Wie findet man den richtigen Coach? Was ist Coaching und was genau passiert dabei?

board-784363_640„Hilfe, ich brauche einen Coach!“ Diesen Seufzer äußern nicht nur gestresste Eltern, frustrierte Ehepartner und dominierte Hundebesitzer. Nein, auch Vorstandsmitglieder, Fachkräfte und Berufseinsteiger, Existenzgründer und andere, die sich mit einem für sie unlösbaren Problem konfrontiert sehen, halten Ausschau nach professioneller Unterstützung in Form eines Coachings.

Wie findet man den richtigen Coach?

Zuerst müssen Sie sich selbst über Ihre Coachingziele und Ihre Erwartungen und Anliegen klar sein. Erst dann können Sie den passenden Coach für Sie auch erkennen. Folgende Fragen können Sie sich stellen: „Was will ich mit einem Coaching erreichen? Handelt es sich um ein berufliches oder ein privates Ziel? Geht es um Persönlichkeitsentwicklung oder Mitarbeiterführung? Um ein sportliches Ziel oder eine Ernährungsumstellung?

Die zweite Frage, die Sie sich stellen müssen ist, wie Sie sich die Zusammenarbeit mit Ihrem Coach vorstellen. Coaching basiert auf einer strategischen Partnerschaft auf Zeit, daher ist es wichtig, was Sie sich wiederum von dieser Partnerschaft erwarten und wie diese aussehen soll.

Diese Kriterien sollte Ihr Coach erfüllen:

  • Ihr Coach hat eine professionelle fundierte Coachingausbildung. Diese sollte über mehrere Monate gehen, damit gewährleistet ist, dass der Coach genügend Möglichkeiten hatte, die theoretischen Kenntnisse in die Praxis zu transferieren, zu testen, zu üben und zu reflektieren. Ein professioneller Coach kennt die verschiedensten Fragetechniken, Arbeit mit Modellen und Strategien und unterschiedlichen Mechanismen von Veränderungsprozessen. Ein abgeschlossenes Studium, eine Berufsausbildung und relevante Berufserfahrung zu Ihrem Themengebiet bilden die Basis für ein erfolgreiches Coaching.
  • Ihr Coach ist Mitglied in einem Coaching-Fachverband: Fundierte, professionelle Ausbildungen werden von Coaching-Fachverbänden anerkannt, in denen die Coaches oft auch Mitglied sind. Durch die Anerkennung der jeweiligen Ausbildung zertifiziert der Coaching-Fachverband dem Coach entsprechende Qualitätskriterien.
  • Ihr Coach bildet sich weiter. Da die Coaching-Welt immer in Bewegung ist, ist ein Mentor-Coach zur Supervision von Vorteil. Ihr Coach sollte sich so weiter bilden und auch immer wieder selbst gecoacht werden.
  • Ihr Coach bietet Ihnen ein kostenfreies Kennenlerngespräch an: Um für beide Seiten zu klären, ob eine Zusammenarbeit aus fachlicher, aber auch zwischenmenschlicher Perspektive in Frage kommt, ist ein unverbindliches Kennenlernen notwendig.  Achten Sie darauf, ob die Chemie stimmt, sie bereits Vertrauen zum Coach aufbauen und ob sie der Mittelpunkt des Gespräches sind.
  • Ihr Coach ist authentisch und lebt seine eigene Philosophie: Prüfen Sie, ob Ihr Coach seine Fachkompetenz nach außen widerspiegelt und seine eigene Philosophie auch lebt.

Diese Checkliste soll Ihnen als Orientierungshilfe und Landkarte durch die große Coachinglandschaft dienen. So können Sie Ihren passenden Coach finden, der Ihnen nachhaltige Veränderungen ermöglicht und Ihnen hilft Ihr volles Potenzial zu entfalten.

