Hypnose Übersicht

Hypnose als Form der Psychotherapie ist in Deutschland eine noch relativ neue Behandlungsmethode. In anderen Ländern und Kulturen schätzt man schon seit Jahrtausenden die heilende Wirkung der Hypnose bei den verschiedensten Krankheiten und Problemstellungen. Seit 2006 ist die Hypnosetherapie nun auch hierzulande anerkannt und stellt eine effektive und stetig wachsende Therapieform dar.

Auf den folgenden Seiten erhalten alle, die sich für das Thema interessieren tiefere Einblicke in die Entstehung und die Funktionsweise von Hypnose und erfahren, was die Hypnosetherapie ausmacht. Was kennzeichnet einen Trance-Zustand und wie wird die hypnotische Trance vom Hypnotiseur induziert? Wie ist ein Hypnose-Text aufgebaut? Für wen eignet sich eine Hypnose-Ausbildung und welche Anwendungsbereiche von Hypnose gibt es? Solche und weitere Fragen werden beantwortet.

Eine Ausbildung zum Hypnotiseur bietet sowohl für Hypnose-Neulinge als auch für Experten aus dem medizinischen oder therapeutischen Bereich viele Vorteile. Um eine Hypnotherapie anbieten zu können, muss man zunächst eine Ausbildung zum Hypnotiseur bzw. Hypnotherapeuten absolvieren. In dieser Ausbildung lernt man, wie man den Klienten in eine hypnotische Trance versetzen kann und wie man die Hypnose so gestaltet, dass sie dem Klienten bei seinen individuellen Problemen hilft.

Zu den häufigsten Anwendungsbereichen der Hypnose wird auf dieser Seite die Wirkungsweise der Hypnotherapie beschrieben und es werden ausführliche Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt. Die Anwendung von Hypnose bzw. Hypnotherapie ist sowohl im medizinischen Kontext (z.B. zur Schmerzbehandlung), als auch in der Psychotherapie (Angst, Burnout, Depression) und im nichtmedizinischen Bereich (zur Rauchentwöhnung; Hypnose zum Abnehmen u.v.m.) möglich.

Ebenso finden Personen, die Hypnose oder Selbsthypnose lernen möchten, Informationen rund um die Hypnose-Ausbildung sowie Gründe warum es sich lohnt Hypnose zu lernen und verschiedene Möglichkeiten, wie man Hypnose lernen kann (Ausbildung, Seminare, Bücher etc.).


Inhalte:

1. Was ist Hypnose?

2. Hypnose lernen

3. Für wen eignet sich Hypnose?

4. Anwendungsbereiche der Hypnose

5. Selbsthypnose

6. Hypnose und NLP


1. Was ist Hypnose?

Oft werden wir von unseren Teilnehmern gefragt: "Was ist Hypnose"?; Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn obwohl die Menschheit schon seit vielen tausend Jahren die Hypnose anwendet, existiert bislang keine einheitlich anerkannte wissenschaftliche Definition.

Der Begriff Hypnose stammt vom griechischen Wort "Hypnos" ab, dem Gott des Schlafs. Er wurde im Jahr 1843 vom schottischen Arzt James Braid geprägt und allgemein bekannt gemacht. Diese Bezeichnung ist allerdings unglücklich gewählt, da es sich bei der Hypnose nicht um einen Schlafzustand handelt. Den hypnotischen Zustand kann man vielmehr als veränderten Bewusstseinszustand auffassen. Dieser falsche Glaube hält sich bei den meisten Menschen jedoch noch immer hartnäckig, sodass viele Patienten nach einer Hypnosetherapie abstreiten, hypnotisiert gewesen zu sein, da sie sich an alles Erlebte erinnern können und nicht geschlafen haben.

Die hypnotische Trance ist also vielmehr ein veränderter Bewusstseinszustand, der zwischen Schlaf und normalem Wachzustand liegt und der teilweise von tiefgreifenden psychologischen und physiologischen Veränderungen begleitet ist. Dabei ist das Unterbewusstsein besonders gut ansprechbar und die Aufmerksamkeit ist nach innen auf wenige Reize gerichtet. Daher kann der Hypnotee Wörter und Vorstellungen viel intensiver als sonst verarbeiten und erleben und der Hypnotiseur kann mit bestimmten Suggestionen (z.B. zur Gewichtsreduktion oder der Raucherentwöhnung) das Unterbewusstsein direkt ansprechen.

Hypnose kann auch als Prozess zwischen dem Hypnotiseur und dem Hypnotisanden angesehen werden, in dem eine Kombination aus Suggestionen und fokussierter Aufmerksamkeit stattfindet. Das rationale Bewusstsein wird je nach Tiefe der Trance reduziert, wodurch das Unterbewusstsein in den Vordergrund rückt. Durch die erhöhte Aufmerksamkeit des Unbewussten registriert der Hypnotisand auch Dinge, die seiner bewussten Aufmerksamkeit entgehen würden. Er ist sich aber aller Dinge bewusst, die während der Sitzung geschehen, jedoch verlieren diese Dinge für ihn an subjektiver Wichtigkeit und seine Gedanken sind fokussiert. Man ist während der Hypnose also weder willenlos noch bewusstlos und kann, wenn man möchte, jederzeit die Augen öffnen und die Trance beenden.

Man kann Hypnose also eher als einen Zustand beschreiben, in welchem die Kritikfähigkeit des Hypnotisierten vermindert ist, sodass er empfänglicher auf Suggestionen reagiert, mit deren Hilfe z.B. heilunterstützende oder leistungssteigernde Prozesse eingeleitet werden können. Wichtige Voraussetzungen für eine Hypnose auf Seiten des Klienten sind eine entspannte Grundhaltung, eine positive Erwartungshaltung und eine enge Verbindung (Rapport) zum Hypnotiseur, damit die hypnotischen Maßnahmen und Effekte der Hypnosebehandlung wirken können.

