Lebenswerte – Ralph Schlieper-Damrichs Coachingtool zur Persönlichkeitsentwicklung und Lebensweggestaltung Teil 2

Lisa LakeitDies ist der angekündigte zweite Teil des Coaching-Tools zu den Lebenswerten von Ralph Schlieper-Damrich:

3.       Phase: ENTSCHEIDEN

Der Coach hat seinem Klienten geholfen, sein Wertesystem zu sortieren. Das Ganze soll dem Klienten helfen, sich leichter zu entscheiden:

  • Welche Werte er für sich zugänglicher machen sollte, um in seinem Leben zufriedener, glücklicher und sinnerfüllter zu sein
  • Welche Werte andere Werte „ausspielen“ (wie z.B.: Leistung und Ruhe)
  • Welche Werte zunächst vernachlässigt oder nach hinten geschoben werden können, um gegebenenfalls neue Situationen ermitteln und miteinbeziehen zu können
  • Welche Werte in Konflikt mit anderen Menschen stehen und zu klarstellenden oder auch „wertschätzenden“ Gesprächen förmlich aufrufen, u.s.w.

Diese Phase kann/sollte man mit einem Gegenüber (Coach) durchführen, der sich mit der Materie „Werte“ und „Sinnsysteme“ auskennt. Der Coach hilft dem Coachee, die Situation zu beleuchten. Der Coach ist aber nicht derjenige, der seinem Klienten sagt, wie er mit dem Thema umgehen sollte. Er soll selbst auf die Suche gehen. Beispielsweise soll der Klient erkennen, ob es durch die Verwirklichung der eigenen Werte zu Blockaden im persönlichen Umfeld kommen kann und wenn ja, wie er dies am geschicktesten umgeht.

Ist das Coachingtool von Ralph Schlieper-Damrich vom Coachee verinnerlicht, so kann er  auch die Werte seiner Mitmenschen über deren Verhaltensweisen bzw. –muster erkennen und diese hinterfragen oder mit eigenen und fremden Werten vergleichen.
Eine solche Wahrnehmungs- und Fragekompetenz sollte jeder qualifizierte Coach mit sich bringen, idealerweise können Coaches auch psychotherapeutisches Hintergrundwissen mit solidem Wissen über das Wechselverhältnis von Werteverwirklichung und Sinnfindung aufweisen.
Ansonsten ist es nicht zwingend notwendig, jemanden Dritten in die Zusammenarbeit zu holen, jedoch von Vorteil, da es den eigenständigen Selbstreflexionsprozess leichter gestalten lässt.

4.       Phase

Mit der vorangegangenen Phase hat der Coachee sich entschlossen, auf welche Art und Weise er an seinen Werten arbeitet. In dieser Phase wird nun untersucht, wie er es realisiert und in sein tägliches Handeln und Verhalten einbauen kann. Möchte ein Coachee beispielsweise Werten wie „Großzügigkeit“, „Unvoreingenommenheit“, „Gelassenheit“ und „Selbstsicherheit“ hinsichtlich des Berufes mehr Bedeutung schenken, so kann er dies nun in seinen Alltag integrieren.

  • Bessere Integrierung in Arbeitsgemeinschaften durch zusätzliches Mitwirken bei Projekten
  • Auflistung der eigenen Kompetenzen und Einschätzung der Leistungen, sowie Betrachtung aus unterschiedlichen Perspektiven
  • Ausarbeitung eines ideenreichen Konzeptes, das die bisherigen Aufgabenfelder neu beschreibt und ihnen andere Stellenwerte zuordnet
  • Verbesserung des Umgangs mit Niederlagen und Rückschlägen

Bei der Anwendung des Coachingtools ist es wichtig, dass der Coachee seine bisher gelebten Werte nicht vernachlässigt, denn sie haben für ihn eine entscheidende Bedeutung. Zum Beispiel der Wert Leistung – eine Person, die berufsbedingt viel leisten muss, diesen Wert früher aber anders definierte, wird den Leistungs-Antrieb aufgrund der Wertearbeit nicht verlieren. Vielmehr erkennt die Person, dass sie genauso enthusiastisch bei der neuen Durchführung ihrer Arbeit ist. Im Nachhinein verspürt sie noch größere Zufriedenheit, weil sie nicht mehr nach den „alten“ Leistungswerten, die vielleicht negativ besetzt waren, sondern auch nach neugewonnenen Grundwerten handelt und lebt.
Um den Verlauf der Fortschritte besser festzuhalten und nach dem Coaching den Sprung der Veränderung festzumachen, ist folgendes nützlich:

  • Der Coachee sollte eine Art Tagebuch führen, indem er Rückschläge und Fortschritte festhält, egal ob schriftlich oder per Videokamera
  • Der Coachee sollte offen und ehrlich über die erwünschten Werte reden und diese auch frei im persönlichen Umfeld kommunizieren
  • Der Coachee sollte darauf achten, wie andere Menschen in seinem Umfeld die gewünschten Werte umsetzen und nach ihnen handeln, im darauffolgenden ist es auch interessant, wie diese Menschen auf andere wirken

Anforderungen/Wissen:

Dieses Coachingtool kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Arbeitet man mit dem Coachee unter Zeitdruck, so ist es schwierig, sich den Lebensgrundsätzen des Klienten zu nähern. Wird jedoch ohne Stress und Zeitdruck gearbeitet, so wird dem Klienten die Möglichkeit geboten, sich seinen eigenen Bedürfnisse zu nähern, sich selbst kennenzulernen und zu verstehen.

Möchten Sie Ihrem Coachee einen idealen Verlauf garantieren, so müssen Karten mit Werten vorliegen, da es für den Coachee oftmals schwierig ist, Werte selbst zu formulieren oder ausfindig zu machen. Bieten Sie ihm eine große Auswahl an „Werte-Karten“ so wird ihm die Frage nach welchen Werten er strebt, ungemein erleichtert.

Zusatzhinweise: Es gibt natürlich schon vorgefertigte Werte-Karten, die man benutzen kann. Möchten Sie allerdings Ihre eigenen Karten anfertigen, so planen Sie dementsprechend genug Zeit ein. Sie müssen zunächst eine Liste von Lebenswerten erstellen und dann noch Karten entwerfen.

Weitere Informationen: HIER.

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