Was ist Coaching und was genau passiert dabei?

personal-1277392_640Beim Coaching handelt es sich um eine zielfokussierte und prozessorientierte Beratung. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen Reflexion, Erweiterung und Flexibilisierung des persönlichen individuellen Verhaltensrepertoires. Gemeinsam werden Inhalte, Ablauf und Ziele der Coaching-Sequenzen festgelegt. Mitunter spielen neben Themen aus dem beruflichen Umfeld auch persönliche Lebensfragen oft eine große Rolle. Die Lösungen für die thematisierten Probleme des Coachees (Kunde/Klient) werden zusammen entwickelt und persönlich auf ihn abgestimmt. Der Coach gibt dem Coachee auf dem Weg zur Lösungsfindung die entsprechenden Impulse, um selbstständig letztendlich die Lösung für sein Problem mit seinen eigenen Ressourcen entdecken und beheben zu können. Klarheit und Struktur bei komplexen Fragestellungen und die Mobilisierung der Stärken zum Lösen der Anliegen liegen im Aufgabenbereich des Coaches.  Oft sieht der Coachee lediglich den „Wald vor lauter Bäumen nicht“ oder er möchte radikal neue und unbekannte Wege einschlagen und die Richtung wechseln. Der Coach hilft dabei, die Navigation alter Denkmuster über Bord zu werden und als Experte für Perspektivwechsel die richtigen Fragen zu stellen, Analysen zu strukturieren und zu ermutigen, neu und anders zu handeln als zuvor. Dadurch zeigt sich oft der AHA-Effekt, die Lösung, die oft eigentlich schon da war. Durch den Coach wird der Transfer in den Alltag gesichert und die erfolgreiche Umsetzung begleitet, damit das Coaching nachaltig wirken kann.

 

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Neurobiologie im Coaching – Was Coaches, Personaler und Führungskräfte wissen müssen

head-663997_640„Menschen lernen am besten unter Druck“. Diese Aussage hört man oft, vor allem von Menschen in führenden Positionen über das Lernverhalten ihrer Mitarbeiter. Dass es sich hierbei um ein hartnäckiges Vorurteil handelt und das Gehirn unter Stress und Druck in den meisten Fällen lediglich automatisch auf bewährte Denkmuster zurückgreift, wissen die wenigsten.

Neurobiologie: Über unser Hirn und seine Belohnungssysteme

Neuronen, Milliarden von Nervenzellen, vernetzen sich zu komplexen Strukturen und Verbindungen in unserem Gehirn, die die unterschiedlichsten Aufgaben haben. Die Netze verändern sich in Abhängigkeit von den Aufgaben und Anforderungen, die unser Gehirn tagtäglich zu lösen hat. Letztendlich bilden sie unsere Erfahrungen, Emotionen, Erlebnisse und unser Wissen ab.

Über Botenstoffe kommunizieren miteinander verbundene Neuronen, abhängig von Art und Menge des Botenstoffs, werden Botenstoffe übertragen, die Reaktionen auslösen. Eindrücke von außen beurteilt unser Gehirn durch den Vergleich mit bereits gemachten Erfahrungen und Erlebnissen und den dabei erzielten Ergebnissen. Unser Gehirn ist so programmiert, dass es mit seinen Entscheidungen die Erhaltung und Entwicklung unserer Spezies sichert. Als besonders hilfreich und förderlich hat sich hierbei aus der Perspektive unseres Gehirns soziale Resonanz, also das Miteinander von Menschen und gemeinsames Vorgehen erwiesen. Daher ist unser Motivations- und Belohnunssystem genau darauf ausgerichtet.

Dopamin, Oxytozin und die Opioiden gelten als entscheidende Botenstoffe innerhalb unseres Belohnungssystems.  Opioide haben einen positiven Einfluss auf die Lebensfreude und stärken das Immunsystem. Dopamin ist ein Botenstoff, der Wohlbefinden, Konzentration und Handlungsbereitschaft bewirkt. Der „Zusammengehörigkeitsbotenstoff“ Oxytozin fördert soziale Bindungen, er bewirkt Wohlgefühl, sorgt für Entspannung, senkt den Blutdruck, dämpft Ängste und Stress.