Hypnose bzw. Hypnotherapie ist ein hochwirksames Instrument zur Zielfindung und zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung. Außerdem ist die Hypnosetherapie gut geeignet als begleitendes Verfahren bei vielen Krankheiten. Beispielsweise können Ängste, unliebsame Angewohnheiten wie das Rauchen, Schlafstörungen, Schmerzen, Depressionen und Stress bekämpft und weitgehend abgebaut werden. Das Selbstbewusstsein kann gesteigert werden und der Klient kann einen Zustand der Entspannung erreichen, wodurch sich sein körperliches und geistiges Wohlbefinden verbessern lässt. Da die Hypnose auf das Unterbewusstsein einwirkt, kann die Hypnotherapie auch zur Anästhesie bei medizinischen Behandlungen oder chronischen Schmerzen und zur Heilung verschiedener Krankheiten eingesetzt werden

Die Hypnotherapie ist in Deutschland seit 2006 wissenschaftlich anerkannt und nimmt seitdem einen immer größer werdenden Stellenwert als Behandlungsmethode ein. Dies liegt einerseits am gestiegenen Interesse an natürlichen Heilmethoden und der Skepsis gegenüber der Wirksamkeit bzw. den Nebenwirkungen von Medikamenten. Zum anderen liegt es an der Tatsache, dass ca. 95% aller Krankheiten einen psychosomatischen Ursprung haben und über die Psyche direkt und effektiv behandelt werden können. Mit der Hypnose können individuelle Probleme oder Krankheiten entweder während einer Hypnosetherapie behandelt werden oder durch eine Selbsthypnose. Mit der Hypnose können Klienten ihre individuellen Ziele entweder während einer Hypnosetherapie-Sitzung oder alleine zu Hause mittels Selbsthypnose erreichen.


2. Hypnose lernen

Wer sich für das Thema Hypnose interessiert, stellt sich oft die Frage "wie kann man Hypnose lernen"? Hier findet man Informationen zu Methoden, Gründen und Vorteilen, warum Hypnose lernen Sinn macht und für wen es sich eignet.

  • Hypnose ist eine umfassende und äußerst wirksame Methode, um die verschiedensten Problemstellungen zu behandeln. In nur wenigen Sitzungen lassen sich viele psychische und physische Beschwerden und Erkrankungen verbessern oder gänzlich heilen.
  • Die Grundlagen der Hypnose können Sie sich recht schnell aneignen, für fortgeschrittene Hypnoseanwendungen sind jedoch Praxiserfahrungen und weitergehendes Wissen erforderlich.


Wie kann ich Hypnose lernen?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten Hypnosetechniken zu erlernen:

  • ein Hypnose-Seminar für Anfänger oder Seminare für Fortgeschrittene besuchen bzw.
  • eine Hypnoseausbildung machen
  • Selbststudium zu Hause
    • mittels Hypnose Büchern,
    • Hypnose-CDs,
    • Hypnose-Videos und DVDs

Ausbildung und Seinare eignen sich sowohl um die Hypnosetherapie zu erlernen, als auch um zu lernen, wie man sich mittels Selbsthypnose privat hypnotisieren kann. Der angehende Hypnotiseur kommt im Seminar mit verschiedenen Techniken in Berührung, die in der klassischen Hypnosetherapie eingesetzt werden, aber auch Verfahren wie Schnellhypnose (auch bekannt als Blitzhypnose) kann man lernen. Die Schnellhypnose ist eine in der Hypnosetherapie verwendete Technik, mit der man den Klienten besonders schnell hypnotisieren und eine Trance induzieren kann.



Warum Hypnose lernen?

Dafür gibt es eine Unmenge an Gründen. Der wichtigste ist: Weil Hypnose hilft!

Die Vorteile einer Hypnosetherapie auf einen Blick:

Verkürzung der therapeutischen Behandlung und Erzielung dauerhafter Erfolge

  • Die Hypnose ist eine sehr ökonomische Therapieform. Durch ziel- und lösungsorientierte Hypnosebehandlungen können bei den meisten Klienten bereits nach ein bis drei Sitzungen deutliche Rückgänge ihrer Symptome erreicht werden. Ca. 95% unseres Denkens wird durch das Unbewusste beeinflusst, welches erlernten und automatisierten Mustern folgt. Daher ist eine Therapieform, die genau dort ansetzt und das Unbewusste modifiziert, besonders effektiv. Die erreichte Verhaltensänderung und Gedankenumstrukturierung bleibt auch nach der Hypnosetherapie weiterhin bestehen, wodurch eine langfristige Wirkung erreicht werden kann.

Sehr breite Anwendungsbereiche von Hypnose, gleichzeitig keine Nebenwirkungen

  • Die Hypnosetherapie kann nicht nur zur Entspannung beitragen, sondern auch zur Überwinden traumatischer Erlebnisse, Ängste und Phobien, zur Reduktion von Schmerzen und Stress, beim Abnehmen oder zur Steigerung des Selbstbewusstseins. Auch bei der Bekämpfung vieler verschiedener Krankheiten, wie Depressionen, Suchtkrankheiten, Sprechstörungen und Schlafstörungen kommt sie zum Einsatz. Dadurch trägt sie zur Verbesserung der Lebensqualität bei und birgt gleichzeitig keine Risiken und Nebenwirkungen wie z.B. der Konsum von Medikamenten. Jedoch sollte Hypnose bei sehr schweren psychischen oder körperlichen Krankheiten höchstens begleitend durchgeführt werden - die Behandlung durch einen Arzt ist in solchen Fällen nicht zu ersetzen.

