Die weibliche Doppelstrategie: Versorgertyp vs. Verführertyp


Man kennt sie von jedem Kiosk- die Groschenromane. Zu solcher weniger geistreichen Lektüre greift man häufig, wenn man abends in der Badewanne liegt und einfach nur noch entspannen möchte. Doch in diesen "Romanen" passieren die wildesten Geschichten. Frauen werden erobert, Männer streiten sich bis auf den Tod, um die Eine und auch an zwischenmenschlichem Kontakt mangelt es nicht. Doch sind es nicht genau diese Geschichten, die das Herz einer Frau höher schlagen lassen?

Man sagt, dass Frauen je nach Fruchtbarkeit ein anderes Sexualverhalten haben. Während den fruchtbareren Tagen bewerten sie ihre Beziehung kritischer und sind schneller bereit, einen Seitensprung zu begehen, aufgrund ihrer schnelleren sexuellen Erregbarkeit. Genau zu diesem Zeitpunkt kommt der Verführertyp ins Spiel und befriedigt die Bedürfnisse der Frau und geht auf ihre Lust ein.

Zum Versorgertypen hingezogen fühlt sich die Frau am häufigsten, wenn sie sich in den unfruchtbaren Tagen, dem letzten Drittel ihres Zyklus, befindet. Der Grund für dieses Verhalten ist messbar und liegt daran, dass während des Eisprungs die Konzentration des Hemmer-Enzyms Monoaminooxydase sinkt. Dieses Hormon hat die Selbstkontrolle zum Zweck. Sinkt also der Pegel dieses Enzyms, folgt bei der Frau eine wachsende, sexuelle Offenheit gegenüber fremden Männern und die Frauen werden lockerer, impulsiver und risikobereiter.

Bewusst oder unbewusst - fast alle Frauen fühlen sich zu zwei unterschiedlichen Typen von Männern hingezogen: Man unterscheidet dabei den wohlhabenden Versorgertypen und dem abenteuerlustigen Verführertypen. Den Versorger sucht man sich für eine feste Beziehung, den Verführer für Abenteuer und Sex. Studien haben gezeigt, dass die Mehrheit aller Frauen eine Beziehung mit dem Versorger führen, diesen aber mit dem Verführer hintergehen. Diese Doppelstrategie hat sich in der menschlichen Evolution herauskristallisiert.


Der Versorgertyp:

Der Versorgertyp
Der Versorgertyp (Istockphoto: © mihailomilovanovic)
  • Er ist ehrgeizig und zielstrebig und kann der Frau und zukünftigen Mutter die notwendigen materiellen Ressourcen zu Verfügung stellen, die sie benötigt
  • Er ist in der Gesellschaft angesehen, aufgrund seines freundlichen und intelligenten Wesens
  • Er pflegt eine sehr emotionale Bindung zu seiner Frau
  • Zu seinen Eigenschaften zählen: Zuverlässigkeit, Treue und die Fähigkeit, mit Kindern umgehen zu können

Diese Art von Männern wird vom weiblichen Geschlecht aufgesucht, das beschützt werden will. Außerdem erwartet man bei dieser Sorte Männer, dass sie sich aktiv bei der Erziehung des Nachwuchses beteiligen. Männer dagegen sind nur dann bereit, solch eine große Verantwortung zu übernehmen, wenn sie sich zur Frau emotional gebunden fühlen.
Komischerweise legen Frauen, die auf der Suche nach einem Versorgertypen sind, weniger Wert auf das Aussehen. Der Fokus ist vielmehr darauf ausgerichtet, dass beim Mann die Bereitschaft zum Investieren vorhanden ist. "Weniger hübsche Männer sind treuer und zuverlässig, da sie durch ihr Erscheinungsbild für andere Frauen weniger attraktiv wirken." Dies ist ein Vorurteil, das aber leider oftmals zutrifft. Diese Aussage hört man auch recht oft, wenn man Frauen fragt "wonach" sie suchen, die gerade auf der Suche nach einem Versorgertypen sind.


Der Verführertyp:

Der Verführertyp
Der Verführertyp (Istockphoto: © PeopleImages)
  • Hat eine tiefe Stimme
  • Ist "chronisch untreu"
  • Sein Körperbau: schmale Hüften, muskulös, groß
  • Seine Gesichtsform: das Gesicht muss symmetrisch sein und markante Gesichtszüge aufweisen
  • Weitere Gesundheitsfaktoren: volles und glänzendes Haar, reine Haut ohne Flecken, gerade stehenden und weiße Zähne
  • Wie ihn eine Frau beschreiben würde: sexy, wild, abenteuerlustig, ein Mann, mit dem man "Pferde stehlen" kann
  • Häufig sieht man auch, dass gerade Exoten zu den Verführertypen gezählt werden, oder Männer, deren Eltern aus unterschiedlichen Ländern stammen

Viele dieser Eigenschaften werden dem erhöhten Hormonspiegel des Verführers zugesprochen. Denn es ist bewiesen, dass Verführertypen mehrheitlich Männer sind, die mehr Testosteron produzieren. Was man zu den weniger positiven Eigenschaften zählen könnte, wäre die wenig vorhandene Bereitschaft, eine feste Beziehung einzugehen. Verführertypen haben weder den Willen, noch die Möglichkeit, eine langfristige Beziehung zu führen, eine emotionale Bindung herzustellen und die Frau zu unterstützen. Dazu fehlt ihm ganz einfach das Durchhaltevermögen. Diesbezüglich sehr interessant ist, dass bei den weiblichen Wesen gar kein Bestreben ist, solche Männer an sich zu binden. Frauen möchten von Verführertypen lediglich die Gene, sprich ein Kind, und keine Gefühle.



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