Unser Gehirn erinnert sich übrigens sehr gut an Ereignisse und Personen, die unser Oxytozin-Level gesteigert und damit für gute Gefühle gesorgt haben: Aus diesen Erinnerungen erwächst dann unser Vertrauen. Die Botenstoffe, die uns motivieren, werden von unserem Gehirn dann ausgeschüttet, wenn wir Ziele erreichen, die ihm lohnenswert erscheinen. Das sind in erster Linie die Ziele, die mit Zuneigung, Wertschätzung, Anerkennung und Liebe in Verbindung stehen. Statussymbole, beruflicher Erfolg, finanziell erreichte Ziele oder besonders teure Anschaffungen haben aus der Sicht unseres Gehirn letzten Endes nur den Sinn, dadurch Anerkennung und Zuwendung zu erhalten. Die positiven Gefühle, mit denen unser Hirn die Erreichung materialler Ziele belohnt, sind eher kurzlebig und oberflächlich.

Was bedeutet das nun für die Mitmenschen und Kollegen?

hand-1311786_640Zurück in den Alltag: Menschen streben privat, aber auch in ihrer Funktion in einem Unternehmen nach guten Beziehungen sowie Anerkennung und erwarten das Gleiche von anderen Menschen.

Dabei entsteht wechselseitige Resonanz zwischen Menschen grundsätzlich in fünf Stufen:

  • Emotionale Resonanz: Menschen „schwingen“ sich aufeinander ein, z.B. über gemeinsame Gesprächsthemen.
  • Gemeinsames Handeln: Menschen handeln miteinander und verfolgen gemeinsame Ziele.
  • Verstehen von Motiven und Absichten: Menschen verstehen, was in anderen vorgeht.
  • Sehen und Gesehen werden: Menschen wollen wahrgenommen werden.
  • Gemeinsame Aufmerksamkeit: Menschen richten ihre Aufmerksamkeit auf ein gemeinsames Objekt.

Erreichen Menschen eines dieser Ergebnisse, so führt das automatisch zu innerlichen Glücksgefühlen, besserer mentaler und körperlicher Gesundheit und erhöhter Leistungsbereitschaft.

Wenn unser Belohnungssystem erkennt, dass keine Möglichkeit auf soziale Zuneigung und Anerkennung besteht, dann schaltet es automatisch ab, verliert an Antrieb oder hört im schlimmsten Fall komplett auf zu funktionieren. Wer Menschen motivieren will, muss die Rahmenbedingungen und die Möglichkeit, für Kooperation, Beziehungen, Zuwendung und Anerkennung, zu schaffen.

Wie konzipiert man ein Coaching gehirngerecht?

Wenn ein Seminar die Teilnehmer einladen und ermutigen soll, neue Erfahrungen zu machen, dann gelingt das vor allem, wenn in der Seminargestaltung folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Unsere innere Landkarte ist nicht die Realität, denn jeder Mensch hat seine eigene individuelle Landkarte.
  • Das Lernniveau sollte alle Teilnehmer ansprechen und so gewählt sein, dass alle miteinander agieren können.
  • Verbundenheit innerhalb der Teilnehmergruppe ermöglicht es, eine sichere, vertraute und offene Atmosphäre zu schaffen. Hierbei eignet sich kein Frontalunterricht des Trainers, sondern kurze erlebnisaktivierende Einheiten, in denen die Teilnehmer das Erarbeitete miteinander austauschen.

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Selbstcoaching – Raus aus der Komfortzone

Gehe einen kwinner-1575841_640urzen Moment in dich und denke an die größten Hürden und Probleme in deinem Leben. Fehlt dir der Mut, etwas Neues anzufangen? Fehlt dir Disziplin und Ausdauer, endlich mal etwas durchzuziehen und bis ans Ende zu bringen? Du weichst komplizierten Konfliktsitationen aus und schiebst sie auf? Warum handeln wir Menschen so? Ganz einfach: Wir füchten uns, unsere Komfortzone zu verlassen und uns auf einen neuen unbekannten und unbequemen Weg zu machen..

