NLP-Bibliothek: 10.3 Implizites und explizites Modeling


10.3 Implizites und explizites Modeling


Gekonntes Auftreten lässt sich als eine Funktion zweier grundlegender Dimensionen beschreiben:
Bewusstsein (wissen) und Kompetenz (handeln). Es ist möglich, dass man eine Aktivität kennt oder versteht, aber unfähig ist, sie durchzuführen (bewusste Inkompetenz). Es ist auch möglich, dass man zu einer Aktivität gut in der Lage ist, aber nicht weiß, wie man sie tut (unbewusste Kompetenz). Meisterschaft einer Fertigkeit bedeutet, sowohl die Fähigkeit, zu "tun, was man weiß", als auch, zu "wissen, was man tut".

Kognitive und verhaltensspezifische Kompetenzen können entweder implizit oder explizit modelliert werden. Implizites Modeling heißt, primär in die zweite Position mit der Person zu gehen, die modelliert werden soll, um persönlich ein intuitives Gefühl dafür zu bekommen, was für eine subjektive Erfahrung sie macht. Explizites Modeling heißt, in eine dritte Person zu gehen, um die explizite Struktur der Erfahrung des Rollenvorbilds zu beschreiben, so dass sie auf andere übertragbar wird.

Implizit Explizit
Erfahrung - Intuition - Selbstanwendung (subjektive Erfahrung aus der zweiten Position nachvollziehbar machen) unbewusst, rechte Gehirnhälfte Intuition - Struktur - Transfer auf andere (die Struktur der subjektiven Erfahrung aus der dritten Position definieren) bewusst, linke Gehirnhälfte
Allgemein - das Ganze Speziell - Teile
Synthetisch Sequentiell
Zustand Strategie
Assoziiert Dissoziiert
Induktiv, intuitiv, analog Deduktiv, kognitiv, digital
Kind Erwachsener
Äußerlich - innerlich Innerlich - äußerlich
Gebiet Landkarte