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Warum der Corona-Virus mir Mut macht – ein Beitrag von Stephan Landsiedel

Ralf StumpfWow! Nachdem ich jetzt bald zwei Jahre mit den Weltrettern (www.welt-retter.org) darum kämpfe, dass wir mal aufwachen und den großen Herausforderungen entgegensehen, um das Leben von Milliarden Menschen zu retten, hätte ich nicht gedacht, was jetzt plötzlich durch den Coronavirus möglich geworden ist.

Auf einmal ist die Politik doch handlungsfähig, schränkt die Freiheit der Bürger in einem Maße ein, wie ich es in dieser Zeit nie für möglich gehalten hätte. Grenzen werden geschlossen. Flugverbote. Ausgangssperren. Veranstaltungen und Versammlungen werden verboten und vieles mehr. Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen. Millionen Selbständige werden in den Ruin getrieben. Firmen gehen bankrott. Die Märkte stürzen ab. Fußball wird verschoben …

Auch uns als Seminarveranstalter mit 12 Festangestellten und 50 freiberuflichen Trainern trifft ein Seminarverbot mitten in der Hochsaison sehr hart. Bei vielen Veranstaltungen ist eine Online-Veranstaltung einfach keine Option (und wird auch nur begrenzt unter Ausbildungsaspekten voll anerkannt). Viele Veranstaltungen können also nur verschoben werden, aber da hätten ja eigentlich schon wieder neue Seminare stattfinden sollen. Die Fixkosten laufen weiter, sodass wir mit sechsstelligen Ausfällen pro Monat rechnen müssen.

Ich bin einfach sehr erstaunt darüber, wie einfach das alles in dieser Situation geht, während sonst über das Meiste ewig diskutiert wird und wir bereit sind, die Zukunft von Millionen Tierarten und der ganzen Menschheit aufs Spiel zu setzen und nicht ins Handeln kommen.

Sind es viele oder wenige Corona-Opfer?

Aktuell sind die Medien einer der großen Gewinner: Zugriffszahlen, Klicks und jede Menge Storys, die unters Volk gebracht werden. Dabei liegt der Fokus oft auf den Negativ-Schlagzeilen.

Der Coronavirus ist für die Erkrankten und vor allem für die Risikogruppen eine echte Tragödie – so wie jeder Verlust eines Menschen. Ich möchte das nicht schönreden. Nach aktuellem Stand (17.03.2020) gibt es heute bereits 23 Tote in Deutschland und es geht gerade erst los. In China sind es bereits 3.200 Tote seit Dezember.

Was mich ein wenig stört, ist, dass in der aktuellen Berichterstattung oft einfach die Vergleichszahlen nicht genannt werden. Dadurch weiß man nicht: Ist das viel oder ist das wenig?
Daher habe mal ein paar Vergleichszahlen gegoogelt:

  • Weltweit sterben jedes Jahr zwischen 290 000 bis 650 000 Menschen an Influenza (Robert-Koch-Institut).
  • In Deutschland sterben jedes Jahr ca. 69.000 Menschen an Atemwegserkrankungen.
  • Im Winter 2017/2018 starben in Deutschland 25.000 Menschen an der Influenza-Grippe.
  • Experten gehen davon aus, dass jedes Jahr 11 Mio. Menschen durch zu viel Fleisch und Zucker sterben und diejenigen, die nicht sterben, tragen oft über Jahrzehnte schwere Folgen und Krankheiten davon.
  • Weltweit sterben jedes Jahr ca. 1,35 Millionen Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr.
  • Jedes Jahr sterben 7 Mio. Menschen an Luftverschmutzung weltweit. Allein in China geht man pro Jahr von ca. 1,7 Mio. Todesfällen durch verunreinigte Luft aus.
  • In Deutschland gibt es nach aktuellen Schätzungen des RKI jährlich bis zu 600.000 Krankenhausinfektionen. Bis zu 20.000 Menschen sterben jährlich durch Krankenhauskeime.