Wachsende Bedeutung und Nachfrage von Hypnotherapie

  • Zusätzlich zum herkömmlichen Einsatz in Hypnosepraxen als Form der Psychotherapie, setzt man in immer mehr Berufsfeldern auf die positiven Effekte von Hypnose
    • Im betrieblichen Gesundheitsmanagement kann durch Hypnotisieren die Leistungsfähigkeit und Stressresistenz der Mitarbeiter verbessert werden
    • Im Gesundheitswesen wird sie zur Betäubung von Schmerzen und zur Behandlung von Ängsten (Bsp. Zahnarztangst) eingesetzt
    • Im Wellness- und Gesundheitsbereich hilft Hypnose bei der Regeneration von Körper und Geist
    • Masseure, Physiotherapeuten und Yogalehrer können durch die Hypnotherapie ihr Leistungsangebot ergänzen
    • u.v.m.



    Eröffnen Sie sich durch Hypnose ganz neue berufliche oder private Möglichkeiten und Perspektiven

    Eine Hypnoseausbildung kann aus verschiedenen Beweggründen sinnvoll sein

    • Beruflich:
      • Wer die Hypnose beherrscht, besitzt damit eine Fertigkeit, die auf verschiedene Art und Weise den Grundstein für eine interessante und abwechslungsreiche berufliche Zukunft legen kann
      • Personen, die einen heilenden bzw. coachenden Beruf ausüben (z.B. Hausarzt, Zahnarzt, Psychotherapeut oder Heilpraktiker) können diese neue Methode leicht in ihre schon bestehenden Leistungen integrieren und sie dadurch erweitern. Auch Berufe, die sich mit Erziehung beschäftigen oder wirtschaftlich orientierte Berufe aus dem Bereich Verkauf und Vertrieb (Verkaufstraining: Auftreten, Sprache, Kommunikation) oder Personalführung (Mitarbeitermotivation) können von den Möglichkeiten der Hypnose profitieren
      • Mit den neu gelernten Therapiemethoden erweitern Sie Ihre Möglichkeiten bei der erfolgreichen Behandlung verschiedenster gesundheitlicher Probleme. Dies verschafft Ihnen eine bessere Position auf dem Arbeitsmarkt und eröffnet Ihnen neue Tätigkeitsfelder
      • Sie können die Hypnose entweder in den Katalog Ihrer bereits bestehenden Dienstleistungen aufnehmen oder sich beispielsweise mit einer eigenen Hypnose-Praxis selbstständig machen und Hypnotherapie für externe Klienten anbieten. Je nach Wunsch können Sie ein breites Angebot abdecken oder sich auf einzelne Bereiche spezialisieren wie z.B. die hypnotherapeutische Behandlung von Ängsten, psychosomatischen Erkrankungen, Depressionen oder im nichtmedizinischen Bereich z.B. im Coaching oder bei der Behandlung von Gewichtsproblemen, Rauchen u.v.m.
      • Die Anwendungsgebiete der Hypnotherapie sind also sehr vielfältig und eröffnen Ihnen Zugang zu einem schnell wachsenden Markt. Eine Hypnoseausbildung gibt Ihnen die Möglichkeit, diese Klienten für sich zu gewinnen. Die Optionen reichen dabei über die hypnotherapeutische Arbeit mit Klienten bis hin zur Wissensvermittlung von Techniken zur Selbsthypnose oder Schnellhypnose (Blitzhypnose) oder das Angebot einer eigenen Hypnoseausbildung bzw. Seminaren.


    • Privat:
      • Auch für Privatpersonen, die selbst keine Hypnotherapie anbieten wollen, sondern sich einfach für die Thematik der Hypnose interessieren oder die Kunst der Selbsthypnose selber anwenden möchten, ist eine Hypnoseausbildung sinnvoll. Das erworbene Wissen kann auch im Alltag angewendet werden und helfen, um seinen Berufserfolg zu steigern, Spannungen oder Blockaden zu lösen oder positive Veränderungsprozesse in Gang zu setzen. Man kann durch eine Selbsthypnose Ängste oder Schmerzen abbauen oder schlicht einen Zustand der tiefen Entspannung erreichen, der zu Ihrer Zufriedenheit und Ihrem Lebensqualität beiträgt. Die in der Ausbildung gelerntren hypnotischen Sprachmuster können als Teil der erfolgreichen Kommunikation in Bewerbungsgesprächen, im Verkauf, in der Politik oder der Werbung eingesetzt werden.
      • Natürlich kann man die Hypnosetechniken auch einfach aus Interesse am menschlichen Geist und dessen Aufbau erlernen. Man kann mit dem in der Ausbildung erworbenen Wissen besser verstehen, wie das eigene Bewusstsein funktioniert und wie man Veränderungen hervorrufen kann. Hypnose bewirkt ein besseres Verständnis über die innere Dynamik der Umwelt, die Gründe für unser Verhalten und unsere Gefühle.
      • Für eine detailliertere Übersicht von Personen, für die es sich lohnt Hypnose zu lernen, siehe auch: Zielgruppen

    Es gibt also zahlreiche gute Gründe, die für eine Ausbildung zum Hypnotherapeuten sprechen.

    Die Ausbildung bzw. Seminare eignen sich nicht nur, wenn man selbst als Hypnotiseur Klienten betreuen möchten, sondern auch, wenn man die Techniken der Selbsthypnose oder Schnellhypnose für den persönlichen Bedarf lernen möchten.


    3. Für wen eignet sich Hypnose?

    Wer sind die Zielgruppen einer Hypnoseausbildung?

    Die Anfrage nach Hypnose oder Hypnosetherapie ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Daher möchten immer mehr Menschen eine Ausbildung in diesem Bereich absolvieren. Die Hypnotherapie richtet sich primär an Menschen aus verschiedenen medizinischen, therapeutischen und coachenden Berufen. Die Ausbildung an sich ist jedoch auch für Privatpersonen interessant, die sich für das Thema Hypnose interessieren.

    Komplette Neueinsteiger, aber auch erfahrene Hypnoseprofis können von einer Hypnoseausbildung profitieren. Je nach Wissensstand und angestrebtem Abschluss können nach der Ausildung noch eine Weiter-/Fortbildung oder ein aufbauendes Seminar besucht werden.

