Liebeskummer


Jeder kennt ihn, keiner will ihn!

Es gibt kaum jemanden, der noch nicht unter einer Trennung gelitten hat, egal in welchem Alter, egal ob Mann oder Frau...für jeden ist es schrecklich. Nicht selten wird Liebeskummer als Teenie-Krankheit bezeichnet, die eben nur Jugendliche befallen kann, doch auch im hohen Alter ist man vor dem Herzschmerz nicht sicher. Eine Scheidung oder eine Trennung von einer langjährigen Beziehung tun weh!

Doch wenn der Liebeskummer erst einmal da ist, muss man sehen, wie man damit umgeht. Dabei sollten Sie einige Dinge auf jeden Fall vermeiden, wie zum Beispiel alles zu verdrängen und weiterzumachen wie bisher, als ob nichts geschehen wäre. Außerdem ist davon tunlichst abzuraten, seinen Kummer mit übermäßigem Alkoholverzehr zu betäuben oder gar Beruhigungsmittel einzunehmen. Ein weiteres absolutes No-Go bei Liebeskummer ist, ständige Hassgedanken zu haben und zu versuchen, den Partner bei Freunden schlecht zu machen oder ihn womöglich beim Chef anzuschwärzen. Für Ihr eigenes Wohl ist es empfehlenswert, sich nicht komplett aus dem Alltag zurückzuziehen und die Tage nur zusammen mit Ihrem Liebeskummer im Bett zu verbringen.

Viel sinnvoller ist es alle Mal, seinem Liebeskummer auf andere Art Ausdruck zu verleihen. Dabei sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt, sei es mit Hilfe von Musik, beim Schreiben oder durch Malen. Achten Sie trotz Liebeskummer auf Ihre Gesundheit. Klar, gesunde Ernährung ist im Moment nicht das Wichtigste, aber sie ist trotzdem nicht zu vernachlässigen. Sie wollen schließlich in Form und vor allem attraktiv bleiben. Eine schöne Alternative zum "Frust-Fressen" ist, einfach Ihren Liebeskummer und Ihre Wut mit Bewegung und Sport auszuschwitzen. Probieren Sie dabei Neues aus, das steigert Ihre Motivation und möglicherweise finden Sie dadurch ein neues Hobby.

Bei der Verarbeitung von Liebeskummer werden Sie verschiedene Stadien durchlaufen. Sie erleben sozusagen ein Drama in vier Akten. Der erste Akt besteht aus dem Nicht-Wahrhaben-Wollen und Verleugnen. Wir glauben daran, dass alles wieder gut werden wird und dass es doch einfach nicht vorbei sein kann! Der Liebeskummer wird noch nicht ganz zugelassen. Man will eine zweite Chance und dem Partner beweisen, dass es nicht vorbei sein muss. Wird aber klar, dass es keine Hoffnung auf Versöhnung mehr gibt, kommt der zweite Akt. Der Akt der Verzweiflung, Depression und Wut. Man begreift plötzlich, dass es nie mehr so sein wird wie früher, dass es keinen Neuanfang gibt. Der Liebeskummer setzt eventuell sogar Ihren Körper außer Gefecht. Es tauchen Beschwerden wie etwa Schlafstörungen, Unruhe, Kopf- und Magenschmerzen, Herzrasen, zu viel oder zu wenig Appetit und Konzentrationsstörungen auf. Im zweiten Teil des zweiten Aktes gewinnen Wut und Rachegelüste die Überhand. Einige Menschen ziehen sich zurück, wollten mit Ihrem Liebeskummer allein bleiben. Andere hingegen stürzen sich in Aktivitäten, haben jeden Tag etwas anderes zu tun. So startet der dritte Akt - Neuorientierung.

Langsam erscheint wieder Licht am Ende des Tunnels. Sie beruhigen sich langsam und haben keine extremen Gefühlsausbrüche mehr. Der Liebeskummer ist zwar noch gegenwärtig doch es fällt leichter an eine Zukunft als Single zu denken. Der letzte Akt handelt vom wieder gefundenen inneren Frieden. Sie werden neue Lebensentwürfe für die Zukunft entwickeln und nur noch selten vom Liebeskummer heimgesucht. Natürlich ist noch zu sagen, dass Liebeskummer individuell verarbeitet wird, je nach dem, welcher Typ man ist, und wie sehr man sich in der Beziehung vom Partner abhängig gemacht hat. Hat zum Beispiel der Partner viele Aufgaben für Sie übernommen, wird der Liebeskummer länger anhalten, da sie mit jeder neuen Aufgabe, die Sie lernen nun erledigen müssen, an ihn erinnert werden. Dennoch haben Sie auch die Möglichkeit, daran zu wachsen und mit der Zeit immer stärker zu werden.
Wie sagte Theodor Fontane so schön: " Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon." Genauso ist es auch mit dem Liebeskummer.



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