Interview mit Marco Plass


Dieses Interview mit Marco Plass bietet die Gelegenheit den NLP-Trainer näher kennen zu lernen. Viel Vergnügen beim Lesen!

Wie bist Du auf NLP gekommen?
NLP kam eher zu mir. Es traten plötzlich immer mehr Menschen in mein Leben, die etwas mit NLP zu tun hatten. War es im Verkauf oder im Trainingsbereich. Ich fand sogar ein Buch in meinem Bücherregal, was über NLP handelte. Ich hatte es wohl irgendwann mal gekauft und wieder vergessen. Schließlich meldete ich mich rein aus dem Bauch heraus, zum Practitioner an. Schließlich nahm das alles seinen Lauf...

 

Was bedeutet NLP für Dich?
NLP bedeutet für mich eine Lebenseinstellung. Positiv, motiviert und aktiv zu seinem eigenen Glück beitragen. Dinge tun, die nötig sind um seine Ziele zu erreichen. Und auch in zwischenmenschlichen Beziehungen ist NLP sehr effektiv, um Konflikte zu lösen, Verständnis für den Standpunkt seines Gegenübers zu zeigen, oder auch einfach nur ein positives Miteinander herzustellen.

 

In welchen Bereichen wendest Du selbst NLP am häufigsten an?
Privat und im Trainingsbereich. NLP begleitet mich auf vielen meiner Wege. Selbst im Sport und beim Bergsteigen verwende ich häufig NLP-Techniken. Als ich Ende 2011 auf dem Weg zum Aconcagua (6963 m) war, meine selbstorganisierte "Expedition Persönlichkeit" in die Tat umsetzte, motivierte ich mich im Vorfeld beim Training immer wieder mit dem Prinzip "Schmerz und Freude". Welchen Schmerz muss ich jetzt eingehen, um später Freude zu erfahren? Auf welche Freude muss ich jetzt verzichten, um später keinen Schmerz zu erfahren. In meinem Falle war es so: der Schmerz war, von der Couch aufzustehen und egal wie das Wetter war, laufen zu gehen. Bergläufe, Trainingstouren mit bis zu 20 Kg Gewicht im Rucksack. Das war nicht immer schön. Insgesammt legte ich 2011 60.000 Höhenmeter zu Fuß zurück. Die Freude, die ich daraus erwartete, war, dass ich sicherer am Berg unterwegs sein würde. Mit mehr körperlichen und mentalen Reserven im Gepäck. Wenn ich der Freude nachgeben würde, auf der Couch liegen zu bleiben, wäre der mögliche Schmerz am Berg, keine ausreichenden Reserven zu haben. Das wird dann wichtig, wenn sich beispielsweise die Wetterlage verschlechtern würde und es dann darum geht, alle möglichen Kräfte zu mobilisieren, um wieder vom Berg runter zu kommen. Für mich stellte dieses Training also eine Sicherheitsreserve dar. Ich schaffte mir dadurch auch Referenzerlebnisse und erweiterte so meine Komfortzone. Leider wurde ich höhenkrank und musste die Expedition beim zweiten Hochlager auf 5800m abbrechen.
Selbst beim Feuerlauf, dem Laufen über glühende Kohlen,den ich Anfang Juni 2012 über eine Strecke von 2x 15 Metern lief, begegnete mir NLP. Der komplette Vorbereitungstag war mit Tranceinduktionen und Anker-Techniken aus dem NLP gespickt. Ein wirklich tolles und empfehlenswertes Erlebnis!

 

Welches ist Dein NLP-Lieblingsformat?
"Glaubenssatz ins Museum stellen" - wunderbar, wie schnell dieses Format seine Wirkung zeigt
Als erstes identifiziertst Du einen Glaubenssatz, der Dich einschränkt und den Du verändern möchtest. Für diesen Glaubenssatz suchst Du Dir im Raum einen Platzanker (ein mit dem Glaubenssatz beschriebenes Kärtchen, dass Du auf dem Boden auslegst). Du würdigst seine positive Absicht und bedankst Dich bei ihm, dass er so lange seiner Aufgabe treu geblieben ist. Nun identifizierst Du einen neuen, positiven, fördernden Glaubenssatz, der nun besser in Dein Leben passt und Dich dabei unterstützt, Deine Ziele zu erreichen. Anschließend findest Du einen "Zweifelsatz", von dem Du 100% überzeugt bist, dass er sicherlich nicht wahr ist…beispielsweise: "die Sonne ist kalt". Für diesen Satz legst Du ebenfalls einen Platzanker aus. Nun stellst Du Dir ein Museum vor. Vielleicht eins, in dem Du bereits einmal warst, oder im Fernsehen gesehen hast. Dort suchst Du Dir einen schönen, würdigenden Platz für Deinen alten Glaubenssatz. Du kannst Deinen alten Glaubenssatz jederzeit wieder besuchen, wenn Dir danach ist.
Deinen neuen Glaubenssatz kannst Du nun ebenfalls auf den Boden legen. Das ist Platzanker Nummer 4. Auch jetzt schaust Du nach einem Satz, von dem Du persönlich 100% überzeugt bist, dass er wahr ist ... beispielsweise: "die Erde ist rund". Nun durchläufst Du mit Deinem alten Glaubenssatz solange sämtliche Platzanker, bis der alte Glaubenssatz nachlassen kann. Anschließend schaust Du ein Stück in die Zukunft: Wie wird es sein, wenn Du diesen Glaubenssatz nicht mehr hast und statt dessen den neuen Glaubenssatz integriert hast?

 

Was ist Dir bei Deinen Trainings wichtig?

  • Motivation. Ich möchte Teilnehmer begeistern und erreichen. Jeder soll etwas für sich mitnehmen.
  • Flexibilität, um auf einzelne Teilnehmer oder Gruppenanliegen einzugehen.
  • Spaß, dann macht Lernen mehr Freude.
  • Praxis. Du behälst was Du verstehst und Du verstehst was Du tust.
 

Wer sind Deine Lieblingstrainer als der NLP-Szene?
Alexander Gleisberg-Almstätter, er war die Initialzündung :-) .Ich mag seine lockere, sympathische und trockene Art. Carlos Salgado, er ist präzise, schlagkräftig und doch sympathisch. Stefan Landsiedel wegen seiner stets positiven und offenen Art. Außerdem ist er ein hervorragender Trainer mit einem top State Management und einem umfassenden Wissen in sehr vielen Bereichen auch außerhalb des NLP.

 

Welches ist Dein liebstes NLP Buch?
Das Robbins Power Prinzip von Anthony Robbins. Nachdem ich es bereits drei mal gelesen habe und auch teilweise meine Trainings nach ähnlichem Schema aufbaue, eindeutig mein Favorit. Ich mag seine Beispiele und seine Art, NLP in Alltagsituationen zu transferieren. NLP in praktischer Anwendung par exellence. Besonders eindrucksvoll finde ich das Prinzip von Schmerz und Freude. Menschen sind oftmals bereit mehr zu tun, Schmerz zu vermeiden, als Freude zu gewinnen. Kein Wunder also, wenn manche ihre Ziele einfach nicht erreichen ;-) .

 

Welchen Beitrag leistet NLP für die Zukunft der Menschen?
Es bietet den Menschen eine wunderbare Möglichkeit, sich zu verändern. Alte Muster hinter sich zu lassen und das zu tun, was sie wirklich tun wollen. Positiv in die Zukunft schauen und erkennen, dass wir oftmals den Schlüssel zu unserem Glück selbst in der Hand haben.

 

Vielen Dank für das Interview!