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Weltretter Podcast 35: Barbara Lübbering-Steppeler über Heilkräuter und Bewusstsein

Hallo liebe Weltretter!

Schon als Kind verbrachte Barbara Lübbering-Steppeler viel Zeit in der Natur, in den Wäldern und Feldern. Dort spielte sie mit ihrer Freundin Indianer und sie stellten zusammen Heilkräuter her. Mit 16 Jahren machte sie ihre erste Körner-Kur. Während ihrer Schwangerschaft mit 21 Jahren beschäftigte sie sich intensiv mit Bio-Kräutern. Später lebte Barbara Lübbering-Steppeler immer wieder mit Urvölkern zusammen, zum Beispiel in Bali und in Afrika. Seit dem 25. Lebensjahr unterstützt sie Menschen darin mit ihrer Seele und Intuition in Kontakt zu treten. Sie ist Burnout-Therapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Familienaufstellerin.

„Viele Menschen sind gefangen im Hamsterrad des Funktionierens. Jetzt heißt es: Entschleunigen! Entschleunigen! Entschleunigen! Dies schenkt uns das Leben gerade in der Krisenzeit. Für uns alle ist das eine riesige Chance – ein Zwangs-Retreat sozusagen.“

Barbara Lübbering-Steppeler ist die Gründerin des Unternehmens „arooga“ in Herzebrock-Clarholz. „arooga“ hat sich auf die Herstellung von biologischen, energiereichen Lebensmitteln spezialisiert. Jede Sekunde baut der menschliche Körper bis zu 50 Millionen Zellen ab und ersetzt sie durch neue. Nur wenn die Zellen mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgt sind, können sich neue Zellen bilden und gleichzeitig belastende Stoffe (Umwelt-, Strahlungs- und Lebensmittelgifte) binden und über die Zellmembran ausscheiden.


© Pixabay/ Pitsch

„arooga“ ist für sein ganzheitliches Ernährungskonzept bekannt. Vor Ort werden mithilfe eines Zell-Checks Mineralstoffe, Vitamine und Schwermetallbelastung direkt in der Zelle gemessen. Durch eine Gegenüberstellung von Mineralien, Spurenelementen und toxischen Metallen zeigt ein Vitalstoff-Check, welche Körpersysteme gefährdet sein können. Anschließend werden Ernährung und Lebensstil der jeweiligen Person an die Messwerte angepasst.

Besonders beliebt sind auch die Süßigkeiten von „arooga“, die über die Website bestellbar sind. Zur Auswahl stehen zum Beispiel der biologische pflanzliche Zellriegel „Magicoo Kids“, die Zell-Taler „Pure Life“ und die „Mandana la Pralina“ mit essbarem Gold. Alle Zutaten werden von Hand gemischt und zubereitet.

„Es dauert richtig lange, bis alles abgewogen ist. Wir besingen und beschwenken das Ganze dann. Die Geisteshaltung, mit der ich die Zutaten kombiniere und mische, hat einen Einfluss auf die spätere Wirkungsweise. Meine Muse und meine Leidenschaft stecken darin!“, sagt Barbara Lübbering-Steppeler.

In dieser Weltretter-Podcast-Folge mit Stephan Landsiedel erfährst Du, wie Barbara Lübbering-Steppeler ihre Leidenschaft für Heilkräuter entdeckt hat. Mehr Informationen über das Unternehmen „arooga“ entdeckst Du auf auf der Website. Dort findest Du auch eine Übersicht der Produkte.

Viel Spaß beim Anhören!


Weltretter Podcast 34: Finance for Future

Hallo liebe Weltretter!

Es ist mal wieder Mittwoch. Das bedeutet eine neue Folge des Weltretter-Podcasts wurde gerade veröffentlicht!
In unserer neuen Ausgabe des Weltretter-Podcasts unterhält sich Ferdinand Plietz mit Claudia Behringer.
Claudia Behringer ist ausgebildete Fachberaterin für Finanzdienstleistungen und beschäftigt sich mit nachhaltigem/ ethnischem Investment. Vor knapp zwanzig Jahren trennte sich Claudia von ihrem damaligen Mann. Dieser Kümmerte sich während der Beziehung um die Finanzen.


Nach der Trennung wusste Claudia mit dem Finanzmanagement nichts anzufangen und wollte sich weiterbilden. Sie begann eine Ausbildung in einem christlich-evangelischen Finanzhaus. Nach dem Abschluss dieser machte sie sich selbstständig, um vor allem Frauen das Thema Finanzmanagement und Investment näherzubringen.