    Aus den verfügbaren Angeboten kann man also individuell und frei wählen und kombinieren, wie es den persönlichen Interessen und dem gewünschten Tätigkeitsfeld entspricht. Auch im Nachhinein lassen sich noch einzelne thematische Bereiche und Bausteine ergänzen, sodass der Verlauf der Ausbildung völlig individuell gestaltet werden kann.

    Auch für Berufsgruppen, die normalerweise weniger mit dem Thema Hypnose in Berührung kommen, sind wir offen und beraten Interessierte gerne, wie diese Behandlungsmethode in den persönlichen beruflichen Kontext integriert werden kann.


    3.1 Hypnose für Anfänger

    Es ist ein Irrglaube, dass nur Ärzte oder Psychotherapeuten von einer Hypnoseausbildung profitieren würden - obwohl für Personen, die einen heilenden Beruf ausüben, die Integration einer Hypnosetherapie in ihren Berufsalltag natürlich besonders vorteilhaft ist. Hypnose ist jedoch für jeden geeignet, der sich für die Thematik interessiert oder mehr über sich selbst herausfinden möchte. Unabhängig davon, aus welchen Beweggründen (Interesse, berufliche Weiterbildung o.ä.) man die Hypnose erlernen will, sollte die Ausbildung seriös und professionell gestaltet sein. Auch vollständige Neueinsteiger, die sich zuvor nicht mit dem Thema befasst haben, können an einer Hypnoseusbildung teilnehmen und die Hypnose unter Berücksichtigung des neusten Forschungsstands lernen. Die Ausbildung ist so konzipiert, dass sie ohne therapeutisches oder medizinisches Vorwissen absolviert werden kann. Mit Erweiterungsmodulen kann das erworbene Wissen zusätzlich vertieft werden oder man kann neue Bereiche kennenlernen, um auf den Grundlagen aufzubauen.

    Besonders Menschen, die sich noch nicht sicher sind, was sie mit dem in der Ausbildung erworbenen Wissen anfangen möchten, sollten darauf achten, eine professionelle Ausbildung in einem seriöen Institut mit flexiblen Weiterbildungsoptionen zu absolvieren. Dadurch sind noch alle Möglichkeiten für eine Erweiterung der Hypnosefähigkeiten offen und man kann sich sicher sein, dass man nur Methoden, die auf dem aktuellsten Forschungsstand basieren, vermittelt bekommt. Die erlernten Fähigkeiten können dann entweder privat zum Zwecke der Selbsthypnose angewandt werden oder später als Grundlage für eine neue berufliche Zukunft als Hypnotiseur dienen.

    Als angehender Hypnotiseur kann man zunächst ein Grundseminar belegen, um in dieser grundlegenden Ausbildung zu lernen, wie man Menschen hypnotisieren und ihnen mittels Suggestionen bei den verschiedensten Problemstellungen behilflich sein kann.


    3.2 Hypnose für Therapeuten

    Die Hypnosetherapie hat in den letzten Jahren einen immer größer werdenden Stellenwert in der Psychotherapie erlangt. Sie kann bei verschiedensten psychischen Problemstellungen eingesetzt werden und zu einem dauerhaften Behandlungserfolg verhelfen. Wenn Sie schon als Psychotherapeut tätig sind, stellt eine Hypnoseausbildung eine wertvolle Erweiterung Ihrer Behandlungsmöglichkeiten dar. Sie kann entweder als eigenständige Methode oder in Verbindung mit anderen Verfahren angewendet werden. Mit Hypnose lassen sich u.a. Angststörungen, Depressionen, psychosomatische Beschwerden, Stress und Burnout, Schmerzen, Schlafstörungen und Traumata effektiv und schonend behandeln. Zusätzlich kann man die Behandlungserfolge durch eine Gesprächs- oder Verhaltenstherapie oder andere Anwendungen ergänzen und vertiefen.

    Es ergeben sich zahlreiche Vorteile durch den Einsatz einer Hypnotherapie. Der Therapeut kann das Unbewusste des Patienten direkt ansprechen und durch gezielte Suggestionen beeinflussen. Auch durch Amnesie verdrängte traumatische Erlebnisse können wieder zugänglich gemacht und behandelt werden. Man kann emotionale Blockaden und verschiedene Ängste langfristig lösen und chronische oder akute Schmerzen therapieren. Selbst hartnäckige Erkrankungen, die den Patienten schon seit vielen Jahren belasten, lassen sich oftmals innerhalb einer Sitzung mit Hilfe der Hypnoanalyse und der Regressionstherapie heilen.

    Ein Hypnosetherapeut kann durch die umfangreichen Anwendungsbereiche der Hypnosetherapie ein breites Klientel ansprechen und sich durch die Integration der Hypnose in seine Therapie neue berufliche Möglichkeiten eröffnen.



    3.3 Hypnose für Ärzte

    Allein in Deutschland haben die vier Fachgesellschaften für Hypnose gut 2000 Mitglieder, darunter Allgemeinmediziner, Onkologen, Dermatologen und Zahnärzte, die jedoch die wachsende Nachfrage an Behandlungen in Trance kaum decken können.

    Die Hypnose kann in fast jeder medizinischen Fachrichtung als Erweiterung der Behandlungsmethoden eingesetzt werden. Sowohl zur Anästhesie* und Analgesie, als auch zum Abbau von spezifischen Ängsten vor einem Arztbesuch. Sie gestalten sich selbst, Ihren Mitarbeitern und Ihren Patienten den Alltag leichter und angenehmer. Durch diese zusätzliche Möglichkeit erreichen Sie zudem neue Zielgruppen und erhöhen die Attraktivität Ihrer Praxis.

