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Ferdinand Plietz interviewt in dieser Folge Hans Plate, Biolandwirt aus Hüttenheim im unterfränkischen Landkreis Kitzingen. Dort baut er Wein an, züchtet Geflügel und betreibt Ackerbau. Auf seiner Anbaufläche wachsen derzeit Dinkel, Weizen, Hirse und Wintererbse. In der Weinzeit gibt es Müller Thurgau und Regent. Seine Produkte verkauft Hans Plate an Biolandabnehmer sowie Naturlandverarbeiter, wie die Hofpfisterei in München.

Hans Plate erzählt, dass er schon als Kind mit der Landwirtschaft zu tun hatte. Als 16-Jähriger machte er den Jagdschein. Damals erlebte er den Konflikt zwischen dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und der Zerstörung von Feldbiotopen. Nach zwei Jahren landwirtschaftlicher Lehre und seinem Studium der Landwirtschaft mit Schwerpunkt Umweltsicherung in Weihenstephan lernte er seine zukünftige Frau in Hüttenheim kennen.

Gemeinwohl-Ökonomie© Didgeman/Pixabay

Er übernahm den traditionellen Betrieb seiner Schwiegereltern und bewirtschaftete diesen ökologisch. Sein Ziel: Als Biolandwirt und Naturschützer einen wichtigen Beitrag in der Gesellschaft leisten. Im Interview spricht Hans Plate die unterschiedlichsten Themen an. Ganz oben stehen der biologische Anbau von Produkten, die Agrarpolitik und ethische Fragen in Bezug auf die Massentierhaltung.

Hans Plate ist auch als Kommunalpolitiker bei den Grünen aktiv. Auf diese Weise möchte er in seiner Umgebung etwas bewegen. Seinen ersten Zugang zur Kommunalpolitik gewann er beim Genmais-Widerstand im Landkreis Kitzingen. Einzelne Bauern versuchten amerikanischen Genmais in unmittelbarer Nachbarschaft, auch auf Bio-Äckern anzubauen. Es fanden damals viele Demonstrationen statt.

Aber auch globale Themen liegen in Hans Plates Interessensgebiet. Der Biolandwirt erzählt von dem Sojaanbau direkt vor seiner Haustür. In Südamerika nutzen die Europäer vier Millionen Hektar für Sojaanbau, während es in Europa gerade mal 12 Millionen Hektar Ackerbaufläche gibt. 20 Prozent der europäischen Lebensmittelflächen liegen also in Südamerika. „Wie kann es sein, dass Menschen in anderen Ländern verhungern, während im gleichen Land auf großen Flächen Viehfutter für Europa angebaut wird, das wiederum in der Massentierhaltung zum Einsatz kommt?“, fragt Hans Plate. Sein eigener Ertrag Soja sei da doch das geringste Problem.

In dieser Weltretter-Podcast-Folge erfährst du mehr zum Thema Biolandwirtschaft. Hans Plate erzählt dir, wer er seine Passion für die Landwirtschaft entdeckte und sich heute auf kommunaler Ebene für Nachhaltigkeit und Umweltschutz einsetzt.

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