In unserer neuen Ausgabe des Weltretter-Podcasts erzählt Claudia über ihre Erfahrungen als Finanzcoach und nachhaltige Investments.

Themen und Inhalte der Folge:

  • Was sind die Merkmale des Nachhaltigen Investierens?
  • Wie kann ich nachhaltig Investieren?
  • Welche Unternehmen sind wirklich nachhaltig?
  • Welche Finanzprodukte sind Nachhaltig und Ethisch korrekt?
  • Und vieles mehr…

Du willst mehr über Claudia und nachhaltiges Investieren erfahren?

Dann hör dir unsere neue Podcast-Folge an oder besuch Claudia auf ihrer Seite!


Weltretter Podcast 33: Die GemüseAckerdemie mit Nina Blankenstein

Hallo liebe Weltretter!

Ferdinand Plietz interviewt in dieser Podcast-Folge Nina Blankenstein, Mitarbeiterin bei der GemüseAckerdemie mit Hauptsitz in Berlin-Brandenburg. Die GemüseAckerdemie ist ein ganzjähriges theorie- und praxisbasiertes Bildungsprogramm mit dem Ziel, die Wertschätzung von Lebensmitteln bei Kindern und Jugendlichen zu steigern. Kinder lernen, wie sie ihr eigenes Gemüse anbauen, wie viel Arbeit dahinter steckt und welche Bedeutung die Natur sie hat.

Mit Begeisterung lernen, Selbstwirksamkeit erfahren, in Zusammenhängen denken, Sozialkompetenz steigern, Fähigkeiten entdecken, Veranwortungsbewusstsein stärken – das sind die Bildungsprinzipien der GemüseAckerdemie.

Ergänzend zur praktischen Zeit im Acker gibt es für Groß und Klein Bildungsmaterialien. Kinder und Jugendliche erfahren mehr über den ökologischen Gemüseanbau im Magazin „Volle Möhre“ und lernen den Bezug zwischen Individuellem, lokalem Handel und globalen Zusammenhängen kennen. Abgesehen davon gibt es auch für die Erzieher und Lehrer Fortbildungen und Infomaterial. Nicht nur die Kinder sollen dazulernen, sondern auch die Erwachsenen. Bisher nehmen Schulklassen (1-10) und Kitas an dem Bildungsprogramm der GemüseAckerdemie teil. Im Jahr 2019 zählte die Einrichtung 21 243 Kinder, 475 Schulen und Kindergärten sowie 273 angebaute Gemüsesorten.


© Katharina Kühnel

Für den Gemüseanbau stellt die GemüseAckerdemie alles Notwendige zur Verfügung: Persönliche Ansprechpartner vor Ort, Hilfe bei der Ackersuche- und einrichtung, die Lieferung von Saat- und Pflanzgut, die Unterstützung bei der Pflanzung, Fortbildungen und wöchentliche Newsletter, sowie Bildungsmaterialien. Zwischen 10 und 15 Gemüsearten bauen die Kinder unter Anleitung der Erzieher auf dem Kita- und Schulgeländes an. Die Aufgaben reichen von Gießen und Unkraut jäten über Käfer und Schnecken sammeln bis hin zur Ernte.

Die Idee zur Entwicklung des Bildungsprogramms kam dem studierenden Landwirt Christoph Schmitz während seiner Dissertation am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung. Viele Schulklassen besuchten den Hof seiner Eltern. Christoph Schmitz machte es sich schließlich zur Aufgabe das Wissen rund um die Kulturtechnik Gemüseanbau in die Schulen zu tragen.


© Katharina Kühnel

Mittlerweile beteiligen sich Schulen in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz am Bildungsprogramm der GemüseAckerdemie. Es werden immer mehr Regionalmanager eingesetzt, um vor Ort eine Infrastruktur aufzubauen. Derzeit sind es 14 Regionalmanager und 15 Regionalkoordinatoren. Das Ziel: Kurze Fahrtwege zu den Lernorten, Kontakte zu lokalen Gärtnereien, regionale Ackerhelfer und besonders ein stabiles Netzwerk vor Ort.

Mehr Informationen über die GemüseAckerdemie findest Du auf der Website. Erfahre mehr darüber, wie Du persönlich das Bildungsprogramm unterstützen kannst.