    Profitieren auch Sie davon, den Patienten eine entspannte und schmerzfreie Option zu bieten, die effektiv und schnell einsetzbar ist. Denn gerade diese Effizienz ist bei der Hypnoseausbildung geboten, da jeder Arzt nur die speziellen Verfahren erlernt, die ihm im Alltag nutzen. Zusätzlich kann man selbstverständlich individuell entscheiden, ob man sich auch für die psychotherapeutischen Aspekte der Hypnose interessiert und sich diese ggf. ebenfalls aneignen mächte.


    Wissenschaftliche Basis der Hypnosetherapie

    Die DGÄHAT (Deutsche Gesellschaft für Ärztliche Hypnose und Autogenes Training e.V.) schreibt dazu auf ihrer Internetseite:

    "Die therapeutische Wirksamkeit der Hypnose wurde bei einer Vielzahl von psychotherapeutisch behandelbaren Störungen empirisch in kontrollierten und Katamnese-Studien nachgewiesen (Übersichten bei Grawe et al. 1994; Revenstorf 1994). Eine Reihe dieser Arbeiten belegen, dass der konzeptgeleitete Einsatz der Hypnose in verhaltenstherapeutische (z.B. Revenstorf 1994) und tiefenpsychologische, psychodynamische (z.B. Stetter 1994, 2004) Behandlungspläne bei individueller auf das Krankheitsmodell, das Störungsbild und die Ressourcen des jeweiligen Patienten zugeschnittenen Vorgehensweise möglich und effektiv ist"



    * Anders als bei kleineren Eingriffen setzt man bei sehr aufwändigen Operationen meist auf eine Kombination aus Hypnose und dem Gebrauch von Beruhigungsmitteln, um dem Patienten eine belastende Vollnarkose zu ersparen. In Einzelfällen kann der Eingriff jedoch ausschließlich durch Betäubung mittels Hypnose durchgeführt werden.



    3.4 Hypnose für Zahnärzte

    Etwa 12% der erwachsenen Bevölkerung leidet unter einer Dentalphobie, also einer besonders ausgeprägten Angst vor dem Zahnarzt. Diese Phobie beeinträchtigt den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen stark und wird als sehr belastend empfunden.

    Wenn die nötigen Behandlungsmaßnahmen nicht durchgeführt werden, kann es zu Schmerzen, Zahnlücken, Entzündungen des Mundraums oder gar Abszessen kommen. Das Selbstbewusstsein der betroffenen Personen wird zudem durch schlechte Zähne geschwächt und es ergeben sich oft private sowie berufliche Nachteile aufgrund von sozialer Gehemmtheit oder Stigmatisierung. Die seelischen Folgen können soziale Isolation, Verzweiflung, Missbrauch von Alkohol oder Schmerzmitteln und Depressionen umfassen.

    Meist ist die Grundlage dieser Phobie die Erinnerung an eine schmerzhafte Zahnbehandlung und die daraus resultierende Angst vor erneuten Schmerzen. Eine Behandlung unter Hypnose nimmt dem Patienten seine Furcht, beruhigt und betäubt ihn, sodass neue positive Erinnerungen gebildet werden können. Er macht die Erfahrung, dass ein Zahnarztbesuch ihm zu einem gesteigerten Wohlbefinden und besserer Zahngesundheit verhilft und entspannt und schmerzfrei ablaufen kann.

    Besonders für Kinder ist das ein wichtiger Schritt, um schon früh Ängsten vorzubeugen und ein gutes Vertrauensverhältnis zum Zahnarzt aufzubauen, das den Grundstein für eine positive Einstellung für ihr späteres Leben legt. Auch Patienten, die Angst vor Injektionen oder eine Unverträglichkeit gegenüber den verwendeten Betäubungsmitteln haben, können in Trance mühelos behandelt werden.

    Eine solche Behandlung kann z.B. mit der sog. Doppelinduktion durchgeführt werden, die vom Zahnarzt und einer Arzthelferin angewendet werden kann.

    Die Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose (DGZH) veranstaltet jährlich Kongresse, auf denen Zahnärzte untereinander ihr Wissen austauschen können.


    Einsatz von Hypnose zur Schmerzbehandlung in der Zahnmedizin



    Anästhesie durch Hypnose bei zahnärztlicher Behandlung

    Bei einer zahnärztlichen Behandlung kann z.B. die Methode der Aktiv-Anästhesie-Hypnose von G. Schütz & H. Freigang eingesetzt werden. Hierbei wird der Patient in Trance mit einem Problem konfrontiert wie z.B. die Flucht vor einem Tier im Wald oder vor einem Gewitter bei einem Spaziergang. Dabei kann man auch den Beruf oder Hobbys des Patienten in die Geschichte einbeziehen - ist er beispielsweise Feuerwehrmann, soll er in der Geschichte jemanden aus einem brennenden Haus retten. Der Patient muss sich also interaktiv am Verlauf beteiligen und eine drohende Gefahr abwehren, wobei es immer zu einem positiven Ausgang kommen muss. Der Hypnotiseur begleitet ihn schützend und steht ihm bei der Problemlösung zur Seite. Das Ziel dieses Vorgehens ist das Erreichen einer maximalen Dissoziation und der Fokussierung der Aufmerksamkeit auf die Schmerzunempfindlichkeit während der bevorstehenden Behandlung. Danach kann der Zahnarzt die Zähne des Patienten behandeln, ohne erneute Angst / Schmerzen auszulösen und erleichtert eine zukünftige Zahnbehandlung.



    3.5 Hypnose für Heilpraktiker

    Die Psyche des Menschen ist maßgeblich an der Entstehung vieler Krankheiten beteiligt und eigentlich immer betroffen. Die Hypnose bietet die Möglichkeit, Auslöser oder Ursprünge der Krankheit sichtbar zu machen, damit das Problem genau identifiziert und ohne Symptomverschiebung geheilt werden kann.

