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Coaching mit Byron Katie:
Wie „The Work“ Gedankenknoten lösen kann

Jeder fühlt sich ab und an wie in einer Sackgasse. Doch wiederkehrende negative Gedankenmuster können uns auf Dauer davon abhalten, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. Mit „The Work“ hat die Amerikanerin Byron Katie eine Methode entwickelt, über die sich Glaubenssätze in drei einfachen Schritten selbst auflösen lassen.

„Glaube nicht alles, was du denkst.“ – Byron Katie

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist „The Work“ von Byron Katie?
  2. Wie funktioniert „The Work“?
  3. Praxisbeispiel
  4. Wo kann „The Work“ angewendet werden?

Was ist „The Work“ von Byron Katie?

Byron Katie erkannte, dass belastendende Gedanken zu unangenehmen Gefühlen führen, die sich wiederum negativ auf den Körper und die Psyche auswirken können. Kehren dieselben Gedanken immer wieder, können sie die gesamte Lebensqualität des Betroffenen in Mitleidenschaft ziehen. Mit „The Work“ hat Byron Katie eine Methode entwickelt, über die man negative Glaubensmuster selbst auflösen kann.

Was kompliziert klingt, basiert tatsächlich auf wenigen einfachen Schritten. Mithilfe 4 konkreter Glaubensfragen kann man die eigenen Gedanken identifizieren und hinterfragen, um sie letztendlich umzukehren. Richtig angewendet ist „The Work“ eine effektive Methode, um sich von belastenden Gedanken zu befreien und zu mehr Klarheit zu gelangen.

Wie funktioniert „The Work“? Schritt für Schritt durch die Methode

Mithilfe von „The Work“ kann jeder Glaubenssatz in 3 Schritten analysiert und aufgearbeitet werden.

Schritt 1: Situation identifizieren und beurteilen

Als Erstes gilt es, ein aufwühlendes Gefühl zu erfassen und den dahinterliegenden belastenden Gedanken zu erkennen. Häufig ist es eine bestimmte Situation oder ein Konflikt mit einer anderen Person, die als Ursache deutlich wird. Mit Byron Katies Arbeitsblatt „Urteile über deinen nächsten “ wird die entsprechende Situation schriftlich festgehalten.

In diesem ersten Schritt ist es notwendig, das Arbeitsblatt auszudrucken und anschließend alle sechs Fragen auf das konkrete Ereignis zu beantworten. Durch die Notizen entsteht schließlich eine Liste verschiedener Gefühle zu einer Situation oder Person, die dann als Ausgangspunkt für den weiteren Prozess dient.

Schritt 2: Die 4 Fragen beantworten

Nun wird jede niedergeschriebene Aussage auf dem Arbeitsblatt mit den folgenden 4 Fragen analysiert.


  1. Ist das wahr?
  2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
  3. Wie reagierst du, was passiert (in dir), wenn du diesen Gedanken glaubst?
  4. Wer wärst du ohne den Gedanken?

Bei Frage Nummer drei kann man mit zusätzlichen Unterfragen noch weiter zum Kern der Antwort gelangen:


  • Welche körperlichen Empfindungen tauchen auf, wenn du diesen Gedanken hast?
  • Wie behandelst du andere Personen und dich selbst in diesem Moment?

Durch das Hinterfragen der aufgeschriebenen Gedanken entsteht eine erste klare Auseinandersetzung und ein Bewusstsein über die eigene Denkweise. Im dritten und letzten Schritt geht es schließlich darum, die eigenen Aussagen umzukehren und damit das Denkmuster zu durchbrechen.

Schritt 3: Die Gedanken umkehren

Zur Umkehrung der eigenen Gedanken dreht man sie einfach ins genaue Gegenteil. Dies kann sich auf einen selbst oder auf die andere Person beziehen, um die sich der Gedanke dreht. Beim Finden der Umkehrungen kann man ruhig etwas kreativ werden, es gibt keine Einschränkungen.

Wenn die Wahl auf eine passende Umkehrung gefallen ist, sucht man drei Beispiele aus der Vergangenheit, bei denen die Aussage der Umkehrung wahr war.