Viel Spaß beim Anhören!


Weltretter Podcast 32: Photovoltaik mit Elmar Renk

Hallo liebe Weltretter!

Seitdem der Mensch Energiequellen nutzt, um sein Überleben zu sichern, ist er auf der Suche nach neuen Quellen, die zuverlässigen Storm liefern und wirtschaftlich unabhängig sind.
In unserer neuen Ausgabe des Weltretter-Podcasts wird es um erneuerbare Energien gehen.

In dieser Folge unterhält sich Stephan Landsiedel mit dem Nachhaltigkeitsexperten Elmar Renk.

Elmar Renk hat es sich zur Aufgabe gemacht Privatpersonen und Unternehmen auf der Suche nach einer autarken Stromversorgung zu beraten und zu unterstützen – spezialisiert hat er sich dabei auf Photovoltaikanlagen.

Was genau sind Photovoltaikanlagen?

Photovoltaik

© stux photovoltaik/pixabay


Photovoltaikanlagen produzieren durch die Umwandlung von Sonnenlicht, mittels Solarzellen Energie, die wir in Form von Strom nutzen bzw. verbrauchen können. Lohnt sich überhaupt Photovoltaik? Das fragen sich nicht nur viele Firmen, sondern auch mittlerweile viele Privatanleger.

Photovoltaikanlagen wurden bereits erfolgreich erforscht und zählen zu einem der Bereiche, der mit ständigen Verbesserungen und Innovationen gepflastert ist. Die Produktion des Stroms funktioniert sehr gut. Ein Mangel besteht jedoch in der Möglichkeit die Energie über längere Zeit zu speichern, um sie vor allem in den Jahreszeiten zu benutzen, wo die Sonneneinstrahlung zu gering ist, damit eine autarke Versorgung des Gebäudes gewährleistet werden kann.
Rechnen sich Photovoltaikanlagen und sind sie die zukünftige Methode, um Strom zu generieren?

Das alles und vieles mehr erfahrt ihr in unserer neuen Podcast-Folge mit Stephan Landsiedel!

Viel Spaß beim Anhören!


 

 

Weltretter Podcast 31: Das deutsche Umweltbundesamt

Hallo liebe Weltretter!

Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) ist die zentrale Umweltbehörde der Bundesrepublik Deutschland. Die Aufgaben des Amtes sind vor allem die wissenschaftliche Unterstützung der Bundesregierung, der Vollzug von Umweltgesetzen und die Information der Öffentlichkeit zum Umweltschutz. In der Grundsatzabteilung des Amtes in Dessau-Roßlau beschäftigt sich Ulrich Lorenz mit Nachhaltigkeitsstrategien und mit der Ressourcenschonung. Stephan Landsiedel interviewt in dieser Folge Ulrich Lorenz.

Themen wie Klimaschutz und Klimawandel sind in aller Munde. Die Durchschnitts- und Wassertemperaturen steigen. Der PH-Wert der Meere verändert sich. Wälder sterben aufgrund der trockenen Sommer. Auch Stickstoffprobleme spielen nach Ulrich Lorenz eine große Rolle. Durch wirtschaftlichen Dünger entsteht extrem viel Stickstoff in der Landschaft. Dieser Überschuss führt dazu, dass Böden verarmen. Das hat zur Folge, dass ökologische Nischen verloren gehen. Und es geht sogar noch weiter…

Wie kommt das deutsche Umweltbundesamt zu diesen Erkenntnissen? Ulrich Lorenz erzählt vom Messnetz des Bundes und der Länder, mithilfe dem konkret Luftdaten gemessen und Wasserproben entnommen werden können. Insgesamt 1400 Angestellte arbeiten in den Messstellen und Laboren des Amtes. Die Auswertungen und Zahlen gehen schließlich weiter an die Politik. Auf der einen Seite werden Empfehlungen ausgesprochen und das Ministerium beraten. Auf der anderen Seite informiert das deutsche Umweltbundesamt die Öffentlichkeit und stellt auf seiner Webseite Prospekte, Infomaterial und vieles mehr zur Verfügung. Interessierte können sich dort auch die aktuellen Umweltdaten ansehen.