    Ein Hypnotiseur darf ohne den Besitz einer Heilerlaubnis jedoch nur im nichtmedizinischen Bereich tätig werden - psychotherapeutische Themen liegen nicht in seinem Berechtigungsbereich. Nichtmedizinische Fragen sind z.B. eine Raucherentwöhnung oder Hypnose zur Gewichtsreduktion, wohingegen medizinische Problemstellungen z.B. die Behandlung von Depressionen, Ängsten oder Schmerzen umfassen. Wenn man bereits Hypnotiseur ist, kann man sich durch eine zusätzliche Ausbildung zum Heilpraktiker daher neue berufliche Möglichkeiten eröffnen. Man kann mit der erworbenen Heilerlaubnis medizinisch und psychotherapeutisch arbeiten und Patienten behandeln, deren Problemstellung bisher außerhalb des eigenen rechtlichen Geltungsbereichs lag. Darunter fallen z.B. die Behandlung von Schlafstörungen, Ängsten und Phobien, Depressionen, Schmerzbehandlung oder Traumatherapie. Die Qualifikation als Heilpraktiker ermöglicht Ihnen also eine enorme Erweiterung Ihres möglichen Tätigkeitssprektrums und damit den Zugang zu einem neuen Markt.

    Ein weiterer Vorteil der sich durch den Besitz einer Heilerlaubnis bietet ist die Möglichkeit, die erbrachten Leistungen umsatzsteuerfrei anzubieten, da man als Heilpraktiker zu den Freiberuflern gehört. Die so gesparten 19% an Mehrverdienst pro Behandlung summieren sich mit der Zeit zu einer bedeutsamen Ersparnis.



    3.6 Hypnose für Trainer

    Beim Coaching hilft man dem Klienten dabei, einen Veränderungsprozess auszulösen und durchzuführen. Wer sich für den Coachingbereich interessiert oder bereits Trainer oder Coach ist, kann durch eine Hypnoseausbildung die Bereiche Hypnose und Coaching optimal verbinden. Zum Beispiel kann man professionelle Privat- und Business-Coachings anbieten oder mit mittels Hypnoanalyse eine individuelle Persönlichkeits- und Zielanalyse vornehmen.

    Während der Hypnose kann man die genauen Ziele des Klienten aus allen wichtigen Lebensbereichen und emotionalen Dimensionen herausfinden und mit ihm zusammen konkretisieren. Komplexe Ziele können so in mehrere leichter erreichbare, realistische Zwischenziele aufgeteilt werden, damit der Klient das gewünschte Ergebnis leichter visualisieren kann und durch seine Teilerfolge in seinem Vorhaben bestärkt und motiviert wird. Durch die zusätzliche Vermittlung von Techniken zur Selbsthypnose und den Einsatz von "Hausaufgaben", die der Klient zwischen den Sitzungen durchführen soll, kann die Wirkung der Hypnose noch gesteigert und verfestigt werden.

    Das Hypnose-Coaching bei Business-Themen kann sich auf verschiedene Gebiete beziehen, wie z.B. die Steigerung von Kreativität, Leistung und Motivation, die Prävention oder Behandlung von Mobbing und Burnout oder Strategien zur Entscheidungsfindung. Die dabei erreichten Veränderungsprozesse können sehr spezifisch sein oder sich auf mehrere Ebenen beziehen.

    Die Dienstleistung eines Hypnose-Coachings richtet sich sowohl an anspruchsvolle Privatkunden als auch an Business- und Firmenkunden und ermöglicht dem Trainer so den Zugang zu einem attraktiven und stetig wachsenden Markt. Der Hypno-Coach kann u.a. Hypnotherapie zur Raucherentwöhnung und Gewichtsreduktion oder die Ausbildung zur Selbsthypnose anbieten. Sein Tätigkeitsfeld erstreckt sich aber auf viele weitere persönliche Lebensbereiche, in denen der Klient sich verändern will.


    Abgrenzung Hypnose-Coach - Hypnotherapeut

    Ein Hypnotiseur darf ohne eine Heilerlaubnis (zum Heilpraktiker, Arzt, Psychotherapeuten etc.) nicht den Titel "Hypnotherapeut" tragen. Häufig bezeichnen sich Hypnotiseure als Coaches, obwohl sie keine entsprechende Ausbildung absolviert haben. Es kam in den letzten Jahren zu einer regelrechten "Explosion" an Coaching-Angeboten, von denen jedoch nur wenige seriöse Anbieter waren. Daher wird von manchen Menschen der Begriff des Hypno-Coachings als Sammelbegriff für nicht-medizinische bzw. nicht-therapeutische Hypnose-Anwendungen verwendet. Diese Bezeichnung ist jedoch nicht korrekt, da ein Hypnose-Coach den Fokus nicht wie ein klassischer Hypnotiseur auf die Behandlung von typischen nicht-medizinischen Problemstellungen wie der Wunsch nach Gewichtsreduktion oder Raucherentwöhnung legt. Vielmehr geht es beim Hypno-Coaching um den flexiblen und umfangreichen Coaching-Prozess, der perfekt auf den einzelnen Klienten abgestimmt ist und auch alle Aspekte seiner Persönlichkeit und Lebenssituation berücksichtigt.


    3.7 Hypnose für NLP Anwender

    Das Neurolinguistische Programmieren (NLP) bezeichnet eine Sammlung von Methoden und psychologischen Techniken, die zum Ziel haben, die eigene Kommunikation zu optimieren und eine Persönlichkeitsentwicklung auszulösen. Konkret bedeutet das, dass die Anwender ihre Fähigkeiten, Einstellungen, ihr Verhalten und ihre Kommunikation zielorientiert weiterentwickeln und Techniken erlernen, um alle möglichen Aufgabenstellungen des Alltags, der Therapie oder des Berufslebens optimal zu gestalten. Es existieren zahlreiche verschiedene Anwendungsbereiche, sodass man das NLP nicht allgemeingültig definieren bzw. auf einzelne Aspekte reduzieren kann.

