Interview mit Marion Kühn


Dieses Interview mit Marion Kühn bietet die Gelegenheit die NLP-Trainerin näher kennen zu lernen. Viel Vergnügen beim Lesen!

Wie bist Du auf NLP gekommen?
Das war ein langer Prozess. Mir ist mal ein Buch über NLP in die Hände gefallen. Ich glaube das war O'Conner und Seymour, Neurolinguistisches Programmieren. Ich war sofort neugierig darauf, aber wie das bei Büchern oft so ist, ich kam nicht richtig ins Handeln und so ist es dann schnell in einer Nische in meinem Bücherregal verschwunden.
Im Rahmen meiner Systemischen Coaching Ausbildung hatten wir einen Block "NLP und Trance", der war hervorragend, aber ich hatte den Eindruck, das Wesentliche wüsste ich ja nun. Wieder begegnet ist mir NLP dann in der Ausbildung zur Familientherapeutin, wieder war ich beeindruckt, aber es war ja nur eine Methode, die in das systemische Gesamtkonzept passte. Später platzte mal ein Kollege, der NLP Lehrtrainer ist, in eines meiner Trainings und war der Meinung, ich würde NLP praktizieren. Durch ihn - danke Alexander - war es dann soweit und ich habe mich auf die Entdeckungsreise NLP begeben. Aus der anfänglichen Begeisterung über den reichhaltigen Methodenkoffer wurde eine ehrliche Wertschätzung für die meines Erachtens zugrundeliegende Philosophie und die nahezu grenzenlosen Möglichkeiten die NLP bietet.
Übrigens: ich freue mich sehr über die Bestrebungen Neurolinguistischen Programmieren in Neurolinguistische Psychologie umzubenennen.

 

Was bedeutet NLP für Dich?
Wachstum. Zumindest ist das die heutige Antwort.

 

In welchen Bereichen wendest Du selbst NLP am häufigsten an?
In allen Bereichen gleichermaßen, meistens jedoch unbewusst. Das Schöne ist, wenn mal etwas nicht wie gewünscht läuft (ja, das kommt trotzdem vor), dann kann ich als die Methoden die NLP bietet anwenden und schnell Lösungen finden.
Bewusst wende ich es am häufigsten in meinem Berufsleben an, bei Trainings und in der Praxis (Coaching, Paarberatung).

 

Welches ist Dein NLP-Lieblingsformat?
Wenn ein Format zum Thema, zur Person, zum Kontext passt - es stimmig ist - dann ist genau dieses mein Lieblingsformat. Es gibt fantastische Formate, wenn sie jedoch nicht zu meinem Gegenüber oder zum Thema passen dann wird es zäh. Genauso gibt es "unscheinbare" Formate, aber wenn diese im richtigen Moment angewendet werden wirken sie erstaunlich. Dann flutscht es sozusagen.  :-)
Was ich am NLP im Allgemeinen besonders schätze sind die Vorannahmen. Zum einen sind sie Teil meiner persönlichen Lebensphilospophie geworden und zum anderen bilden sie eine hervorragende Grundlage zu Veränderungsarbeit auf Augenhöhe, auf einer partnerschaftlichen Ebene. Damit meine ich, dass nicht einer der Allwissende ist und der Andere der Ratsuchende. Sondern wir gehen davon aus, dass die Ressourcen, die für die Lösung eines Problems notwendig sind, jeder bereits in sich trägt und es darum geht, zu diesen Ressourcen wieder Zugang zu finden. Das lehren wir im NLP.

 

Welchen Beitrag leistet NLP für die Zukunft der Menschen?
Nochmal: Wachstum! :-)

 

Was ist Dein größtes Ziel als Trainerin?
Da werde ich doch gleich mal etwas pathetisch: Menschen berühren. Ich wünsche mir, dass es einen Unterschied macht; dass Menschen, die in einem Training bei mir waren, das für sie Richtige in ihr Leben, in ihre Praxis mitnehmen.

 

Wer sind Deine Lieblingstrainer aus der NLP-Szene?
Wie lang darf die Liste werden?
Stephan, Dich schätze ich für Deine Art Trainings zu gestalten. Du schaffst einen Rahmen in dem Menschen über sich hinauswachsen und gestärkt aus dem Training herausgehen. Das finde ich ganz herausragend. Damit hast Du sicher auch mir persönlich viel gegeben.
Carlos schätze ich sehr für seine Fähigkeit mit Gruppenprozessen zu arbeiten, seine feinfühligen Provokationen und den Respekt vor dem "Auftrag", den Menschen ihm geben.
Alexander Gleisberg-Almstetter für seinen trockenen Humor, seine Wortspiele und die ehrliche Unterstützung die er jedem Teilnehmer zukommen lässt.
Alexander Höhn, mein Erster "lebendiger" NLP Kontakt, der mir vermittelt hat was es bedeutet die Einstellung "jeder ist ok" in einem Seminar oder Training zu leben.

 

Vielen Dank für das Interview!