© Simon Rae/Unsplash


Ulrich Lorenz geht der Frage nach, wie die Lücke zwischen Wissen und Handeln zustande kommt. Die meisten Menschen wissen schon längst, was gut oder ungut für die Umwelt ist, doch sie handeln nicht dementsprechend. Während die einen immer wieder unachtsam durchs Leben gehen, gibt es auch einen Anteil von Menschen, der richtig agiert. In dem Moment, in dem eine Entscheidung bewusst getroffen wird, kann Veränderung eintreten.

„Ich kann mich persönlich dazu entscheiden morgen kein Fleisch mehr zu essen. Ich kann mich auch dazu entscheiden, dass ich morgen ein E-Auto kaufe, meins verkaufe oder gar kein Auto mehr benutze. Ich kann die Entscheidung für mich selbst treffen! Deshalb: Tue Gutes, rede darüber und finde Gleichgesinnte. Zeige ihnen, wie es geht.“ – Ulrich Lorenz

Auch in der Einfachheit finden Menschen ihr Glück! Das Buch „How to Simplify your Life“ von Tiki Kustenmacher handelt von sieben praktischen Schritten, wie Du Dein Leben glücklicher gestalten kannst.

In dieser Weltretter-Podcast-Folge lernst Du das deutsche Umweltbundesamt und seine Aufgaben kennen. Ulrich Lorenz möchte andere dazu motivieren nachhaltiger zu leben und sich mit dem Thema Umweltschutz zu befassen. Mehr Informationen über das deutsche Umweltbundesamt bekommst Du auf der Webseite. Sieh Dir auch die Seite der BUNDjugend (Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz e. V.) an.

Werde Teil der Weltretter! Viel Spaß beim Anhören!


Warum der Corona-Virus mir Mut macht – ein Beitrag von Stephan Landsiedel

Ralf StumpfWow! Nachdem ich jetzt bald zwei Jahre mit den Weltrettern (www.welt-retter.org) darum kämpfe, dass wir mal aufwachen und den großen Herausforderungen entgegensehen, um das Leben von Milliarden Menschen zu retten, hätte ich nicht gedacht, was jetzt plötzlich durch den Coronavirus möglich geworden ist.

Auf einmal ist die Politik doch handlungsfähig, schränkt die Freiheit der Bürger in einem Maße ein, wie ich es in dieser Zeit nie für möglich gehalten hätte. Grenzen werden geschlossen. Flugverbote. Ausgangssperren. Veranstaltungen und Versammlungen werden verboten und vieles mehr. Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen. Millionen Selbständige werden in den Ruin getrieben. Firmen gehen bankrott. Die Märkte stürzen ab. Fußball wird verschoben …

Auch uns als Seminarveranstalter mit 12 Festangestellten und 50 freiberuflichen Trainern trifft ein Seminarverbot mitten in der Hochsaison sehr hart. Bei vielen Veranstaltungen ist eine Online-Veranstaltung einfach keine Option (und wird auch nur begrenzt unter Ausbildungsaspekten voll anerkannt). Viele Veranstaltungen können also nur verschoben werden, aber da hätten ja eigentlich schon wieder neue Seminare stattfinden sollen. Die Fixkosten laufen weiter, sodass wir mit sechsstelligen Ausfällen pro Monat rechnen müssen.

Ich bin einfach sehr erstaunt darüber, wie einfach das alles in dieser Situation geht, während sonst über das Meiste ewig diskutiert wird und wir bereit sind, die Zukunft von Millionen Tierarten und der ganzen Menschheit aufs Spiel zu setzen und nicht ins Handeln kommen.

Sind es viele oder wenige Corona-Opfer?

Aktuell sind die Medien einer der großen Gewinner: Zugriffszahlen, Klicks und jede Menge Storys, die unters Volk gebracht werden. Dabei liegt der Fokus oft auf den Negativ-Schlagzeilen.

Der Coronavirus ist für die Erkrankten und vor allem für die Risikogruppen eine echte Tragödie – so wie jeder Verlust eines Menschen. Ich möchte das nicht schönreden. Nach aktuellem Stand (17.03.2020) gibt es heute bereits 23 Tote in Deutschland und es geht gerade erst los. In China sind es bereits 3.200 Tote seit Dezember.