Auf diese Weise ändert man seine Perspektive bezogen auf die konkrete Situation. Sind andere Menschen bei dem jeweiligen Gedankenspiel involviert, erkennt man dadurch wieder mehr Gemeinsamkeiten mit dem anderen und fühlt sich ihm oder ihr näher. Die anderen Personen dienen damit als Spiegel für einen selbst. Allzu häufig ist es so, dass wir unsere eigenen Gedanken, Gefühle und Glaubenssätze auf andere projizieren.

„The Work“ – Ein Praxisbeispiel

Die theoretische Beschreibung des Selbstcoachings kling anfangs vielleicht zu abstrakt und verwirrend. Deshalb soll ein kleines Beispiel helfen, die Methode und das Vorgehen noch besser zu verstehen.

Schritt 1: Situation identifizieren und beurteilen

Auf dem heruntergeladenen Arbeitsblatt werden zunächst die sechs Fragen beantwortet.

Frage 1:

In dieser Situation: Wer ärgert dich, verwirrt dich, macht dich traurig oder enttäuscht dich – und warum?

Beispielantwort:

Ich bin wütend auf meinen Chef, weil er mich im Meeting wie ein Kind behandelt hat.

Frage 2:

In dieser Situation: Wie willst du, dass er/sie sich ändert? Was willst du, dass er/sie tut?

Beispielantwort:

Ich will, dass mein Chef mir mit Respekt begegnet. Sollte er mit meiner Arbeit nicht zufrieden sein, will ich, dass er dafür ein privates Gespräch sucht und es nicht im Teammeeting anspricht.

Frage 3:

In dieser Situation: Welchen Rat würdest du ihm/ihr anbieten?

Beispielantwort:

Mein Chef sollte sich bewusst machen, dass er mit negativer Kritik meine Motivation schmälert. Anstatt mich vor meinen Kollegen zu blamieren, sollte er mich unterstützen, wenn ich feststecke.

Fragte 4:

Damit du in dieser Situation glücklich sein kannst: Was brauchst du, dass er/sie denkt, sagt, fühlt oder tut?

Beispielantwort:

Ich brauche von meinem Chef, dass er mich motiviert und mir mit seinem Wissen zur Seite steht. Er soll mir sagen und zeigen, dass ich einen guten Job mache, wenn es so ist, und mir Hilfe anbieten, wenn es nicht so ist.

Frage 5:

Was denkst du über ihn/sie in dieser Situation? Erstelle eine Liste (erinnere dich daran, kleinlich und beurteilend zu sein).

Beispielantwort:

Mein Chef ist rücksichtslos, unfair und gehässig. Er schätzt meine Arbeit nicht und genießt es, mich klein zu halten.

Frage 6:

Was ist es bezüglich dieser Situation, das du nie wieder erleben willst?

Beispielantwort:

Ich will nie wieder erleben, dass mich mein Chef vor meinen Kollegen bloßstellt und wie ein Kind behandelt.

Schritt 2: Die 4 Fragen beantworten

Die 4 Fragen zu Schritt zwei sollen exemplarisch nur an Frage Nummer eins beantwortet werden. Bei einem kompletten Durchlauf von „The Work“ wird natürlich mit allen Fragen von eins bis sechs so verfahren. Die Antwort zu Frage eins beschreibt ein Gefühl. „Ich bin wütend auf meinen Chef, weil er mich im Meeting wie ein Kind behandelt hat.“ Der dahinterliegende Gedanke lautet „Mein Chef behandelt mich wie ein Kind.“ Diese Aussage wird nun geprüft.


  1. Ist das wahr?
    Natürlich, er hat mich lächerlich und klein gemacht.
  2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
    Nein, eigentlich war er nur wütend.
  3. Wie reagierst du, was passiert (in dir), wenn du diesen Gedanken glaubst?
    Ich fange an zu schwitzen und mein Puls geht schneller. Am liebsten möchte ich ihn anschreien und sagen, dass er nicht so mit mir umgehen kann.
  4. Wer wärst du ohne den Gedanken?
    Würde ich mich nicht mehr über meinen Chef aufregen, wäre ich viel entspannter. Dann könnte ich mich auch wieder schneller auf die Arbeit konzentrieren und bessere Leistungen erbringen.