Das Gehirn ist von Natur aus darauf programmiert, Aufwand und Energie zu sparen. Neuem und Unbekanntem steht es daher oft höchst skeptisch gegenüber. Das Ergebnis sind oft Unbehagen und Zurückhaltung bei neuen Aufgaben oder Unlust sich in ein neues, kompliziertes Themengebiet einzuarbeiten. Unser bisher gesammeltes Wissen und unsere Erfahrungen sind wie ein Nest, in dem wir es uns im Laufe der Zeit bequem gemacht haben – die Komfortzone. Hier liegen Aufgaben, mit denen wir vertraut sind und die wir zügig und routiniert, ohne großen zusätzlichen Aufwand, abarbeiten können.

do-it-1432946_640In der Komfortzone zu leben ist toll – es ist gemütlich, bequem, bekannt und sicher. Uns bietet sich eine Fülle geliebter und bewährter Gewohnheiten. Aber Achtung: Wenn es zu starr wird, dann muss man raus aus der Komfortzone! Denn zu viel davon macht uns meist mde, träge und gibt uns das Gefühl von Unlust und Unzufriedenheit.
Dadurch, dass viele Menschen oft zu lange in der Komfortzone leben, findet keine Weiterentwicklung mehr statt. Das Leben läuft weiter so vor sich hin, als wäre es jedes mal nur die Generalprobe und nichts Echtes. Dann wird es allerhöchste Zeit – Raus aus der Komfortzone!

7 Tipps, um die Komfortzone zu verlassen:

1. Worst-Case-Szenario: Was kann im schlimmsten Fall passieren? Ist es wirklich so schlimm? Geht die Welt davon unter?

2. Best-Case-Szenario: Stelle dir vor, was du alles erreichen kannst, wenn du dich sobald wie möglich traust, den Schritt aus deiner Komfortzone rauszugehen und dich etwas neues traust und dich darauf einlässt. Spüre dich in das Gefühl des Best-Case-Szenarios rein.

3. Schreib es auf: Verschriftliche deine Ideen, Ziele und Pläne. Eine mögliche Idee, die Ziele nicht zu vergessen, ist eine Bucket-List.

4. Setze eine Deadline: Versuche Ausreden vorzubeugen und setze eine konkrete Deadline, bis zu der ein gewisser Schritt gemacht sein muss.

5. Erzähle jemandem davon: Motiviere dich selbst, durch das Wissen, dass noch jemand anderes von deinem Plan weiß. Macht einen Deal – vielleicht hat auch dein Freund noch etwas, wovor er sich drückt.

6. Belohne dich selbst: Ein wenig zusätzliche Motivation kann nie schaden. Ein Bowling-Abend mit Freunden, ein guter Wein oder ein besonderes Essen sind durchaus in Ordnung, wenn es um deine persönliche Weiterentwicklung geht.

7. Taste dich langsam heran: Wenn du ein sehr großes Ziel oder Vorhaben hast, dann setze dir mehrere Teilziele und Deadlines, um auf deinem Weg nicht den Mut oder die Motivation verlieren.

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Jobcoaching – professionelle Hilfe im Beruf und rund um die Karriere

Dagmar Reuter
Ein Gastbeitrag von Dagmar Reuter, Volljuristin und Coach im Bereich Jobcoaching.

“Was ist denn Jobcoaching überhaupt?” – das ist zumeist die erste Frage, wenn jemand auf mein kleines Unternehmen Jobcoaching Bonn aufmerksam wird. Potentielle Interessenten, die mich anrufen, sind häufig einen Schritt weiter. Sie haben ein persönliches Anliegen, das im weitesten Sinne immer mit ihrem Beruf zusammenhängt. Zumeist haben sie sich vorher ein wenig über Jobcoaching informiert. Doch ganz genau wissen auch sie nicht, was sie erwartet. Grundsätzlich ist ein Jobcoaching ein ganz normales Coaching. Das heißt, dass dem Klienten mit seinem individuellen Anliegen das gesamte Erfahrungswissen eines Coaches zur Verfügung steht. Ein Jobcoach konzentriert sich bei seinem Coaching ausschließlich auf Fragen, Wünsche und Anliegen rund um den Beruf und die Karriere.

