Schlagwort: Bio-Landwirtschaft

Weltretter Podcast 28: Bio-Landwirtschaft bedeutet Umweltschutz

Hallo liebe Weltretter!

Ferdinand Plietz interviewt in dieser Folge Hans Plate, Biolandwirt aus Hüttenheim im unterfränkischen Landkreis Kitzingen. Dort baut er Wein an, züchtet Geflügel und betreibt Ackerbau. Auf seiner Anbaufläche wachsen derzeit Dinkel, Weizen, Hirse und Wintererbse. In der Weinzeit gibt es Müller Thurgau und Regent. Seine Produkte verkauft Hans Plate an Biolandabnehmer sowie Naturlandverarbeiter, wie die Hofpfisterei in München.

Hans Plate erzählt, dass er schon als Kind mit der Landwirtschaft zu tun hatte. Als 16-Jähriger machte er den Jagdschein. Damals erlebte er den Konflikt zwischen dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und der Zerstörung von Feldbiotopen. Nach zwei Jahren landwirtschaftlicher Lehre und seinem Studium der Landwirtschaft mit Schwerpunkt Umweltsicherung in Weihenstephan lernte er seine zukünftige Frau in Hüttenheim kennen.

Gemeinwohl-Ökonomie© Didgeman/Pixabay

Er übernahm den traditionellen Betrieb seiner Schwiegereltern und bewirtschaftete diesen ökologisch. Sein Ziel: Als Biolandwirt und Naturschützer einen wichtigen Beitrag in der Gesellschaft leisten. Im Interview spricht Hans Plate die unterschiedlichsten Themen an. Ganz oben stehen der biologische Anbau von Produkten, die Agrarpolitik und ethische Fragen in Bezug auf die Massentierhaltung.

Hans Plate ist auch als Kommunalpolitiker bei den Grünen aktiv. Auf diese Weise möchte er in seiner Umgebung etwas bewegen. Seinen ersten Zugang zur Kommunalpolitik gewann er beim Genmais-Widerstand im Landkreis Kitzingen. Einzelne Bauern versuchten amerikanischen Genmais in unmittelbarer Nachbarschaft, auch auf Bio-Äckern anzubauen. Es fanden damals viele Demonstrationen statt.

Aber auch globale Themen liegen in Hans Plates Interessensgebiet. Der Biolandwirt erzählt von dem Sojaanbau direkt vor seiner Haustür. In Südamerika nutzen die Europäer vier Millionen Hektar für Sojaanbau, während es in Europa gerade mal 12 Millionen Hektar Ackerbaufläche gibt. 20 Prozent der europäischen Lebensmittelflächen liegen also in Südamerika. „Wie kann es sein, dass Menschen in anderen Ländern verhungern, während im gleichen Land auf großen Flächen Viehfutter für Europa angebaut wird, das wiederum in der Massentierhaltung zum Einsatz kommt?“, fragt Hans Plate. Sein eigener Ertrag Soja sei da doch das geringste Problem.

In dieser Weltretter-Podcast-Folge erfährst du mehr zum Thema Biolandwirtschaft. Hans Plate erzählt dir, wer er seine Passion für die Landwirtschaft entdeckte und sich heute auf kommunaler Ebene für Nachhaltigkeit und Umweltschutz einsetzt.

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Weltretter Podcast 5: Bio-Landwirtschaft, Verbraucherverhalten und Zukunftsfragen

Ferdinand Plietz interviewt Heinrich (Heiner) Hannen. Er hat auch einen Bio-Lieferdienst, allerdings nicht wie Ferdinand im Raum Würzburg, sondern im Raum Düsseldorf.

Heiner ist Bio-Bauer und erzeugt auf seinem Hof gesundes Gemüse und Kartoffeln. Ihm ist es am liebsten, wenn alle Schritte der Wertschöpfungskette von der Aussaat bis zur Auslieferung in seiner Hand und nicht beim Großhändler liegen. Seine Motivation liegt darin, dass ein Großteil von den Produkten, die er ausliefert, auf seinem Feld gewachsen sind.

Mit Großhändlern möchte Heiner nicht arbeiten, denn er möchte einen regionalen Kreislauf haben. Er möchte Kontakt zu den Kunden haben und viele Faktoren auf dem Weg zum Kunden möglichst ökologisch und sozialverträglich gestalten, zum Beispiel wird ein großer Anteil der Auslieferungen mit dem Fahrrad gemacht.

Den nötigen Stickstoff für die Pflanzen bekommt Heiner nicht durch organische Düngemittel die zum Beispiel aus der konventionellen Schweineschlachtung entstehen. Er baut Kleegras auf seinen Feldern an, bevor er dann im nächsten Jahr das Gemüse und die Kartoffeln säht. Dadurch bekommen die Pflanzen dann den nötigen Stickstoff und der Boden ist vorbereitet. Zudem hat er Futter-Mist-Kooperationen, das bedeutet, dass ein Milchviehbetrieb in der Nähe die Felder mäht um Futtermittel für die Kühe zu bekommen. Heiner bekommt dann wiederum Gülle und Mist der Kühe zum düngen zurück.

In Zukunft wird Heiner´s Ökokiste auch die Milch des Milchviehbetriebs liefern, bisher gibt es dort nur den daraus hergestellten Käse aus einer regionalen Käserei.

Im Jahresdurchschnitt sind in der Kiste die Heiner ausliefert 35% Produkte von seinem Hof. Das ist ein überdurchschnittlicher Wert, der an den günstigen Anbaubedingungen der Gegend liegt. Dadurch, dass es dort immer etwas wärmer ist, kann die Kartoffelernte meist schon Ende Mai starten. Aus diesem Grund kann Heiner seine Kunden mit manchen Produkten ganzjährig versorgen.

Der Hof von Heiner Hannen ist Bioland-zertifiziert. In diesem Verband können die Bauern demokratisch definieren, welche Bio-Richtlinien sinnvoll sind. Bioland ist der Verband, der europaweit führend in der Weiterentwicklung der Bioanbau-Richtlinien ist.

Weitere Informationen zu Heiner Hannen und seiner Bio-Landwirtschaft, zum Verbraucherverhalten und Zukunftsfragen erfährst Du in dieser Weltretter-Podcast-Folge.

Bildnachweise: Landwirtschaft iStock/ZWEID

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