Schritt 3: Die Gedanken umkehren

Nun wird der Gedanke umgekehrt. Aus „Mein Chef behandelt mich wie ein Kind.“ können durch eine Umkehrung beispielsweise folgende Aussagen entstehen:


  • Mein Chef behandelt mich wie einen Erwachsenen.
  • Ich behandle meinen Chef wie ein Kind.
  • Ich behandle mich selbst wie ein Kind.

Anschließend wählt man die für sich selbst treffendste Umkehrung aus und sucht drei Beispiele aus der Vergangenheit, in der die Aussage tatsächlich zutraf.
Für die Umkehrung „Ich behandle mich selbst wie ein Kind.“ kann es zum Beispiel solche oder ähnliche Ereignisse gegeben haben:


  • Als ich drei Tage lang mit einer Erkältung im Bett lag, bin ich in Selbstmitleid versunken.
  • Als meine Frau mich am Wochenende wegen einer Freundin versetzt hat, habe ich mir aus Trotz und zum Trost Pizza und Eis gegönnt.
  • Als mich nach dieser grandiosen Präsentation, die ich für meinen Kollegen erstellt hatte, niemand für mein Mitwirken gelobt hatte, habe ich mich selbst in den Vordergrund gespielt, um meine Lorbeeren einzusammeln.

Allein aufgrund dieses einfachen Beispiels wird deutlich, wie hilfreich es sein kann, den Blickwinkel zu ändern. Auch wenn sicherlich nicht jede Umkehrung der Wahrheit entspricht und man dafür beispielsweise keine passenden Ereignisse aus der Vergangenheit abrufen kann, so denkt man dennoch über die Möglichkeit nach, dass sie wahr sein könnte. Durch diesen Perspektivwechsel beginnt man, die eigenen Gedanken und vermeintlichen Wahrheiten zu hinterfragen und kann so schließlich damit beginnen, verfälschte Gedanken loszulassen.

Wo kann „The Work“ angewendet werden?

Es existieren etliche Lebensbereiche, in denen Menschen festgefahrene Gedankenmuster mit sich herumtragen, die sie dauerhaft negativ beeinflussen. Praxisbezogene Beispiele für „The Work“ lassen sich in nahezu allen Aspekten des Lebens finden.

So kann das Coaching dabei helfen, das eigene Sozialverhalten unter die Lupe zu nehmen, um herauszufinden, weshalb man „immer wieder an den falschen Partner gerät“ oder sich „immer wieder ausnutzen lässt“. Auch die Beziehung zu den eigenen Eltern oder Kindern lässt sich mit „The Work“ möglicherweise verbessern. Erlaubt man es sich selbst, geliebt und geschätzt zu werden? Kann man Zuneigung dankbar und aufrichtig annehmen?

Im beruflichen Bereich kann „The Work“ dazu dienen, Glaubenssätze zu identifizieren, die einen davon abhalten, den eigenen Weg zu gehen. Existieren Grundannahmen, die beruflichen Erfolg fernhalten? Verdient man es, erfolgreich zu sein? Erlaubt man sich selbst, andere Karrierepfade einzuschlagen, als das soziale Umfeld es vielleicht erwartet?

Auch bei finanziellen Aspekten können negative Grundgedanken dazu führen, dass man keine materielle Freiheit erlangt. Ist Geld etwas Schlechtes, das Menschen verändert? Musste man schon immer mit wenig Geld auskommen und nimmt es als gegeben hin? Verdient man es, viel Geld zu besitzen?

Nicht zuletzt kann „The Work“ auch beim Umgang mit dem eigenen Körper und der Gesundheit große Dienste leisten. So können Gedankenmuster aufgelöst werden, die in der Selbstfürsorge und Selbstliebe hinderlich wirken. Ebenso lassen sich vielleicht Ängste lösen, die die persönliche Weiterentwicklung oder die Annahme der Verantwortung für die eigene Gesundheit blockieren.

Bei all diesen möglichen positiven Effekten muss allerdings auch immer bedacht werden, dass „The Work“ ein Prozess ist, der mitunter langwierig und anstrengend sein kann. Kein über Jahre festgefahrenes Gedankenmuster lässt sich in fünf Minuten auflösen.

Doch egal wie lang der Weg auch sein mag, „The Work“ ist für all jene eine effektive Methode, die sich mit der eigenen Denkweise auseinanderzusetzen wollen, um zu reflektieren und schließlich daran zu wachsen.


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