Einige dieser Zahlen ließen sich durch halb so entschlossene Maßnahmen drastisch senken und würden viele Menschenleben retten.

Was das Gute ist

Der Coronavirus und vor allem die Reaktionen der Regierungen darauf retten wahrscheinlich sehr vielen Menschen das Leben. Durch die vielen Produktionsstillstände, gerade in China, dürfte sich die Luft deutlich verbessern und die Anzahl der Toten durch Luftverschmutzung um mehrere Hunderttausende drastisch reduziert haben. In Wuhan, wo der Coronavirus im Dezember 2019 vermutlich seinen Ausgangspunkt hatte, gab es kürzlich das erste Mal seit Jahren wieder Sonnenschein, weil sich durch den Coronavirus der Smog verzogen hat. Für den Klimawandel dürfte es ein Segen sein, dass so viele Flüge ausfallen und der Motor der Weltwirtschaft etwas ins Stottern gerät. Das könnte das Leben von hunderten von Millionen
Menschen verlängern. Durch den extrem gesunkenen Straßenverkehr werden
ebenfalls hunderttausende Leben gerettet.

Sonnenschein in einer chinesischen Stadt
© asmuSe (Pixabay)

Den einzigen in den Kurven zum CO2-Ausstoß wirklich gut sichtbaren Rückgang gab es während der Weltwirtschaftskrise 2008. Bei der Corona-Krise wird es ähnlich sein. Die Menschheit zeigt dadurch, dass sie den Klimawandel tatsächlich aufhalten könnte, wenn sie ihn so ernst nehmen würde wie die aktuelle Grippewelle.

Der Coronavirus lässt die meisten von uns in diesen hektischen Zeiten runterkühlen. Wenn man nicht gerade (so wie ich) von seiner Familie durch eine (freiwillige oder erzwungene) Quarantäne getrennt ist, dann besteht die Möglichkeit, mal wirklich gemeinsam Zeit zu verbringen, miteinander zu spielen, zu singen, zu lachen und sich zu sagen, wie lieb man einander hat. Kinder können ihrem Spieltrieb folgen und sich kreativ neue Dinge überlegen. Vorausgesetzt, sie werden minimal angeleitet, dann können sie in dieser Zeit lernen, ihr Lernen selbst zu gestalten.

Paare haben wieder Zeit für Zärtlichkeit und Intimität. Möglicherweise werden wir nach der Krise eine erhöhte Scheidungsrate erleben und einen Baby-Boom.

Jeder einzelne hat Zeit für Online-Fortbildungen oder Weiterbildung durch Bücher und Selbststudium.

Wir haben die Chance zu erkennen, wie es ohne Flugreisen sein kann und wie viele Firmen auch mit Home-Office auskommen können. Wir lernen zu akzeptieren, dass es in der Konsumgesellschaft nicht immer ein höher, weiter und schneller geben wird. Paradoxerweise konzentrieren sich Hamsterkäufe unter anderem auf Klopapier. Zurück zu den Basics.

Brauchen wir wirklich all die ganzen Dinge, die wir produzieren? Müssen wir wirklich (in Deutschland) drei Erden pro Jahr verbrauchen? Am meisten erschreckt mich daran, dass die Zufriedenheit der Menschen in Deutschland sich in den letzten 50 Jahren nicht mehr erhöht hat, obwohl wir so viele Dinge mehr produzieren und Ressourcen verbrauchen. Wenn wir also wenigstens sagen könnten, wir hätten eine geile Party. Mehr dazu findet sich im Ansatz der >>Postwachstumsökonomie.

Bis Sonntag war ich die ganze Woche auf einem Seminar zum Thema „Tod und Auferstehung“. Wir waren 12 Teilnehmer und zwei Trainer, die fernab von Corona über existentielle Dinge im Leben und Sterben nachgedacht haben. Als wir vom Seminar erwachten, war die Welt nicht mehr die gleiche.