Mit welchen Anliegen gehe ich zu einem Jobcoach?

Doch was sind nun die Anliegen meiner Klienten? Einige junge Klienten sind gerade am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn und möchten wissen, welcher Beruf überhaupt für sie geeignet ist. Doch auch Menschen im fortgeschrittenen Alter, die bereits einen oder mehrere Berufe ausgeübt haben, möchten sich gerade nach Überschreiten der Lebensmitte umorientieren. Insbesondere die Berufsfindung, die Karriere- und Berufszielplanung sowie deren Vereinbarkeit mit Familie und Beruf und sonstigen Lebensbereichen (Life Work Balance) sind beim Jobcoaching allgegenwärtig. Ein guter Job beginnt zumeist mit einer überzeugenden Bewerbung. Die Unterlagen, das Auftreten und insbesondere die Einstellung sollten beim Bewerbungsgespräch stimmen. So bietet das Jobcoaching auch Bewerber- und Führungskräftetraining. Als Juristin kenne ich den rechtlichen Rahmen des Arbeitsrechts, der in vielen Fällen einfach nicht vernachlässigt werden darf.

Sicherheit oder Traumverwirklichung?

Einige Fälle betreffen auch gleich mehrere Jobbereiche. Fragen zur beruflichen Umorientierung, zur Selbständigkeit und zu einem sicheren und glücklichen Familienleben. Oftmals lautet die Frage dann: “Sicherheit für die Familie oder Traumverwirklichung?“ Für einen meiner Klienten, Thorsten H. (Name geändert), lautete die Antwort am Ende unseres Jobcoachings: beides. Doch als er zur ersten Sitzung kam, konnte er diese Lösung noch nicht sehen. „Ich bin 46 Jahre alt und habe mein Leben lang erfolgreich als Elektroingenieur gearbeitet. Doch mein Traum war immer die Selbständigkeit mit dem Bau meiner Modellflugzeuge“, erzählte er mir. „Doch wie soll ich das anfangen, wenn wir noch unser Haus abbezahlen und die Kinder studieren wollen?“ Nachdem wir uns gemeinsam ausführlich mit den Wünschen und Vorstellungen von Thorsten H. befasst hatten, arbeiteten wir hauptsächlich mit der sog. Walt-Disney Strategie. Thorsten H. schlüpfte nach und nach in die Rolle des Träumers, des Kritikers und des Realisten. So kam er aus der eigenen Rolle, bei der stets der Kritiker überwogen hatte, heraus. Er erträumte sich ein neues Arbeitsleben, das er anschließend abwechselnd kritisch und realistisch betrachtete. Er wechselte die Rollen so lange, bis sein Plan stand, der alle drei Anteile in ihm zufrieden stellen konnte.

Jobcoaching Angeleitet machte Thorsten H. den sogenannten Öko Check. Damit sollte die Verträglichkeit seines neuen Ziels mit seinen inneren und äußeren Systemen festgestellt werden. Nach gründlicher Prüfung stellte Thorsten H. fest, dass sein Plan, die Stundenanzahl bei seiner jetzigen Arbeit zu reduzieren und nebenbei mit seiner Selbständigkeit zu beginnen, allen seinen Bedürfnissen und denen seiner Familie entsprach. Er war in jedem Bereich zufrieden. Die Raten für das Haus konnten auch bei reduzierter Stundenzahl noch gut abbezahlt werden. Und er selber konnte sich in der neuen Selbständigkeit, die von ihm zunächst keinen hohen finanziellen Einsatz verlangte, langsam erproben.

