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Weltretter Podcast 42: Entwicklungsarbeit, Fairtrade und Globalisierung

Ferdinand Plietz interviewt in dieser Folge Klaus Veeh. Bevor er in den Ruhestand ging hat er 35 Jahre lang für die Thematik „Eine Welt Mission Entwicklung Frieden“ in der Diözese Würzburg gearbeitet. 22 Jahre lang war er Geschäftsführer im Bereich des Würzburger Partnerkaffee e.V. Somit vereinte er Theorie und Praxis in seinem Berufsleben.

Der weltweite Handel ist darauf ausgelegt den Gewinn von einigen großen Unternehmen zu maximieren. In der Partnerschaftsarbeit mit der Diözese Mbinga wird der Würzburger Partnerkaffee gehandelt. Es ist schön für Klaus Veeh zu sehen, was es bedeutet den Kaffee dort zu kaufen und in Würzburg fair handelt. Die Bauern haben einen Mehrerlös, dadurch werden die Menschen dort motiviert, denn sie können Schulen für ihre Kinder bauen, Gesundheitseinrichtungen schaffen, Wasserleitungen bauen usw. Sie haben also Vorteile, die sie bei dem Preis im normalen Welthandel nicht haben.

Der Verein Würzburger Partnerkaffee wurde 1998 gegründet. Früher war es normal, dass der Kaffee aus kooperativen oder staatlichen Monopolen in den Welthandel kam. Die großen Firmen haben diesen Kaffee zu sehr niedrigen Preisen eingekauft und weiterverkauft. Die späteren Gründer des Vereins erkannten, dass der Staat die Kleinbauern hintergeht und sie ausbeutet. Dem wollten sie eine Alternative schaffen und starteten mit dem Partnerkaffee.


© majimazuri21 und ljacobs3 von Pixabay

Bis heute ist es grundsätzlich so, dass im fairen Kaffee-Handel mindestens 20 Cent mehr als auf dem Weltmarkt bezahlt wird. Beim Würzburger Partnerkaffee wird zudem auch die Qualität honoriert. Bei diesem direkten Handel setzen sich die Vereinsmitglieder einmal im Jahr mit den Bauern an einen Tisch und sprechen über den Preis. Der Weltmarktpreis wird zwar an der Börse festgelegt und schwankt zwischen circa 1,00$/Pfund und 1,20$/Pfund. Der Kaffeepreis war allerdings zuletzt so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr, unter 1,00$/Pfund. Viele Bauern haben deshalb ihre Felder umgerüstet und bauen etwas anderes an.

Fairtrade ist nicht gleich Fairtrade. Mehr darüber erfährst Du in dieser Podcast-Folge!

Viel Spaß beim Anhören!


Weltretter Podcast 15: Zukunftshaus Würzburg – Ein ganzheitlich nachhaltiges Kaufhaus

Ferdinand Plietz interviewt Matthias Pieper, Initiator des Zukunftshauses in Würzburg.

Die Grundidee ist, dass viele einzelne Insellösungen nachhaltigen Konsums unter einem Dach zusammenkommen um alternative Konsumformen, einen zukunftsorientierten Lebensstil alltagstauglich zu machen, in dem ich einen Ort habe, an dem ich Produkte kaufen, leihen, tauschen und reparieren kann.“ – Matthias Pieper

Fairtrade bestimmt Matthias Leben. Er arbeitet zusätzlich im Weltladen und hat einen eigenen Import mit fair gehandelten Produkten aus Peru. Außerdem war er mehrere Jahre Bundesvorsitzender vom fairen Import und Vertrieb Verband Deutschland, dort schließen sich faire Importeure zusammen.


Bildquelle: Gizmo/iStock

Für Matthias bedeutet wahrhafter Fairtrade, dass alle Menschen die an diesem Handel beteiligt sind ein gutes Leben führen können. Das mit dem Leben mit seiner Familie zu vereinbaren hat ihn zur Idee des Zukunftshauses gebracht.Das Zukunftshaus besteht aus den 6 Säulen Leihen, Tauschen, Kaufen, Gastro, Co-Working und Werkstatt. Ziel ist es, bis Ende des Jahres die Partner für die 6 Säulen gefunden zu haben. Anfang des Jahres möchte Matthias eine gemeinnützige GmbH gründen, dann wird eine Immobilie gesucht und weitere Schritte werden folgen.

Höre Dir gerne die gesamte Podcast Folge an um mehr darüber zu erfahren!


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