Vielleicht verschiebt sich gerade unser Fokus auf die Dinge, die im Leben wirklich wichtig sind.

Die Vorfälle zeigen, wozu die Menschheit in der Lage ist, wenn ihr der Ernst der Lage bewusst ist. Hoffentlich handelt sie auch bei weniger offensichtlichen aber nicht minder großen Gefahren für das System ebenso entschlossen. Es gibt große Herausforderungen für Umwelt, Tier und Mensch. 193 Nationen haben sich deshalb 2015 auf die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDG) in der Agenda 2030 verständigt. Doch nur wenige Menschen kennen diese Ziele überhaupt und sie werden nicht ernsthaft verfolgt. Ich würde mir wünschen, dass die Medien über diese existentiellen Bereiche ähnlich engagiert wie jetzt berichten würden.

Was wäre, wenn wir die ökologische Krise, die noch viel dramatischere Folgen für unsere Zukunft hat, genauso ernst nehmen würden, wie die Coronakrise?

“Wir könnten die erste Generation sein, der es gelingt, die Armut zu beseitigen, ebenso wie wir die letzte sein könnten, die die Chance hat, unseren Planeten zu retten.“ – Ban-Ki Moon, UN-Generalsekretär von 2007-2017, im Kontext der Agenda 2030

>>Weiterführendes zur Agenda 2030 und den Global Goals

Weltretter Podcast 30: Waisenhaus Sri Lanka e.V.

Hallo Liebe Weltretter!

In unserer neuen Ausgabe des Weltretter Podcasts unterhält sich Ferdinand Plietz mit Werner Müller, dem Vorsitzenden des „Waisenhaus Sri Lanka e.V“.
Nach dem großen Tsunami Unglück in Sri Lanka engagierte sich Werner für die Hilfe und Unterstützung vor Ort. Durch das verheerende Unglück verloren viele Kinder und Jugendliche ihre Eltern, oder gar die ganze Familie.

Doch was wird aus den Kindern?

Die letzten lebenden Verwandten haben meist selber nicht die Möglichkeit den Kinder zu helfen. Ein Leben auf der Straße ist meist die einzige Möglichkeit.
Die Waisenhäuser sind Mangelware, teilweise herrschen dort unmenschliche Bedingungen. In manchen Fällen werden kleine Kinder und Jugendliche einfach ins Gefängnis geworfen.

Werner entwickelte den Willen zu helfen und gründete schließlich die Initiative: „Waisenhaus Sri Lanka e.V.“, um den Kindern ein normales Leben voller Sicherheit und Perspektiven zu ermöglichen und um sie in die Gesellschaft wieder einzugliedern.

Waisenhaus Sri Lanka Während des Interviews berichtet Werner über die momentane Situation und weitere Hilfsprojekte vor Ort.
Du willst mehr über das Waisenhaus Sri Lanka e.V. erfahren?

Dann hör dir unsere neue Folge des Weltretter Podcasts an oder besuche den Verein.
Viel Vergnügen beim Anhören!

Weltretter Podcast 29: Waldpädagogik mit Katja Sander

Hallo liebe Weltretter!

Katja Sander ist Försterin und Revierleiterin bei der Bayerischen Forstverwaltung und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und Waldpädagogik. Ihr Ziel ist es andere Menschen dazu zu motivieren in den Wald zu gehen und sie mit der Natur vertraut zu machen. Im Interview mit Stephan Landsiedel betont Katja Sander, wie präsent das Thema „Wald“ mittlerweile in den Medien geworden ist.

Im bayrischen Wald sterben die Kiefern. Der Borkenkäfer bohrt die Bäume an und legt seine Eier hinein. Die Larven fressen sich von innen durch das Holz. Zahlreiche Waldbestände sind durch den Befall des Käfers bedroht. Nach einem extremen Trockenjahr in 2018 sind auch viele Laubbäume erschöpft und nicht mehr so widerstandsfähig. Schädlinge können so schneller Fuß fassen.