    Die Begründer des NLP, Richard Bandler und John Grinder übernahmen Aspekte aus Theorien bekannter Psychotherapeuten, ergänzten sie durch eigene Ideen und vermittelten das Wissen in vereinfachter Weise in ihren Seminaren. Sie arbeiteten außerdem viel mit Hypnose und orientierten sich dabei vor allem am bekannten Hypnotherapeuten Milton H. Erickson, dessen Theorien sie teilweise ins NLP integrierten. Daher ähneln sich Hypnose und NLP in einigen Punkten. Hypnotiseure können ebenso davon profitieren, sich NLP-Techniken anzueignen, wie NLP-Anwender die Hypnose-Techniken gewinnbringend einsetzen können. Durch eine Kombination von Hypnose und NLP lassen sich häufig deutlich bessere Wirkungen erzielen, als durch den alleinigen Einsatz einer Methode. Durch den zusätzlichen Einsatz von Hypnose lassen sich NLP-Anwendungen effektiver gestalten und es eröffnen sich neue Möglichkeiten. Der NLP-Anwender erweitert sein schon vorhandenes Wissen und verknüpft es mit neuen Fähigkeiten, sowie neuen Erkenntnissen über die Wirkungsweise der menschlichen Psyche und des Gehirns. Hypnose und NLP stehen nicht in Konkurrenz zueinander, welches die bessere Methode ist, sondern vielmehr ergänzen sie sich und besitzen zahlreiche gemeinsame Schnittpunkte.


    Worin unterscheiden sich Hypnose und NLP?

    • NLP wird überwiegend im Wachzustand oder einer leichten Trance durchgeführt, während Hypnose mit tieferen Trancezuständen arbeitet
    • Hypnosetherapie ist anders als NLP speziell auf die Psychotherapie ausgerichtet und stellt ein anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren dar

    Hier finden Sie weitere Informationen darüber, was NLP ausmacht.


    3.8 Hypnose für Fortgeschrittene

    Eine Hypnose-Ausbildung eignet sich auch für Fortgeschrittene, die schon über Kenntnisse der Hypnose verfügen und diese ausbauen möchten. Es existieren zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, mit denen man seine persönlichen beruflichen Qualifikationen erweitern kann, um noch spezifischere Techniken anbieten zu können und einen größeren Markt anzusprechen. Außerdem kann man sich durch eine weiterführende Ausbildung auf den neusten Forschungsstand bringen lassen und so immer die aktuellsten Methoden in der Praxis verwenden. Man erwirbt zudem ein vertiefendes Hintergrundwissen über die neurologischen Vorgänge, die während einer Hypnose im Gehirn ablaufen. Dadurch ist man selbst besser in der Lage, die komplexen Abläufe nachzuvollziehen und auch kompetent auf Fragen seiner Klienten reagieren zu können.

    Für Quereinsteiger besteht oft die Möglichkeit, auf ihren schon bestehenden Fähigkeiten und Qualifikationen aufzubauen und diese durch ein zusätzliches Hypnoseangebot zu erweitern. Wenn man beispielsweise schon über Vorkenntnisse im psychotherapeutischen Bereich, im Coaching oder im medizinischen Bereich verfügt, kann man die Hypnose in den Katalog seiner Dienstleistungen aufnehmen und so ein neues Klientel ansprechen.



    4. Anwendungsbereiche der Hypnose

    Hypnose eignet sich hervorragend, um die unterschiedlichsten Ziele zu erreichen. Die Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten der Hypnose erstrecken sich auf alle Lebensbereiche. Sie kann unterstützend zu medizinischen Methoden bei der Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden oder privat dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die konkreten Möglichkeiten, die sich durch den Einsatz von Hypnose ergeben.

    Mittels Hypnose können sowohl körperliche, als auch psychische Probleme erfolgreich überwunden werden, ohne unerwünschte Nebenwirkungen befürchten zu müssen. Es ist möglich, negative und belastende Facetten des Alltags wie Ängste und Phobien (z.B. spezifische Phobien wie Spinnenangst, Prüfungsangst oder Flugangst), Schmerzen (chronisch oder akut z.B. während einer Operation oder Zahnbehandlung), Depressionen und Schlafstörungen zu behandeln. Gleichzeitig kann man die Lebenssituation verbessern, indem man durch Hypnose den Klienten von Unsicherheiten befreit und so sein Selbstbewusstsein stärkt, seine Motivation und Leistungsfähigkeit steigert, oder körperliche Veränderungen auslöst wie z.B. eine Gewichtsreduktion durch Hypnose oder eine Raucherentwöhnung. Außerdem kann man bei einer Hypnotherapie vergessene Gedächtnisinhalte wieder in Erinnerung rufen und so traumatische vergangene Ereignisse therapieren, die beim Klient heute Blockaden oder Ängste auslösen.


    Anwendungsbereiche

    • Hypnotherapie/Hypnosetherapie: Hypnotherapie lässt sich vielseitige bei verschiedenen Problembereichen verwenden. Es handelt sich um eine von den Krankenkassen anerkannte Leistung . Die Wirksamkeit ist im MRT und EEG gut belegt. Bereits nach wenigen Sitzungen können deutliche Veränderungen bewirkt werden

    • Selbsthypnose/Autohypnose: die Trance wird ohne fremde Hilfe initiiert. Die Technik der Selbsthypnose benötigt Übung

    • Leerhypnose: nach Einleitung der Hypnose werden keine Suggestionen mehr gegeben bis zur Auflösung der Trance. Man genießt lediglich den entspannenden Zustand

    • Hypnose in der Medizin: Hypnose kann als alleiniges schmerztherapeutisches Verfahren oder in Kombination mit Anästhesieverfahren positive Effekte auf das Ergebnis von Operationen haben. Einsatzgebiete sind z.B. bei einer Zahnbehandlung, Geburtshilfe, Schmerzbehandlung oder Förderung der Genesung nach Operationen

