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Interview mit Dr. Julian Mack


Dieses Interview mit Dr. Julian Mack bietet die Gelegenheit den NLP-Trainer näher kennen zu lernen. Viel Vergnügen beim Lesen!

Wie bist Du auf NLP gekommen?
Zwischen 1998 und 2000 bin ich NLP kurz im Rahmen einer Weiterbildung in systemischer Organisationsentwicklung begegnet. Jahre später wies mich ein Freund erneut auf NLP hin und gab mir das Buch "Neurolinguistisches Programmieren: Gelungene Kommunikation und persönliche Entfaltung" von O'Connor und Seymour, in dem ich mich sofort zuhause fühlte. Anschließend habe ich NLP in meinen Practitioner-Kurs selbst praktisch erlebt. Seit diesen "wundervollen" Erfahrungen und Erlebnissen beschäftige ich mich intensiv mit NLP und habe NLP zu einem festen, integralen Bestandteil meines Lebens gemacht.

 

Was bedeutet NLP für Dich?
Neue Lebensweisen probieren - als genial zusammengestellter Werkzeugkasten und Methode eröffnet NLP das Tor zu einer selbstbewussten Weiterentwicklung unserer eigenen Persönlichkeit sowie unserer zwischenmenschlichen Kommunikationsfähigkeiten. NLP ist für mich das ultimative Werkzeug um unser Erleben im Hier und Jetzt präzise wahrzunehmen und zu verändern. Ich finde besonders gut, dass NLP nicht der Vergangenheit verhaftet ist (nur wo es zweckmäig ist), sondern lösungsorientiert auf erwünschte Zielsetzungen hinarbeitet. Dadurch sind die Formate und Interventionen von NLP hochwirksam und helfen vielen Menschen dabei, ihr eigenes Leben aktiv zu gestalten und erfolgreich in allen ihren Lebensdimensionen zu wachsen.

 

In welchen Bereichen wendest Du selbst NLP am häufigsten an?
Ich wende NLP in praktisch allen Lebensbereichen an - bewusst und unbewusst - ohne Einschränkung.

 

Welches ist Dein NLP-Lieblingsformat?
Für den, der nur einen Hammer hat, sieht die ganze Welt wie ein Nagel aus. Jedes NLP-Format hat einen Kontext, indem es besonders wirksam ist, es gibt andere Kontexte, wo das selbe Format weniger hilfreich ist. Viele Formate stammen ursprünglich aus anderen Therapierichtungen der humanistischen Psychologie und hatten sich bereits erfolgreich bewährt bevor sie dem Werkzeugkasten von NLP hinzugefügt wurden. Andere Formate wurden originär im NLP entwickelt, wie z.B. Submodalitäten. Submodalitäten faszinieren mich besonders, weil sie einen effizienten Zugang zu hochwirksamer Veränderungsarbeit ermöglichen und für Verständnis nahezu aller NLP-Techniken von grundlgender Bedeutung sind.

 

Welchen Beitrag leistet NLP für die Zukunft der Menschen?
Unsere Zukunft als Menschheit hängt meines Erachtens wesentlich davon ab, ob es uns Menschen gelingt, einander wirklich zu verstehen. Nicht nur mit Worten sondern auch mit unseren Herzen. Und uns so friedvoll miteinander zu verständigen, dass wir diesen Planeten für uns und nachfolgende Generationen als lebenswerten Lebensraum erhalten und weiterentwickeln können. Hier sehe ich einen herausragenden Beitrag, den NLP-Anwender zu diesem Unternehmen leisten können.

 

Was ist Dir bei Deinen Trainings wichtig?
Dass es mir gut geht und ich gut vorbereitet bin (State Management, Inhalte, Raum, Arbeitsmittel, Kenntnis der Teilnehmer etc.), dass es der Gruppe gut geht und diese optimal lernen und arbeiten kann, dass es jedem einzelnen Teilnehmer gut geht und er/sie sich entwickeln kann und etwas für sich "mitnimmt".

 

Wer sind Deine Lieblingstrainer aus der NLP-Szene?
Ich bekenne: Ich habe keinen Lieblingstrainer. Ich habe bislang von allen etwas gelernt. Für mich gibt es Dinge, die ich gerne von Trainern übernehme - wir sprechen von "modellieren" - und andere Dinge, die ich nicht gerne modelliere. Ich modelliere gerne, was die Wahlmöglichkeiten von mir und meinen Mit-Menschen erweitert, neue Blickwinkel, Einsichten und Erlebnisqualitäten eröffnet - was uns wachsen lässt. Ich mag Trainer besonders, die NLP spielerisch einsetzen und vermitteln, so dass die Teilnehmer Spaß im Lernen haben. Stephan und Carlos sind für mich Trainer, die diese Fähigkeiten prima verkörpern. Auf NLP-Trainer, die verbissen oder gar dogmatisch daherkommen, NLP gar als "die" einzig gültige Heilslehre verkünden, kann ich gerne verzichten.

 

Welches ist Dein liebstes NLP Buch?
Es gibt so viele, so tolle Bücher - die allerdings oft nur einen Teilaspekt des NLP beleuchten. Gute Einführungen in NLP stammen von O'Connor und Seymour ("Neurolinguistisches Programmieren: Gelungene Kommunikation und persönliche Entfaltung") sowie von Alexa Mohl ("Der große Zauberlehrling. Das NLP-Arbeitsbuch für Lernende und Anwender"). Sehr schön und hilfreich sind auch die NLP-Karteikarten von Marco von Münchhausen und Waltraud Trageser.

 

Wie siehst Du die Zukunft von NLP?
Für mich ist NLP eine grundlegende Kulturtechnik, die uns Menschen hilft, mit Veränderungen besser umgehen zu können und diese aktiv (mit) zu gestalten. Über kurz oder lang sollte NLP jedem Menschen zur Verfügung stehen, so wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Entsprechend fände ich es großartig, NLP Jugendlichen bereits im Schulunterricht beizubringen. Damit könnten diese sich in der zunehmend komplexer werdenden Welt sich ihrer selbst bewusst und verantwortlich bewegen. Viele Konflikte ließen sich so viel leichter lösen. Andere potenzielle Konflikte würden garnicht erst entstehen. Und die zwischenmenschliche Kommunikation würde sich drastisch verbessern - unsere Beziehungen zueinander würden sich sehr verbessern.

 

Vielen Dank für das Interview!