„Ich habe ein Problem mit meinem Chef“

Ab und zu ist das Anliegen meiner Klienten auch einfach ein „kleiner“ beruflicher Konflikt mit dem Chef oder den lieben Kollegen: „Mein Chef nervt einfach. Und das scheint sich nie zu ändern“, klagte Monika S. (Name geändert). Nachdem Monika S. ihr spezielles Problem zwischen ihrem Chef und ihr geschildert hatte, arbeiteten wir mit dem 1-2-3 Metamodell. Bei dieser NLP Übung schlüpfte Monika S. nacheinander in ihre und in die Rolle ihres Chefs, um sich danach den Konflikt aus der übergeordneten Metaposition anzusehen.

Die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Situation ermöglichten eine vollkommen neue Betrachtung des ihr – wie sie meinte – so vertrauten Konflikts. Doch sie war sehr erstaunt, als sie sah, wie sich ihr Problem aus Sicht ihres Chefs darstellen könnte. Und nachdem sie eine übergeordnete Position (Metaposition) eingenommen hatte, fand sie auf einmal selber den Gedanken, der ihr schließlich bei der Lösung ihres Konfliktes behilflich war. Bereits am nächsten Tag hatte sie ein entscheidendes Gespräch mit ihrem Chef. „Wir sind noch immer nicht die besten Freunde“, teilte sie mir später mit. „Doch unser grundsätzliches Problem scheint sich in Luft aufgelöst zu haben.“

Wo findet Jobcoaching statt?

Im Zusammenhang mit Jobcoaching wird zudem oft die Frage gestellt, wo Jobcoaching überhaupt stattfindet. Wahrscheinlich muss ich an dieser Stelle enttäuschen, denn es gibt tatsächlich keinen speziellen Ort, der ein erfolgreiches Jobcoaching garantiert. Wichtig ist allein, dass sich Klient und Coach wohlfühlen. Denn nur wer sich wohl und gut aufgehoben fühlt, kann Vertrauen fassen und neue Gedanken entwickeln. Und das ist eine Grundvoraussetzung für jedes erfolgreiche (Job)Coaching.

Ich habe Klienten, die unbedingt ein Präsenz Coaching möchten. Die Klienten möchten dann zu mir kommen und mir von Angesicht zu Angesicht gegenübersitzen. Hier ist es meine Aufgabe, den Raum ablenkungsfrei und doch zum „Wohlfühlen“ zu gestalten. Andere Klienten hingegen sind aus einer anderen Stadt oder teilweise sogar aus einem anderen Land und möchten sich die Anreisezeit ersparen. Diese Klienten bevorzugen ein Online Coaching, was heute ja ohne größere Probleme von überall auf der Welt aus möglich ist. In diesem Fall sorgen die Klienten selber dafür, dass sie während unserem Online Coaching an einem ruhigen und für sie angenehmen Ort sitzen. Für Naturfreunde biete ich zudem noch das Wandercoaching an. Beim Wandern an frischer Luft durch traumhafte Natur – da müssen die Gedanken einfach fließen und neue Ideen entstehen. Aus diesem Grund gibt es bei mir Jobcoaching auch als Wandercoaching in Bonn oder auf Teneriffa. Ob Präsenz Coaching, Online Coaching oder Wandercoaching – der Klient entscheidet.

„Jobcoach sein“ macht glücklich

Ob es nun ein Bewerbungstraining ist, das dem Klienten zu einer neuen Stelle verhilft oder eine angehende Führungskraft zu mir kommt, die nach unserem Training selbstsicher ihre ersten Mitarbeitergespräche meistert: Es macht Freude zu sehen, wenn die Klienten maßgeschneiderte Lösungen für Ihren Berufsweg finden und diese dann auch noch erfolgreich umsetzen. Ich habe früher als Juristin in vollkommen anderen Bereichen gearbeitet. Doch nachdem ich ehrenamtlich begonnen habe, arbeitslosen Menschen wieder zu einer Arbeit und damit auch zu Lebenszufriedenheit verhelfen, möchte ich nur noch Jobcoach sein.

