In dieser Folge geht es um Ferdinand Plietz und die Ökokiste Schwarzach. Sein Vater hat 1983 eine Demeter-Gärtnerei, mit den strengsten Bio-Vorschriften, gegründet. Damals war Bio noch nicht sehr bekannt. Angefangen hat alles mit der Landwirtschaft. Die Gärtnerei bewirtschaftete früher 3 Hektar Land mit einer möglichst großen Vielfalt anzubauen, keine Monokulturen, um mit der Natur zu wirtschaften und zu leben. Somit wurde der Anbau möglichst genau so wie es in der Natur vorkommen würde betrieben.

Um Geschäfte mit einem Großhandel zu machen muss man nicht viele verschiedene Produkte haben. Allerdings sollte eine große Menge der Produkte vorhanden sein. Das machte es Ferdinands Vater sehr schwer, denn er baute eine große Vielfalt an Produkten in kleinen Mengen an. Er wollte sich nicht auf bestimme Produkte spezialisieren. Aus diesem Grund musste ein neue Vermarktungsweg gefunden werden, um direkt mit dem Verbraucher in Kontakt zu treten. Entweder geht man jede Woche auf den Markt und verkauft dort die Produkte oder man eröffnet einen stationären Handel. Die Dritte Möglichkeit ist ein Bio-Lieferdienst wie Ferdinands „Ökokiste“. Das heißt man bekommt in einem festen Rhythmus eine Kiste mit Produkten geliefert. Die Ökokiste ist ein Sammelbecken für viele kleine Erzeuger in der Region, daher weiß man genau woher die Produkte kommen.

Laut Ferdinand sollte man darauf achten gute Lebensmittel zu verzehren, denn seiner Meinung nach erklärt das der Begriff Lebensmittel schon. Die Qualität sollte gut sein, denn es sind unsere Mittel zum Leben. Was wir essen hält uns am Laufen. Alles was wir konsumieren muss eine gewisse Qualität haben.

Ernährung ist Gewohnheitssache. Die bessere Qualität tut dem Körper gut, aber wenn man den guten Produkten keine Chance gibt, dann wird man keinen Unterschied merken und schmecken.

In der konventionellen Landwirtschaft läuft die Versorgung einer Pflanze über einen Computer, der prüft, was die Pflanze benötigt. Die Pflanze wächst nicht in der Erde, sondern in Glaswolle. Dort wird sie mit Nährstoffen, Licht und Wasser versorgt. In kurzer Zeit kann man sehr viel produzieren und die Ware sieht auch im ersten Moment gut aus. Es ist so, als wäre das Produkt im Labor produziert worden. Laut Ferdinand ist es aber etwas anderes, wenn die Pflanze so gewachsen ist, wie es natürlich ist, denn das schmeckt man auch.

Mehr zum Begriff Demeter und zur Lebensmittelindustrie erzählen Dir Ferdinand Plietz und Stephan Landsiedel im Laufe dieser Folge.

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