Warum der Wald so wichtig für den Menschen ist? Nach Katja Sander liefert er nicht nur Holz, sondern speichert auch Kohlendioxid und verwandelt diesen in Sauerstoff um. Spaziergänger genießen die Zeit in der Natur, Sportler laufen über den weichen Waldboden, Mountainbiker fahren über Hügel und Hindernisse. Andere lassen einfach nur die Seele baumeln.

Katja Sander beschäftigt sich mit der Frage, was jeder einzelne dafür tun kann, damit es dem Wald besser geht. Ist mit einem nachhaltigen Lebensstil und etwas Achtsamkeit schon alles getan?


© silviarita/Pixabay

Manchmal reichen kleine Schritte, um etwas zu bewegen. Weniger Auto fahren, regionale Produkte kaufen, den Fleischkonsum reduzieren und Wasser einsparen – das empfiehlt Katja Sander. Beim Zähneputzen das Wasser abdrehen und Duschen statt zu baden. Schließlich kommt unser Grundwasser auch aus dem Wald…

Als Waldpädagogin ist Katja Sander oft mit Kindern im Wald unterwegs. Kinder merken schnell: Etwas, das ihnen Spaß und Freude bereitet, wertschätzen sie und möchten sie erhalten. Gemeinsam mit ihren Teilnehmern erkundet Katja Sander den Wald in all seiner Vielfalt. Dort stellt sie verschiedene Baum- und Tierarten vor und unterrichtet über Nachhaltigkeit. Auch von unserer Weltretter Organisation hat sich Katja Sander inspirieren lassen und daraufhin einige Workshops veranstaltet. Mit einer Gruppe Kindern sammelte sie im Wald Müll und sprach darüber, woher Müll kommt und wie man im Alltag nachhaltig damit umgeht. Ein weiteres Workshop-Thema bezog sich auf die Herkunft von Lebensmitteln, insbesondere auf regionale Produkte.

In dieser Weltretter-Podcast-Folge erfährst du mehr zum Thema Waldpädagogik. Katja Sander erzählt dir, wie es aktuell um den bayrischen Waldbestand steht und was jeder einzelne dafür tun kann, damit es dem Wald und der Natur besser geht. Wenn du mehr über ihre Arbeit erfahren willst, sieh dir das Webinar „Waldsterben 2.0 – wenn der Klimaretter kollabiert“ an.

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Weltretter Podcast 28: Bio-Landwirtschaft bedeutet Umweltschutz

Hallo liebe Weltretter!

Ferdinand Plietz interviewt in dieser Folge Hans Plate, Biolandwirt aus Hüttenheim im unterfränkischen Landkreis Kitzingen. Dort baut er Wein an, züchtet Geflügel und betreibt Ackerbau. Auf seiner Anbaufläche wachsen derzeit Dinkel, Weizen, Hirse und Wintererbse. In der Weinzeit gibt es Müller Thurgau und Regent. Seine Produkte verkauft Hans Plate an Biolandabnehmer sowie Naturlandverarbeiter, wie die Hofpfisterei in München.

Hans Plate erzählt, dass er schon als Kind mit der Landwirtschaft zu tun hatte. Als 16-Jähriger machte er den Jagdschein. Damals erlebte er den Konflikt zwischen dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und der Zerstörung von Feldbiotopen. Nach zwei Jahren landwirtschaftlicher Lehre und seinem Studium der Landwirtschaft mit Schwerpunkt Umweltsicherung in Weihenstephan lernte er seine zukünftige Frau in Hüttenheim kennen.

