für uns selbst, in das Umgehen mit unseren eigenen Werten und Glaubenssätzen. Ich freue mich auf unsere nächsten gemeinsamen Ausflüge.

Vielleicht klären sich dann auch Fragen, die mich aktuell beschäftigen: „Wer bin ich?“ und „Wozu gehöre ich?“ Wer ich sein möchte, weiß ich: ich möchte ein Mensch sein, der seinen Himmel im Kopf hat. Und nicht einer, dessen letzte Worte im Leben waren: „Wirf mal die Axt rüber.“

Im Februar 2017 beginnt übrigens die nächste NLP Master-Reise mit Isa und Julian.  😉