Systemische Therapie und Beratung

In der Systemischen Therapie werden die Grundgedanken der Kybernetik auf psychosoziale Phänomene übertragen. In einem kybernetischen System gibt es weder einen Anfang noch ein Ende, somit sind Fragen wie: "Wer hat angefangen?", irrelevant. Jedes Verhalten ist Ursache und Wirkung zugleich. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Konzentration auf die Kontextabhängigkeit von menschlichem Verhalten und nicht so sehr auf die Suche nach starren, das Verhalten begründenden Persönlichkeitsfaktoren. Eine Organisation oder auch eine einzelne menschliche Person (der Mensch als ganzes Unternehmen) wird als ein Konglomerat aus verschiedenen Anteilen angesehen, die zusammenwirken aber in bestimmten Situationen sich auch widersprechen können, was zu äußeren beziehungsweise inneren Konflikten führen kann. Es wird nicht nach den Ursachen von Verhalten gesucht, sondern danach wie das etablierte System funktioniert. Trainer und Personalentwickler setzen diese Methode bei Teamprozessen und im Konfliktgeschehen ein. Die Methode ermöglicht eine sehr differenzierte Auseinandersetzung mit sozialen Interaktionen, wobei die Gestaltung dieser Prozesse einer gut fundierten Ausbildung und sehr viel Erfahrung bedarf.

Namen: Carl Withaker, Salvador Minuchin, Virginia Satir, Mara Selvini Palazzoli, Helm Stierlin, Heinz J. Kersting, Paul Watzlawick, Humberto R. Maturana


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