Gemeinwohl-Ökonomie© Didgeman/Pixabay

Er übernahm den traditionellen Betrieb seiner Schwiegereltern und bewirtschaftete diesen ökologisch. Sein Ziel: Als Biolandwirt und Naturschützer einen wichtigen Beitrag in der Gesellschaft leisten. Im Interview spricht Hans Plate die unterschiedlichsten Themen an. Ganz oben stehen der biologische Anbau von Produkten, die Agrarpolitik und ethische Fragen in Bezug auf die Massentierhaltung.

Hans Plate ist auch als Kommunalpolitiker bei den Grünen aktiv. Auf diese Weise möchte er in seiner Umgebung etwas bewegen. Seinen ersten Zugang zur Kommunalpolitik gewann er beim Genmais-Widerstand im Landkreis Kitzingen. Einzelne Bauern versuchten amerikanischen Genmais in unmittelbarer Nachbarschaft, auch auf Bio-Äckern anzubauen. Es fanden damals viele Demonstrationen statt.

Aber auch globale Themen liegen in Hans Plates Interessensgebiet. Der Biolandwirt erzählt von dem Sojaanbau direkt vor seiner Haustür. In Südamerika nutzen die Europäer vier Millionen Hektar für Sojaanbau, während es in Europa gerade mal 12 Millionen Hektar Ackerbaufläche gibt. 20 Prozent der europäischen Lebensmittelflächen liegen also in Südamerika. „Wie kann es sein, dass Menschen in anderen Ländern verhungern, während im gleichen Land auf großen Flächen Viehfutter für Europa angebaut wird, das wiederum in der Massentierhaltung zum Einsatz kommt?“, fragt Hans Plate. Sein eigener Ertrag Soja sei da doch das geringste Problem.

In dieser Weltretter-Podcast-Folge erfährst du mehr zum Thema Biolandwirtschaft. Hans Plate erzählt dir, wer er seine Passion für die Landwirtschaft entdeckte und sich heute auf kommunaler Ebene für Nachhaltigkeit und Umweltschutz einsetzt.

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Weltretter Podcast 27: Wandelbewegung

Stephan Landsiedel interviewt in dieser Folge Bobby Langer. Die beiden haben sich bei einem der regionalen Weltretter-Abenden kennengelernt.

Bobby Langer hat den größten Teil seines Lebens journalistisch gearbeitet. Vor ungefähr 20 Jahren hat er mit einem Kollegen die deutschen Journalisten Dienste gegründet. Heute ist das die größte Publikums-PR-Agentur in Deutschland, vermutlich sogar in Europa. Nachdem er 10 Jahre lang die Redaktionsleitung dort übernommen hatte, gründete er eine PR-freie Agentur als Tochterunternehmen. Nachdem seine Kinder aus dem Haus waren gründete er eine kleine „grüne“ PR-Agentur.

Als Kind ist Bobby auf dem Land aufgewachsen, fast schon in den Oberpfälzer Wäldern, die Natur in Schottland hat ihn zusätzlich beeindruckt. Ihm wurde klar, dass ihn die akademische Karriere nicht mehr wirklich interessiert. In seinem USA-Urlaub 1976 lernte er zum ersten Mal Bio-Anbau kennen. Ungefähr zur gleichen Zeit wurde in Würzburg der erste Naturkost-Laden eröffnet und seit dem ist Bobby immer wieder in der Umweltbewegung aktiv. Die neuste Entwicklung in seinem Leben ist der Beitritt in die Gruppe „green net project“. Die eigentliche Aufgabe dieser Gruppe ist es, alle Akteure des Wandels miteinander in Verbindung zu bringen und Synergien herzustellen. Daraus hat sich nach ein paar Jahren der Verein „frekonale e.V.“ (Freie Kommunikation und Nachhaltiger Lebensstil e.V. ) gegründet. Einerseits um Spenden abschreiben zu können und andererseits um anderen ähnlichen Gruppierungen einen Verein zu bieten, wenn sie selbst keinen gründen können. Es ist sozusagen das Mutterschiff, an das andere andocken können. Über die letzten Jahre hat sich der Verein stark in Richtung Vernetzung entwickelt. Inzwischen gibt es auch regelmäßige Vernetzungs-Interviews auf der Homepage. Seit ungefähr 1,5 Jahren ist auch eine Initiative im Gange, eine Organisation des Wandels mit dem momentanen Titel „Wandelbündnis“ aufzubauen. Der Verein wird dann eher in Richtung Verband gehen, denn viele kleine Vereine haben kein Personal und keine Ressourcen um in die Öffentlichkeit zu treten.