Was mich ein wenig stört, ist, dass in der aktuellen Berichterstattung oft einfach die Vergleichszahlen nicht genannt werden. Dadurch weiß man nicht: Ist das viel oder ist das wenig?
Daher habe mal ein paar Vergleichszahlen gegoogelt:

  • Weltweit sterben jedes Jahr zwischen 290 000 bis 650 000 Menschen an Influenza (Robert-Koch-Institut).
  • In Deutschland sterben jedes Jahr ca. 69.000 Menschen an Atemwegserkrankungen.
  • Im Winter 2017/2018 starben in Deutschland 25.000 Menschen an der Influenza-Grippe.
  • Experten gehen davon aus, dass jedes Jahr 11 Mio. Menschen durch zu viel Fleisch und Zucker sterben und diejenigen, die nicht sterben, tragen oft über Jahrzehnte schwere Folgen und Krankheiten davon.
  • Weltweit sterben jedes Jahr ca. 1,35 Millionen Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr.
  • Jedes Jahr sterben 7 Mio. Menschen an Luftverschmutzung weltweit. Allein in China geht man pro Jahr von ca. 1,7 Mio. Todesfällen durch verunreinigte Luft aus.
  • In Deutschland gibt es nach aktuellen Schätzungen des RKI jährlich bis zu 600.000 Krankenhausinfektionen. Bis zu 20.000 Menschen sterben jährlich durch Krankenhauskeime.

Einige dieser Zahlen ließen sich durch halb so entschlossene Maßnahmen drastisch senken und würden viele Menschenleben retten.

Was das Gute ist

Der Coronavirus und vor allem die Reaktionen der Regierungen darauf retten wahrscheinlich sehr vielen Menschen das Leben. Durch die vielen Produktionsstillstände, gerade in China, dürfte sich die Luft deutlich verbessern und die Anzahl der Toten durch Luftverschmutzung um mehrere Hunderttausende drastisch reduziert haben. In Wuhan, wo der Coronavirus im Dezember 2019 vermutlich seinen Ausgangspunkt hatte, gab es kürzlich das erste Mal seit Jahren wieder Sonnenschein, weil sich durch den Coronavirus der Smog verzogen hat. Für den Klimawandel dürfte es ein Segen sein, dass so viele Flüge ausfallen und der Motor der Weltwirtschaft etwas ins Stottern gerät. Das könnte das Leben von hunderten von Millionen
Menschen verlängern. Durch den extrem gesunkenen Straßenverkehr werden
ebenfalls hunderttausende Leben gerettet.

Sonnenschein in einer chinesischen Stadt
© asmuSe (Pixabay)

Den einzigen in den Kurven zum CO2-Ausstoß wirklich gut sichtbaren Rückgang gab es während der Weltwirtschaftskrise 2008. Bei der Corona-Krise wird es ähnlich sein. Die Menschheit zeigt dadurch, dass sie den Klimawandel tatsächlich aufhalten könnte, wenn sie ihn so ernst nehmen würde wie die aktuelle Grippewelle.

Der Coronavirus lässt die meisten von uns in diesen hektischen Zeiten runterkühlen. Wenn man nicht gerade (so wie ich) von seiner Familie durch eine (freiwillige oder erzwungene) Quarantäne getrennt ist, dann besteht die Möglichkeit, mal wirklich gemeinsam Zeit zu verbringen, miteinander zu spielen, zu singen, zu lachen und sich zu sagen, wie lieb man einander hat. Kinder können ihrem Spieltrieb folgen und sich kreativ neue Dinge überlegen. Vorausgesetzt, sie werden minimal angeleitet, dann können sie in dieser Zeit lernen, ihr Lernen selbst zu gestalten.

Paare haben wieder Zeit für Zärtlichkeit und Intimität. Möglicherweise werden wir nach der Krise eine erhöhte Scheidungsrate erleben und einen Baby-Boom.

Jeder einzelne hat Zeit für Online-Fortbildungen oder Weiterbildung durch Bücher und Selbststudium.

Wir haben die Chance zu erkennen, wie es ohne Flugreisen sein kann und wie viele Firmen auch mit Home-Office auskommen können. Wir lernen zu akzeptieren, dass es in der Konsumgesellschaft nicht immer ein höher, weiter und schneller geben wird. Paradoxerweise konzentrieren sich Hamsterkäufe unter anderem auf Klopapier. Zurück zu den Basics.

Brauchen wir wirklich all die ganzen Dinge, die wir produzieren? Müssen wir wirklich (in Deutschland) drei Erden pro Jahr verbrauchen? Am meisten erschreckt mich daran, dass die Zufriedenheit der Menschen in Deutschland sich in den letzten 50 Jahren nicht mehr erhöht hat, obwohl wir so viele Dinge mehr produzieren und Ressourcen verbrauchen. Wenn wir also wenigstens sagen könnten, wir hätten eine geile Party. Mehr dazu findet sich im Ansatz der >>Postwachstumsökonomie.