Über die Autorin:

Dagmar Reuter ist Volljuristin und hat über 25 Jahre lang in diesem Beruf als Rechtsanwältin und in unterschiedlichen Behörden und Unternehmen gearbeitet. Sie betreut seit vielen Jahren im Rahmen eines Patenmodells ehrenamtlich arbeitslose Menschen und verhilft ihnen wieder zu einer Arbeit und zu beruflicher Zufriedenheit. Nachdem Dagmar Reuter bei Landsiedel NLP Training in Hamburg eine NLP Practitioner Ausbildung gemacht hat, war die Idee für ihr kleines Unternehmen Jobcoaching Bonn geboren. Seitdem berät und coacht sie nicht nur arbeitslose Menschen, sondern auch Menschen, die unzufrieden in ihrem Beruf sind oder sich umorientieren möchten. Das Jobcoaching von Dagmar Reuter umfasst alle Fragen und Wünsche rund um Beruf und Karriere.

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Online Coaching – von der Online-Buchung bis zum Skype-Call

Sie möchten an Ihrem aktuellen Anliegen arbeiten wann und wo immer Sie wollen? Online Coaching macht es möglich.

woman-1459220_640Online Coaching spart viel Zeit. An- und Abfahrtswege werden überflüssig und durch die Unabhängigkeit von Raum und Zeit entfallen feste Terminabsprachen, die bei der spontanen Tagesgestaltung hinderlich sein könnten. Dringende Themen können ohne längeren Wartezeitraum direkt angegangen werden. Sie können sich dabei vollkommen und ganz ohne Zeitdruck auf Ihr Anliegen konzentrieren und Ihre Gedanken so ordnen, sortieren und formulieren, wie Sie es möchten.

Bei Bedarf gelangen Sie Per Klick in einen Online-Terminkalender, in dem Sie einen Termin für ein individuelles Beratungsgespräch vereinbaren können. Wird der Termin akzeptiert, erhalten Sie per Mail eine Nachricht.

Wenn Sie sich für ein Online Coaching entscheiden, dann ist vor allem die Qualität und der Umfang der Coaching Leistung untransparent. Hierfür gibt es in den meisten Fällen Kennenlernpakete, die ungefähr drei E-Mailsequenzen enthalten zum Ausprobieren und klären kleinerer Themenstellungen. Wem dies noch zu riskant ist, der kann sich zuallererst eine Muster-Mail schicken lassen, der man die Tiefe und den Umfang des Coachings entnehmen kann.

Haben Sie dann noch Interesse, benötigen Sie lediglich auf Dauer einen Internetzugang und ein internetfähiges Gerät. Sie können nun jederzeit Ihr Anliegen per Mail an Ihren Online-Coach senden und erhalten in den meisten Fällen innerhalb von 48 Stunden eine Antwort. So können Sie selbst bestimmen wann, wo und wie oft Sie das Online Coaching nutzen wollen. Neben Paketangeboten können sehr oft auch ganz persönliche Angebote unterbreitet werden.

web-camera-1287993_640Beliebt ist auch das Online-Coaching per Telefon oder Skype. Die Nachhaltigkeit von Online-Coachings werden durch telefonische Ergänzung ernorm gesteigert. Ebenso durch den persönlichen Kontakt bei der 1 zu 1 Videoübertragung beim Skype-Coaching. Sie erhalten hier im richtigen Moment das richtige Gespräch, wenn sie zum Beispiel schneller Feedback bezüglich einer aktuellen Situation benötigen, einen kurzen Tipp für anstehende Gespräche brauchen oder Sie einfach mal aus Ihrem Gedankenkarusell aussteigen wollen und sich eine kompetente externe Meinung zur Reflexion hinzuholen wollen.

Online-Coaching kann natürlich auch als Ergänzung zu Präsenzsitzungen genutzt werden.

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