© geralt/Pixabay

In diesem Zusammenhang wurde dann „Ökoligenta“ aufgesetzt. Es ist als Webportal mehr als ein Spiegel, der zeigt was sich in der Wandelbewegung schon alles nach außen hin tut. Dadurch können auch Menschen, die damit bisher noch nichts zu tun hatten sehen, dass der Wandel längst im Gange ist.

Weitere Informationen zum Namen „Ökoligenta“, über das Mitwelt-Festival, den Wandel-Newsletter und vieles mehr erfährst Du in dieser Folge!
Viel Spaß beim Anhören!


Weltretter Podcast 26: Gemeinsam gegen Schistosomiasis

Hallo Weltretter

Es ist mal wieder Mittwoch und eine neue Folge des Weltretter Podcasts wurde gerade veröffentlicht!

In unserer neuen Ausgabe unterhält sich Ferdinand mit Jenifer Gabel von der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW). Die beiden sprechen über die weitverbreitete Tropenkrankheit Schistosomiasis, oder auch Bilharziose.
Eines der größten Infektionsgebiete dafür ist das bereits aus unserer letzten Folge bekannte Mwanza am Victoriasee.



Die DAHW und das Missionsärztliche Institut Würzburg beschlossen 2016 zu dem 50 jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft von Würzburg und Mwanza, ein gemeinsames Hilfsprojekt zur Bekämpfung der Tropenkrankheit ins Leben zu rufen – Doch was ist Schistosomiasis eigentlich?
Schistosomiasis ist eine Wurm-Infektionskrankheit, welche vor allem in Tropengebieten verbreitet ist. Die Erreger befinden sich vermehrt im Süßwasser. Durch den Mangel an Frischwasser wird vor allem in der Region um den Victoriasee dieses Süßwasser zum Kochen, Waschen und zur Körperhygiene genutzt.

Die im Wasser lebenden Würmer fressen sich durch die Haut und setzen Larven im Körper ab, die sich schließlich vermehren. Die Würmer werden durch die Darm- und Harnwege ausgeschieden, jedoch bleiben ohne die entsprechende Medikation einige der Würme übrig, die erhebliche Leber- und Milzschäden verursachen können – Im schlimmsten Fall kann eine unbehandelte Infektion sogar zum Tod führen!

Durch den schlechten Zugang zum Frischwasser bleibt den Bewohnern rund um den Victoriasee nichts anderes übrig, als auf das durch Larven verseuchte Wasser aus dem See zuzugreifen – Eine erneute Infektion ist wahrscheinlich!
Unter dem Projektnamen „Würzburg hilft Mwanza“, organisiert die DAHW und das Missionsärztliche Institut viele tolle Hilfsprojekte, um der Tropenkrankheit den Kampf anzusagen!

Hauptziel des Projektes ist es, alternative Wasserquellen zu erschließen und die Behandlung und Aufklärung Vorort zu stärken.

Alles über weitere Hilfsprojekte und wie du diese unterstützen kannst, erfährst du in unseren neuen Ausgabe des Weltretter Podcasts -Viel Vergnügen beim Anhören!


Weltretter Podcast 25: M.W.A.N.Z.A e.V.

Hallo Liebe Weltretter!

