IV. Fragetechniken

3. Darstellung der Methode

Funktion und Ziele des zirkulären Fragens

"Ein Symptom, ein Problem, eine Krankheit sind keine Dinge, sondern Prozesse, gebildet durch Handlungen und Kommunikationen verschiedener Personen." (Schlippe & Schweitzer 1998, 141) Jedes Verhalten innerhalb eines Systems hat einen Sinn.

Dieser Sinn wird in Bezug auf die wechselseitigen Beziehungsmuster innerhalb des Systems verstehbar. Jedes Verhalten ist im sozialen System als kommunikatives Angebot zu sehen. Ziele des zirkulären Befragens in der Therapiesituation sind:

  • Informationen über den Kommunikationskontext zu sammeln,
  • Kommunikationsangebote für alle Beteiligten sichtbar und in ihrem Sinn durch-schaubar zu machen,
  • festgefahrene Kommunikations- und Verhaltensmuster sowie Beziehungs Konstellationen zu stören,
  • Ideen für neue Deutungsmuster und Handlungsoptionen zu streuen.

Dazu muss durch die Frageweise des Therapeuten eine Erweiterung der Perspektive, oder ein Perspektivenwechsel aller Beteiligten initiiert werden. Der Beobachterstandort soll so verschoben werden, dass der Befragte lediglich über persönliche Mutmaßungen, Beobachtungen und Deutungen zu bestimmten Kommunikations-mustern anderer und deren Funktionen im System Auskunft gibt. Dies geschieht in deren Beisein, so dass, entgegen der gewohnten Benimmregeln, über diejenigen, die sich mit im Raum befinden, "geklatscht" wird.

Beispiel:

Person A ist verärgert. Sie könnte nun von einem Anwesenden nach dem Grund für ihren Ärger befragt werden (lineare Sichtweise). Damit würde aber nur ihre eigene Sicht dargestellt werden. Person B sieht, dass A sich ärgert, A weiß, dass B ihr Gefühl wahrnimmt. Der Fragesteller könnte, um diesen kommunikativen Aspekt zu verdeutlichen, A danach fragen, was sie denkt, was ihr Ärger für B bedeutet. Gibt es dazu noch eine Person C, so kann der Fragesteller diese fragen, was sie denkt, was der Ärger von A bei B auslöst. Auf diese Weise erhält A Informationen über die mögliche Bedeutung ihres Ärgers für B, B erhält Informationen über die mögliche Intention von A, und A und B erhalten eine Rückmeldung über ihre Beziehung aus der Sicht von C.

Wie aus dem Beispiel ersichtlich wird, hat das Zirkuläre Fragen hier einen triadischen Charakter. Dabei wird deutlich, wie viele zusätzliche Informationen, die neue Sichtweisen und Denkprozesse bei allen Beteiligten anregen können, durch das Zirkuläre Fragen offen gelegt werden.
Unter Berücksichtigung der Zirkularität haben sich in der therapeutischen Praxis verschiedene Fragetechniken und -formen herauskristallisiert, die im Folgenden genauer dargestellt werden. Sie lassen sich gut auch auf andere, z.B. pädagogische Kontexte, übertragen, wobei allerdings bewusst bleiben muss, dass sie dann nicht für einen therapeutischen Prozess genutzt werden, sondern allein einer Perspektivenerweiterung und kommunikativen Zwecken dienen sollten.

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