    • Hypnoanalyse: Hypnose wird im Kontext der tiefenpsychologischen Arbeit angewendet. Sie unterstützt die klassische Psychoanalyse durch die Verwendung von Trancephänomenen. In Trance kann die Aufmerksamkeit stärker auf den Gegenstand / Inhalt der Hypnose fokussiert werden und der Widerstand gegen neue Erkenntnisse ist deutlich reduziert. Im Rahmen einer Hypnoanalyse können unbewusste emotionale Konflikte aufgedeckt werden, aber auch bereits bewusste emotionale Konflikte können in der Trance bearbeitet werden. Dabei kommt es häufig zur Abreaktion von aufgestauten negativen Gefühlen, die im Rahmen von früher durchlaufenen Abspaltungsprozessen verdrängt vorliegen und im Wachzustand nicht zugänglich sind



    5. Selbsthypnose

    Wenn eine Person sowohl die Rolle des Hypnotiseurs als auch die Rolle des Hypnotees einnimmt, spricht man von Selbst- oder Autohypnose. Das Gegenteil davon ist die in der Hypnosetherapie eingesetzte Fremdhypnose, bei der ein Hypnotiseur die Trance bei einem Probanden induziert und leitet.

    Die Selbsthypnose stellt ein bewährtes Verfahren zur Selbstkontrolle dar. Sie wird manchmal unterstützend zur Hypnotherapie eingesetzt, damit der Klient auch zu Hause von der Hypnose profitieren und seine Beschwerden lindern kann. Oft wird sie aber auch von Privatpersonen verwendet, um Stress abzubauen und eine tiefe Entspannung zu erreichen. Mit dieser Methode kann das Unbewusste direkt mit verschiedenen Bildern und Worten angesprochen werden. Dadurch können persönliche Ziele leichter und dauerhafter erreicht werden. Abnehmen durch Selbsthypnose kann ganz einfach sein und auch bei der Raucherentwöhnung wirkt Selbsthypnose unterstützend. Weitere Möglichkeiten sind unter anderem die Verbesserung der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sowie des Gedächtnisses, die Bekämpfung von Schlafstörungen, die Steigerung des Selbstbewusstseins und des Wohlbefindens, der Abbau von Ängsten wie z.B. Redeangst und die Aktivierung der körpereigenen Selbstheilungskräfte. Man beugt durch Selbsthypnose also Stress vor, erzielt positive Veränderungen und steigert die eigene Leistungsfähigkeit.

    Das Erlernen dieser Technik ist jedoch oft sehr übungsintensiv und langwierig (wobei es manchen Menschen leichter fällt, ihr Unterbewusstsein zu erkunden und zu beeinflussen). Daher ist es sinnvoll, während einer Fremdhypnose einen Anker zu setzen, damit der Klient den Trance-Zustand schneller wieder selbst induzieren kann. In der Selbsthypnose kann leider keine ganz tiefe Trance erreicht werden, weil für die Steuerung während der Selbsthypnose das Bewusstsein immer noch aktiv sein muss. Deswegen ist eine Fremdhypnose häufig die effizientere Methode, da sich der Klient dabei komplett vom Hypnotiseur führen lassen kann. Eine Kombination aus beiden Formen, wie anfangs genannt, ist also besonders effektiv, denn so kann der Klient die Hypnosetherapie und die positiven Effekte der Hypnose kontinuierlich unterstützen und selbstständig vertiefen. Dass während der Selbsthypnose gleichzeitig die eigene Selbstkontrolle verbessert wird, ist außerdem in einer Vielzahl von Alltagssituationen von Vorteil.

    Da man mit einer Hypnose auch viel kaputt machen kann, sollte man die Technik der Selbsthypnose unbedingt von einem seriösen, vertrauenswürdigen Therapeuten lernen. Der Patient wird dadurch unabhängig vom Hypnotherapeuten, da er den Trance-Zustand bzw. die Entspannung mittels Selbsthypnose aus eigener Kraft herstellen kann.

    Eine konkrete Anleitung zur Selbsthypnose erhält man entweder während der Hypnosetherapie-Sitzung, aus einem Buch, das diese Hypnose-Methode vermittelt oder in der Ausbildung.


    Positive Auswirkungen der Selbsthypnose auf einen Blick:

    • Entspannung erreichen
    • Schlafstörungen beseitigen
    • Schmerzreduktion
    • Steigerung des Selbstbewusstseins
    • Kontrolle von Puls und Blutdruck
    • Positives Denken fördern
    • Befreiung von Ängsten, Zwängen und Phobien
    • Stressmanagement
    • Regeneration
    • Steuern von körperlichen Vorgängen wie z.B. Gewichtsabnahme
    • Kontrolle von Süchten wie beispielsweise Rauchen oder Alkohol
    • Steigerung der Kreativität und des Erinnerungsvermögens
    • Konzentrationssteigerung
    • Effekte der Hypnotherapie vertiefen



    6. Hypnose und NLP

    Neben der Hypnose ist NLP (Neurolinguistisches Programmieren) eine der effektivsten Methoden, Veränderungen des eigenen Verhaltens und damit Veränderungen der derzeitigen Lebenssituation zu erreichen. NLP kann man als "die Kunst der erfolgreichen Kommunikation und der persönlichen Vervollkommnung" beschreiben.

    NLP beschreibt ein Modell, von John Grinder und Richard Bandler entwickelt, das die Kommunikation mit sich selbst und der Umwelt verbessert. Es bietet auf fast spielerische Art und Weise Werkzeuge und Übungen für Veränderungen und neue Qualitäten an.

    NLP nutzt den Zusammenhang zwischen Sprache (linguistisch) und dem Nervensystem (Neuro). Sprache, Denken und Fühlen bilden also einen Zusammenhang. Dadurch ist es möglich, über speziell entwickelte Sprachmuster Verhaltensweisen bewusst zu machen und Einfluss auf das Verhalten zu nehmen.


    Hier finden Sie weitere Informationen darüber, was NLP ausmacht.



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