Bis Sonntag war ich die ganze Woche auf einem Seminar zum Thema „Tod und Auferstehung“. Wir waren 12 Teilnehmer und zwei Trainer, die fernab von Corona über existentielle Dinge im Leben und Sterben nachgedacht haben. Als wir vom Seminar erwachten, war die Welt nicht mehr die gleiche.

Vielleicht verschiebt sich gerade unser Fokus auf die Dinge, die im Leben wirklich wichtig sind.

Die Vorfälle zeigen, wozu die Menschheit in der Lage ist, wenn ihr der Ernst der Lage bewusst ist. Hoffentlich handelt sie auch bei weniger offensichtlichen aber nicht minder großen Gefahren für das System ebenso entschlossen. Es gibt große Herausforderungen für Umwelt, Tier und Mensch. 193 Nationen haben sich deshalb 2015 auf die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDG) in der Agenda 2030 verständigt. Doch nur wenige Menschen kennen diese Ziele überhaupt und sie werden nicht ernsthaft verfolgt. Ich würde mir wünschen, dass die Medien über diese existentiellen Bereiche ähnlich engagiert wie jetzt berichten würden.

Was wäre, wenn wir die ökologische Krise, die noch viel dramatischere Folgen für unsere Zukunft hat, genauso ernst nehmen würden, wie die Coronakrise?

“Wir könnten die erste Generation sein, der es gelingt, die Armut zu beseitigen, ebenso wie wir die letzte sein könnten, die die Chance hat, unseren Planeten zu retten.“ – Ban-Ki Moon, UN-Generalsekretär von 2007-2017, im Kontext der Agenda 2030

>>Weiterführendes zur Agenda 2030 und den Global Goals

Weltretter Podcast 30: Waisenhaus Sri Lanka e.V.

Hallo Liebe Weltretter!

In unserer neuen Ausgabe des Weltretter Podcasts unterhält sich Ferdinand Plietz mit Werner Müller, dem Vorsitzenden des „Waisenhaus Sri Lanka e.V“.
Nach dem großen Tsunami Unglück in Sri Lanka engagierte sich Werner für die Hilfe und Unterstützung vor Ort. Durch das verheerende Unglück verloren viele Kinder und Jugendliche ihre Eltern, oder gar die ganze Familie.

Doch was wird aus den Kindern?

Die letzten lebenden Verwandten haben meist selber nicht die Möglichkeit den Kinder zu helfen. Ein Leben auf der Straße ist meist die einzige Möglichkeit.
Die Waisenhäuser sind Mangelware, teilweise herrschen dort unmenschliche Bedingungen. In manchen Fällen werden kleine Kinder und Jugendliche einfach ins Gefängnis geworfen.

Werner entwickelte den Willen zu helfen und gründete schließlich die Initiative: „Waisenhaus Sri Lanka e.V.“, um den Kindern ein normales Leben voller Sicherheit und Perspektiven zu ermöglichen und um sie in die Gesellschaft wieder einzugliedern.

Waisenhaus Sri Lanka Während des Interviews berichtet Werner über die momentane Situation und weitere Hilfsprojekte vor Ort.
Du willst mehr über das Waisenhaus Sri Lanka e.V. erfahren?

Dann hör dir unsere neue Folge des Weltretter Podcasts an oder besuche den Verein.
Viel Vergnügen beim Anhören!

Weltretter Podcast 29: Waldpädagogik mit Katja Sander

Hallo liebe Weltretter!

Katja Sander ist Försterin und Revierleiterin bei der Bayerischen Forstverwaltung und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und Waldpädagogik. Ihr Ziel ist es andere Menschen dazu zu motivieren in den Wald zu gehen und sie mit der Natur vertraut zu machen. Im Interview mit Stephan Landsiedel betont Katja Sander, wie präsent das Thema „Wald“ mittlerweile in den Medien geworden ist.

Im bayrischen Wald sterben die Kiefern. Der Borkenkäfer bohrt die Bäume an und legt seine Eier hinein. Die Larven fressen sich von innen durch das Holz. Zahlreiche Waldbestände sind durch den Befall des Käfers bedroht. Nach einem extremen Trockenjahr in 2018 sind auch viele Laubbäume erschöpft und nicht mehr so widerstandsfähig. Schädlinge können so schneller Fuß fassen.