In unser heutigen Folge unterhält sich Ferdinand Plietz mit Michael Stolz, der Gründer des M.W.A.N.Z.A e.V. Heute geht es um die Frage: Was ist der M.W.A.N.Z.A e.V. und wofür steht der Verein?

Der Hauptsitz des M.W.A.N.Z.A e.V. befindet sich in Würzburg. Mwanza ist eine Stadt in Tansania und ist bereits seit 1966 Partnerstadt von Würzburg. Mwanza befindet sich ganz im Norden Tansanias, zwischen der Republik Kongo und Kenia, am Victoriasee.

Der Verein entstand Anfang 2000 mit einer Spendenaktion für die Gemeinden in Mwanza. Über die Jahre hinweg entwickelte sich ein fortwährend stärkerer Kontakt mit den Personen vor Ort, wodurch Hilfs- und Entwicklungsprojekte entstanden. Das Hauptziel des M.W.A.N.Z.A e.V. besteht darin, heranwachsende Jugendliche für die Probleme und Kulturen unserer Welt zu öffnen. Mit gemeinsamer Unterstützung werden zudem, z.B. durch engagierte Projekte in Schulen und Berufsbildungszentren, die Sportstätten in Tansania gefördert.


Die Eigeninitiative der Jugendlichen steht dabei an erster Stelle.
Während des Interviews vermittelt Michael einen Eindruck über das Land und die momentanen Projekte vor Ort. Er geht dabei explizit auf Schüleraustausche und das Sportstätten-Projekt ein.

In 2016 zum 50-jährigen Partnerschaftsjubiläum engagierte sich der M.W.A.N.Z.A e.V in Kooperation mit der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. (DAHW) für ein gemeinsames Hilfsprojekt gegen Schistosomiasis – was ist Schistosomiasis ?

Das alles erfährst Du nächste Woche in unserer neuen Ausgabe des Weltretter Podcasts!
Wenn Du Dich für die Hilfsprojekte des M.W.A.N.Z.A e.V interessierst, kannst Du gerne hier vorbeischauen!

Viel Spaß beim Anhören!


Bildquelle: https://www.mwanza.de/index.php/de/


Weltretter Podcast 24: Musik für eine bessere Welt

Andy Jones ist Musiker. Er überzeugt durch eine Stimme mit viel Emotionen und Texten, die wachrütteln sollen: Songs gegen Krieg und über die Flüchtlingskrise sind Bestandteil seines Repertoires. Aber auch Tierrechte thematisiert er.

© Pollert

In dieser Folge spricht Alena mit Andy über seine Musik. Wie kam er zur Musik, was bedeutet sie für ihn und was sind seine Pläne?

Diesem bemerkenswerten Musiker merkt man seine Leidenschaft an. Aber nicht nur diese macht ihn besonders. Auch sein Willen, etwas in der Welt zu verändern. Denn jeden Dezember spendet er die Einnahmen seiner Musik. Er erzählt Dir, welche Projekte er unterstützt und warum.

Andy erzählt außerdem von der Kooperation mit Niko Rittenau, der ein veganes Musikprojekt betreibt. Und Andy ist mit seinem bewegenden Song „I see you„, in dem auch der Rapper Flo Hillen zu hören ist, Teil davon. Er erzählt, worum es in dem Lied geht und selbstverständlich gibt es auch eine Hörprobe in diesem Podcast.

Dieser Podcast ist ein Muss für alle Musik-Fans, aber auch alle anderen Menschen. Erstrecht jene, die mit ihrer eigenen Leidenschaft etwas verändern wollen.

Mehr über Andy, auch seine nächsten Auftritte, erfährst Du

Viel Spaß beim Anhören dieser Folge!


Weltretter Podcast 23: Gemeinwohl-Ökonomie | Die Wirtschaft neu denken



Hallo liebe Weltretter,
Es ist mal wieder so weit! Eine neue Folge des Weltretter Podcasts wurde soeben veröffentlicht!

