NLP-Bibliothek: 10.6 Das R.O.L.E - Modell

10.6 Das R.O.L.E - Modell


aus dem Buch "Modeling mit NLP" von Robert Dilts

ROLE Modell

Der Begriff R.O.L.E-Modell wurde 1987 von Robert Dilts in Umlauf gebracht, um die vier NLP-Grundelemente zu beschreiben, die beim Modelling von kognitiven Strategien eine Rolle spielen. Das Ziel des R.O.L.E-Modeling-Prozesses ist es, die wesentlichen Elemente des Denkens und des Verhaltens zu erkennen, mit denen eine bestimmte Reaktion oder Zielvorstellung erreicht wird.

Dies bedeutet, die kritischen Schritte der mentalen Strategie und die Rolle, die jeder Schritt in dem gesamten neurologischen Programm spielt, zu identifizieren. Diese Rolle wird durch die vier folgenden Faktoren bestimmt; die vier Buchstaben, aus denen der Name des R.O.L.E-Modell besteht, stehen fr: Reprsentationssysteme, Orientierung, Links/Verbindungen, Effect/Folge.

Reprsentationssysteme beziehen sich darauf, welcher der fnf Sinne fr den jeweiligen mentalen Schritt in der Strategie vorherrschend ist: visuell (Sehen), auditiv (Hren), kinsthetisch (Fhlen/Berhren), olfaktorisch (Geruch), gustatorisch (Geschmack).

Jedes Reprsentationssystem ist so angelegt, dass damit bestimmte Grundqualitten der Erfahrung wahrgenommen werden knnen. Dazu gehren Merkmale wie Farbe, Helligkeit, Ton, Lautstrke, Temperatur, Druck usw. Diese Qualitten werden im NLP Submodalitten genannt, da sie Subkomponenten eines jeden Reprsentationssystems sind.

Orientierung hat damit zu tun, ob eine bestimmte sinnliche Reprsentation extern auf die uere Welt orientiert ist oder intern auf erinnerte oder konstruierte Erfahrungen. Ist zum Beispiel etwas, das Du siehst, in der Auenwelt, in Deiner Erinnerung oder in Deiner Phantasie?

Verbindungen (links) haben damit zu tun, wie ein bestimmter Schritt oder eine sinnliche Reprsentation mit anderen Reprsentationen verbunden ist. Wird zum Beispiel etwas, das in der ueren Umwelt gesehen wird, mit inneren Gefhlen, mit erinnerten Bildern oder mit Wrtern in Verbindung gebracht?
Ist ein bestimmtes Gefhl mit konstruierten Bildern, mit Erinnerungen an Gerusche oder an andere Gefhle verbunden?

Reprsentationen knnen grundstzlich auf zweierlei Weise miteinander verbunden sein:
sequentiell und simultan. Sequentielle Verbindungen wirken als Anker oder Auslser, so dass die Reprsentationen einander in einer linearen Ereigniskette folgen. Simultane Verbindungen stellen sich als Synsthesien dar. Synsthesien haben mit der andauernden berlappung zwischen sinnlichen Reprsentationen zu tun. Gewisse Qualitten von Gefhlen knnen mit gewissen Qualitten der bildlichen Vorstellung verbunden sein - zum Beispiel die Form eines Lautes zu visualisieren oder eine Farbe zu hren.
Sicherlich sind beide Arten von Verbindungen fr Denken, Lernen, Kreativitt und die allgemeine Organisation unserer Erfahrungen wesentlich.

Die Folge (effect) hat mit dem Ergebnis, der Folge oder dem Zweck eines jeden Schrittes in dem Gedankenprozess zu tun. Die Funktion des Schrittes knnte beispielsweise sein, eine sinnliche Reprsentation zu schaffen oder einzugeben, eine bestimmte sinnliche Reprsentation zu prfen oder zu bewerten oder zu handeln, um einen Teil einer Erfahrung oder eines Verhaltens im Verhltnis zu einer sinnlichen Reprsentation zu ndern.



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