Warum der Wald so wichtig für den Menschen ist? Nach Katja Sander liefert er nicht nur Holz, sondern speichert auch Kohlendioxid und verwandelt diesen in Sauerstoff um. Spaziergänger genießen die Zeit in der Natur, Sportler laufen über den weichen Waldboden, Mountainbiker fahren über Hügel und Hindernisse. Andere lassen einfach nur die Seele baumeln.

Katja Sander beschäftigt sich mit der Frage, was jeder einzelne dafür tun kann, damit es dem Wald besser geht. Ist mit einem nachhaltigen Lebensstil und etwas Achtsamkeit schon alles getan?


© silviarita/Pixabay

Manchmal reichen kleine Schritte, um etwas zu bewegen. Weniger Auto fahren, regionale Produkte kaufen, den Fleischkonsum reduzieren und Wasser einsparen – das empfiehlt Katja Sander. Beim Zähneputzen das Wasser abdrehen und Duschen statt zu baden. Schließlich kommt unser Grundwasser auch aus dem Wald…

Als Waldpädagogin ist Katja Sander oft mit Kindern im Wald unterwegs. Kinder merken schnell: Etwas, das ihnen Spaß und Freude bereitet, wertschätzen sie und möchten sie erhalten. Gemeinsam mit ihren Teilnehmern erkundet Katja Sander den Wald in all seiner Vielfalt. Dort stellt sie verschiedene Baum- und Tierarten vor und unterrichtet über Nachhaltigkeit. Auch von unserer Weltretter Organisation hat sich Katja Sander inspirieren lassen und daraufhin einige Workshops veranstaltet. Mit einer Gruppe Kindern sammelte sie im Wald Müll und sprach darüber, woher Müll kommt und wie man im Alltag nachhaltig damit umgeht. Ein weiteres Workshop-Thema bezog sich auf die Herkunft von Lebensmitteln, insbesondere auf regionale Produkte.

In dieser Weltretter-Podcast-Folge erfährst du mehr zum Thema Waldpädagogik. Katja Sander erzählt dir, wie es aktuell um den bayrischen Waldbestand steht und was jeder einzelne dafür tun kann, damit es dem Wald und der Natur besser geht. Wenn du mehr über ihre Arbeit erfahren willst, sieh dir das Webinar „Waldsterben 2.0 – wenn der Klimaretter kollabiert“ an.

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Weltretter Podcast 28: Bio-Landwirtschaft bedeutet Umweltschutz

Hallo liebe Weltretter!

Ferdinand Plietz interviewt in dieser Folge Hans Plate, Biolandwirt aus Hüttenheim im unterfränkischen Landkreis Kitzingen. Dort baut er Wein an, züchtet Geflügel und betreibt Ackerbau. Auf seiner Anbaufläche wachsen derzeit Dinkel, Weizen, Hirse und Wintererbse. In der Weinzeit gibt es Müller Thurgau und Regent. Seine Produkte verkauft Hans Plate an Biolandabnehmer sowie Naturlandverarbeiter, wie die Hofpfisterei in München.

Hans Plate erzählt, dass er schon als Kind mit der Landwirtschaft zu tun hatte. Als 16-Jähriger machte er den Jagdschein. Damals erlebte er den Konflikt zwischen dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und der Zerstörung von Feldbiotopen. Nach zwei Jahren landwirtschaftlicher Lehre und seinem Studium der Landwirtschaft mit Schwerpunkt Umweltsicherung in Weihenstephan lernte er seine zukünftige Frau in Hüttenheim kennen.

Gemeinwohl-Ökonomie© Didgeman/Pixabay

Er übernahm den traditionellen Betrieb seiner Schwiegereltern und bewirtschaftete diesen ökologisch. Sein Ziel: Als Biolandwirt und Naturschützer einen wichtigen Beitrag in der Gesellschaft leisten. Im Interview spricht Hans Plate die unterschiedlichsten Themen an. Ganz oben stehen der biologische Anbau von Produkten, die Agrarpolitik und ethische Fragen in Bezug auf die Massentierhaltung.

Hans Plate ist auch als Kommunalpolitiker bei den Grünen aktiv. Auf diese Weise möchte er in seiner Umgebung etwas bewegen. Seinen ersten Zugang zur Kommunalpolitik gewann er beim Genmais-Widerstand im Landkreis Kitzingen. Einzelne Bauern versuchten amerikanischen Genmais in unmittelbarer Nachbarschaft, auch auf Bio-Äckern anzubauen. Es fanden damals viele Demonstrationen statt.