Mein diesmaliger Interviewpartner ist Thomas Uloth, den ich vor mehreren Jahren in dem Unternehmer-Brain Trust kennengelernt habe.
Thomas ist Gemeinwohl-Ökonomie-Berater für Firmen. Er berät Unternehmen darin, wie sie sich selbst im sozialen und ökonomischen Sinne besser engagieren können.
Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein Wirtschaftsmodell, welches in den 90er-Jahren in Wien entwickelt wurde. Es kombiniert Soziales und Ökonomie. Die Grundwerte der Gemeinwohl-Ökonomie beinhalten grundlegende soziale Aspekte wie faires Miteinander, faires Wirtschaften, Transparenz und Zusammenhalt. Im ökonomischen Verständnis dieser Wirtschaft steht Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit.

Die Gemeinwohl-Ökonomie versucht durch ein Bewertungssystem, (die sogenannte Gemeinwohl-Bilanz), die Gerechtigkeit im kompletten Produktionsablauf zu symbolisieren und diese an die Kunden weiterzugeben. Doch welchen Ansporn haben die Unternehmen?

Das Bewertungssystem soll vor allem die Wettkampfproduktion der billigsten Produkte stoppen, um unsere begrenzten Ressourcen zu schützen. Unternehmen, die besonders nachhaltig handeln, sollen somit besondere Vorteile z. B. in der Besteuerung bekommen.
In unserer neuen Folge unterhalte ich mich mit Thomas über die Entwicklung der Gemeinwohl-Ökonomie und wie diese im Vergleich zu unserer Marktwirtschaft steht.

Weitere Inhalte der Folge:

  • Kann in einer ressourcenlimitierten Welt der Produktionswettkampf weiter fortbestehen?
  • Ist eine Revolution in unserem Wirtschaftsdenken notwendig und was müssen wir dafür ändern?
  • Was ist die Gemeinwohl-Ökonomie und wie steht sie im Vergleich zu unserer derzeitigen Marktwirtschaft?
  • Welche Vorteile bietet die Gemeinwohl-Ökonomie und wo wird sie bereits genutzt?
Ich wünsche Dir viel Spaß beim Hören der neuen Weltretter Podcast Folge!


Weltretter Podcast 22: Tierrechte und Veganismus

Dies ist die erste Folge von Alena Thielert. Sie interviewt Stephanie Kowalski von Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e.V.

Stephanie ist studierte Tierärztin, hat sich aber nach einigen prägenden Erlebnissen während ihres Tiermedizin-Studiums gegen das klassische Praktizieren entschieden und setzt ihre Kenntnisse nun im Tierrecht ein.

Sie erzählt von ihrer Arbeit bei Menschen für Tierrechte und erklärt, warum Tierversuche nicht nur unethisch, sondern vor allem auch absolut sinnlos und zum Teil sogar gefährlich sind. Gerade mal 5 % der Versuche sind auf den Menschen übertragbar, man könne genauso gut von „Pokern“ sprechen.

Für Eier werden männliche Küken geschreddet. Für Milch werden den Kühen kurz nach der Geburt die Kälber weggenommen. Und dies sind nur ein paar der Gründe, die für eine vegane Lebensweise sprechen. Stephanie erzeugt Bilder im Kopf, wenn sie von den Zuständen in den Ställen erzählt.

Mit Veganismus verbinden manche Menschen Verzicht. Stephanie erklärt, warum man nicht von „Verzicht“ sprechen kann und wie sehr sich die veganen Produkte im Laufe der Zeit gewandelt haben.

Du bekommst außerdem Tipps für ein tierfreies Leben und was Du tun könntest, wenn Du dich für Tiermedizin oder die Arbeit im Tierrecht interessierst.

Du möchtest mehr Infos über Menschen für Tierrechte oder Dich sogar aktiv für die Tiere einsetzen? Schaue auf der Website vorbei.

Viel Spaß beim Anhören!


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