Ferdinand Plietz interviewt in der heutigen Podcast-Folge Steffen Küßner von Oxfam – einer großen Hilfs- und Entwicklungsorganisation. Die Beiden sprechen über das Thema „Eine Welt ohne Armut“.

Oxfam ist die Abkürzung für Oxford Committee for Famine Relief. Die Initiative wurde 1942 in Großbritannien gegründet und kümmerte sich damals um das Leid der Zivilbevölkerung im von Deutschland besetzten Griechenland. Mittlerweile hat der Oxfam-Verbund Ableger in 20 Ländern, darunter auch Deutschland, und in über 90 Ländern Nothilfe- und Entwicklungs-Projekte. Zudem wird auch noch politische Kampagnenarbeit für eine gerechte Welt ohne Armut geleistet.


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Oxfam unterstützt die Menschen bei den Dingen, die sie schon längst tun. Das Wissen, die Energie und die Ideen sind dort schon längst vorhanden. Es gibt lediglich strukturelle Barrieren und Hindernisse für die Entwicklung von Gesellschaften und auch von einzelnen Menschen. Diese möchte Oxfam gemeinsam, also partnerschaftlich, überwinden. Ein Beispiel für solche Hindernisse ist Mali. Dort ist Gewalt und Benachteiligung von Frauen an der Tagesordnung. In einigen Provinzen erlitten bis vor kurzem noch 90% der Mädchen Genitalverstümmelungen, Mädchen gingen seltener zur Schule, es gab Frühverheiratung, usw. Dort hat Oxfam mit einer langjährigen Partnerorganisation systematisch Informations- und Diskussionsveranstaltungen, auch Aufklärung über Theateraufführungen, Radiosendungen, etc. veranstaltet und damit erreicht, dass 3 Dörfer Genitalverstümmelung komplett verbannt haben und 26 weitere sind gerade auf dem selben Weg. Frühehen sind in 23 Dörfern verboten und 2019 wurden erstmals mehr Mädchen als Jungen eingeschult. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der Probleme der Menschen dort und wie Oxfam dabei unterstützt.

Weitere Informationen zu Oxfam und der Arbeit die sie leisten erfährst Du in dieser Folge! Es geht auch darum, wie Corona die Entwicklungsarbeit beeinflusst.