Aber auch globale Themen liegen in Hans Plates Interessensgebiet. Der Biolandwirt erzählt von dem Sojaanbau direkt vor seiner Haustür. In Südamerika nutzen die Europäer vier Millionen Hektar für Sojaanbau, während es in Europa gerade mal 12 Millionen Hektar Ackerbaufläche gibt. 20 Prozent der europäischen Lebensmittelflächen liegen also in Südamerika. „Wie kann es sein, dass Menschen in anderen Ländern verhungern, während im gleichen Land auf großen Flächen Viehfutter für Europa angebaut wird, das wiederum in der Massentierhaltung zum Einsatz kommt?“, fragt Hans Plate. Sein eigener Ertrag Soja sei da doch das geringste Problem.

In dieser Weltretter-Podcast-Folge erfährst du mehr zum Thema Biolandwirtschaft. Hans Plate erzählt dir, wer er seine Passion für die Landwirtschaft entdeckte und sich heute auf kommunaler Ebene für Nachhaltigkeit und Umweltschutz einsetzt.

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Weltretter Podcast 27: Wandelbewegung

Stephan Landsiedel interviewt in dieser Folge Bobby Langer. Die beiden haben sich bei einem der regionalen Weltretter-Abenden kennengelernt.

Bobby Langer hat den größten Teil seines Lebens journalistisch gearbeitet. Vor ungefähr 20 Jahren hat er mit einem Kollegen die deutschen Journalisten Dienste gegründet. Heute ist das die größte Publikums-PR-Agentur in Deutschland, vermutlich sogar in Europa. Nachdem er 10 Jahre lang die Redaktionsleitung dort übernommen hatte, gründete er eine PR-freie Agentur als Tochterunternehmen. Nachdem seine Kinder aus dem Haus waren gründete er eine kleine „grüne“ PR-Agentur.

Als Kind ist Bobby auf dem Land aufgewachsen, fast schon in den Oberpfälzer Wäldern, die Natur in Schottland hat ihn zusätzlich beeindruckt. Ihm wurde klar, dass ihn die akademische Karriere nicht mehr wirklich interessiert. In seinem USA-Urlaub 1976 lernte er zum ersten Mal Bio-Anbau kennen. Ungefähr zur gleichen Zeit wurde in Würzburg der erste Naturkost-Laden eröffnet und seit dem ist Bobby immer wieder in der Umweltbewegung aktiv. Die neuste Entwicklung in seinem Leben ist der Beitritt in die Gruppe „green net project“. Die eigentliche Aufgabe dieser Gruppe ist es, alle Akteure des Wandels miteinander in Verbindung zu bringen und Synergien herzustellen. Daraus hat sich nach ein paar Jahren der Verein „frekonale e.V.“ (Freie Kommunikation und Nachhaltiger Lebensstil e.V. ) gegründet. Einerseits um Spenden abschreiben zu können und andererseits um anderen ähnlichen Gruppierungen einen Verein zu bieten, wenn sie selbst keinen gründen können. Es ist sozusagen das Mutterschiff, an das andere andocken können. Über die letzten Jahre hat sich der Verein stark in Richtung Vernetzung entwickelt. Inzwischen gibt es auch regelmäßige Vernetzungs-Interviews auf der Homepage. Seit ungefähr 1,5 Jahren ist auch eine Initiative im Gange, eine Organisation des Wandels mit dem momentanen Titel „Wandelbündnis“ aufzubauen. Der Verein wird dann eher in Richtung Verband gehen, denn viele kleine Vereine haben kein Personal und keine Ressourcen um in die Öffentlichkeit zu treten.


© geralt/Pixabay

In diesem Zusammenhang wurde dann „Ökoligenta“ aufgesetzt. Es ist als Webportal mehr als ein Spiegel, der zeigt was sich in der Wandelbewegung schon alles nach außen hin tut. Dadurch können auch Menschen, die damit bisher noch nichts zu tun hatten sehen, dass der Wandel längst im Gange ist.

Weitere Informationen zum Namen „Ökoligenta“, über das Mitwelt-Festival, den Wandel-Newsletter und vieles mehr erfährst Du in dieser Folge!
Viel Spaß beim Anhören!


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