V. Clean Language

1. Einführung & Hintergrund

Jeder von uns hat eine bestimmte Vorstellung von der Welt, beeinflusst und entstanden durch individuelle Annahmen, eigene Erfahrungen, Metaphern und Glaubenssätze. Im NLP nennt man diese spezifische Repräsentation der Welt die eigene mentale Landkarte oder das Modell der Welt. Es kommt oft zu Problemen in der Kommunikation zwischen zwei Menschen, da sich ihre mentalen Landkarten nicht, oder nur wenig überschneiden, und sie somit nicht von (exakt) demselben Thema reden.
Gerade im Coaching und der Therapie ist es wichtig, die mentale Landkarte des Klienten zu respektieren. Der Coach muss sich vorsehen, seine eigenen Annahmen unbewusst dafür zu verwenden, die mentale Landkarte des Klienten nachzubilden, anstatt den Klienten selbst seine Welt beschreiben zu lassen. Wird der Klient nämlich durch eine Frage vom Coach von seiner eigenen Gefühls- und Gedankenwelt abgelenkt, verfälscht sich das Ergebnis der Schilderung. Um dem vorzubeugen entwickelte David Grove die Clean Language.

Sie entstand in den 80er Jahren bei seiner Arbeit mit Trauma-Patienten und dem Modellieren von Virginia Satir und Carl Rogers in Bezug auf Sprache. Clean Language ist ein essentieller Bestandteil des symbolischen Modellierens, das von Penny Tompkins und James Lawley entwickelt wurde, um Patienten die Möglichkeit zu geben, mit Metaphern und Symbolen ihre Erfahrungen zu beschreiben und zu erkunden.

Der Ansatz von Clean Language ist anders als beim Meta-Modell und beim Milton-Modell. Geht es bei Meta und Milton um Einflussnahme auf den Klienten, so geht es bei Clean Language um die Formgebung der Tiefenstruktur durch Symbole und Metaphern. Dabei entwickelt der Coach keine Symbole oder Metaphern, sondern er benutzt zur Stärkung des Rapports die Symbole und Metaphern, die der Klient benutzt.

Klient: "Die Farbe weiß spricht mich an"
Coach: "Und was sagt Dir die Farbe weiß?"
Klient: "Das liegt mir wie ein Stein im Magen"
Coach: "Wie konnte der Stein dorthin gelangen?"

Metaphern und Symbole sind sehr mächtig, da sie uns beim Verstehen und Begreifen von Erfahrungen und Konzepten unterstützen.
Sie sind ideale Möglichkeiten, unsere mentale Landkarte zu kommunizieren und selbst zu erkunden. Diesen Kommunikations- und Erkundungsprozess unterstützt die Clean Language in einzigartiger Weise.

Clean Language erfüllt durch geschickte Fragestellung drei Funktionen:

  • Dem Klienten wird das Gefühl gegeben, verstanden, anerkannt und respektiert zu werden
  • Die Aufmerksamkeit des Klienten wird auf einzelne Aspekte seiner eigenen Wahrnehmung gelenkt
  • Der Klient soll zur Selbsterkundungsreise in seiner Erlebniswelt ermutigt werden

Clean Language verwendet eine eigene Syntax sowie Worte, Intonationen und nonverbale Signale, die möglichst den Patienten spiegeln. Dies gibt dem Klienten das Gefühl der Vertrautheit und ermutigt ihn weiter zu beschreiben. Noch dazu vermeidet die Clean Language Inhalte in das Gespräch einzuführen, die nicht vom Gedankengut des Klienten stammen.

Auch das Etablieren kausaler Zusammenhänge ("…, weil…") wird vermieden und meist durch ein schlichtes "und" ersetzt. Die Intonation wird in einer Art Sing-Sang vorgebracht, die Stimme wird minimal tiefer gestellt und es wird langsamer gesprochen. Auch sollte eine implizierte Neugier zu hören sein. Besondere Merkmale der Sprache des Klienten werden übernommen. Solch eine Kommunikation hört sich erst einmal komisch an, fühlt sich aber mit Übung natürlicher an und ist sehr effektiv

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